Eisbären Berlin schlagen im Meisterkampf zurück: Sieg bei Red Bull München Spannung pur! 6:5 nach Verlängerung. Dienstag steigt in der Hauptstadt Spiel 6 der Finalserie

Leidenschaft. Kampf. Willen. Die Spieler geben alles. (picture alliance /Peter Kneffel/dpa)Leidenschaft. Kampf. Willen. Die Spieler geben alles. (picture alliance /Peter Kneffel/dpa)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Matchpuck abgewehrt. Die Eisbären haben ein sechstes Spiel erzwungen und  Red Bull München die vorzeitige Meisterschaft verdorben. An der Isar siegte der EHC vor 6142 Fans in der ausverkauften Olympia-Eishalle gegen den Titelverteidiger in einem hochdramatischen Eiskrimi mit 6:5 (3:1, 1:1, 1:3/1:0) nach Verlängerung und verkürzte in der Best-of-Seven-Serie auf 2:3.     

Alles oder nichts: Die Eisbären Berlin brauchen im fünften Finalspiel gegen Titelverteidiger EHC Red Bull München nicht weniger als einen Sieg. Und so traten sie auch auf. Die Bullen wollten den Titel eintüten. Doch die Bären sendeten Lebenzeichen. Der Kapitän ging mit gutem Beispiel voran. André Rankel brachte das Team von Trainer Uwe Krupp in Führung (7. Minute). Thomas Oppenheimer legte nach (13.).

München nicht in Schockstarre, konterte schnell. Brooks Macek schlug postwendend zurück (14.). Doch kurz vor dem Pausentee legten die Bären wieder vor. Jamie MacQueen ließ den EHC jubeln (18.). „Wir wollen kontrolliert und aggressiv spielen. Das klappt bisher“, meinte Rankel nach 20 Minuten. Aber sein Sportdirektor Stéphane Richer warnte: „Es ist noch viel Eishockey zu spielen.“     

Riesenpech dann für das Hauptstadtteam. Kai Wissmann brach beim Schuss-Versuch der Schläger und die Kelle flog meterweit in die Luft. Nutzte Ex-Eisbär Mads Christensen nach einem Konter zum 2:3 (26.). Was für ein Finale. Was für eine Dramatik. Was für eine Stimmung. Vor allem im Berliner Block, als erneut Rankel den alten Abstand wiederherstellte (39.). Bei Überzahl, bisher die große Schwäche der Berliner. Es war der 39. Play-off-Treffer des Angreifers, der damit zu Rekordmann Patrick Reimer (Nürnberg Ice Tigers) aufschloss. Nicht umsonst nennt man den Torjäger an der Spree Play-off-Monster. „Unglaublich, was unsere Fans für eine Stimmung machen“, nannte der Stürmerstar seinen ganz persönlichen Energy-Drink. Die Bären schnupperten schon an Spiel 6.

Die Vorentscheidung? Denkste! Die Bullen senkten im Schlussabschnitt die Hörner. Macek schaffte mit seinem zweiten Treffer schnell den Anschluss (42.). Nur noch 3:4 aus der Sicht des Titelverteidigers. Der den Druck erhöhte. Mit Erfolg. Bei Überzahl, einer Spezialität der Bayern, erzielte Jon Matsumoto das 4:4 (48.). Und Berlin? Fand erneut die perfekte Antwort.

Durch einen Penalty. Keith Aulie hatte James Sheppard gelegt. Der Bär behielt eiskalt die Nerven, umkurvte Bullen-Keeper und Silberheld Danny Aus den Birken und schob die Scheibe abgezockt in die Kiste (48.). 20 Sekunden nach dem Ausgleich. Die Eisbären dann mit der großen Möglichkeit, den Sack zuzumachen. 30 Sekunden bei doppelter Überzahl (53.). Doch der siebenmalige DEL-Meister ließ die Chance liegen. Wurde gnadenlos bestraft. Konrad Abeltshauser kam direkt von der Strafbank, passte auf Keith Aucoin - 5:5 (55.). Nein, mehr konnte ein Finale wirklich nicht bieten. Was! Für! Eine! Achterbahnfahrt!

Es ging in die Verlängerung. Die Spannung war auf dem Höhepunkt. Man konnte sie spüren. Bei den Fans. Bei den Trainern. Bei den Spielern. In jeder einzelnen Pore. Der Wahnsinn ging weiter. Macek traf das leere Tor nicht (62.), verpasste somit den Titel. Unglaublich! Ein Fehlschuss mit bitteren Konsequenzen. Weil MacQueen die Scheibe ins Netz hämmerte. Aber Aus den Birken wurde aus dem Tor geräumt. Videobeweis. Bange Minuten. Die aus Berliner Sicht zu Stunden wurden. Mehr Druck auf dem Kessel ging nicht. Der mit einem Urknall explodierte, als die Schiedsrichter auf Tor entschieden. God save MacQueen! Am Dienstag (19.30 Uhr/Mercedes-Benz-Arena) geht es in der Hauptstadt weiter. Da haben die Bullen den zweiten Matchpuck.

„Die Fans haben uns hier unglaublich gepusht. Das sind positiv Verrückte. Wir wollten auch für sie unbedingt noch mal in Berlin spielen. Das war ein unglaubliches Spiel, mir fehlen die Worte. Wir haben nie aufgegeben“, sagte Eisbären-Knipser Rankel. Münchens Michael Wolf meinte trotzig:  „Jetzt holen wir das Ding am Dienstag.“ Eisbären-Trainer Uwe Krupp war stolz auf sein Team: „Meine Jungs zeigen einen guten Charakter, kämpfen um jeden Zentimeter. Wir haben diesmal einen auch einen Weg gefunden,  Tore zu schießen. Jeder wollte noch einmal Eishockey spielen. Das ist uns gelungen. Wir sehen uns in Berlin." Münchens Chef-Coach Don Jackson erklärte: „Unsere Mannschaft ist immer wieder zurückgekommen, hat Charakter gezeigt. Jetzt sind wir 30 Minuten sauer. Dann geht es weiter." 

1:4-Niederlage bei den Grizzlys
DEG schlingert in Wolfsburg

Die Düsseldorfer EG ist nicht gut aus der Länderspielpause gekommen. Vor 2.227 Zuschauern unterlagen die Düsseldorfer im 18. Spiel der Saison mit 1:4 (0:0, 0:1, 1:3)...

Erste Personalentscheidung für 2020/21
Troy Bourke ein weiteres Jahr bei den Schwenninger Wild Wings

​Die Schwenninger Wild Wings verlängern den Vertrag mit Stürmer Troy Bourke um eine weitere Spielzeit. Damit zogen die Verantwortlichen die mögliche Vertragsoption. ...

NHL Star versteigert mehrere handsignierte Eishockey-Utensilien
Leon Draisaitl unterstützt Charity-Auktion

Der Deutsche Fußball Botschafter und United Charity starteten am 4. November 2019 erstmalig eine gemeinsame Online-Auktion zur Unterstützung sozialer Projekte. Zu er...

Große Geschichten und kleine Anekdoten über den geilsten Sport der Welt
Lesetipp: Eiszeit! Warum Eishockey der geilste Sport der Welt ist - Rick Goldmann

Von Dingolfing in die große weite Welt: Ex-Nationalspieler und TV-Experte Rick Goldmann schildert – mit Unterstützung von Günter Klein – in zahlreichen Anekdoten sei...

Telekom sichert sich Sponsoring der ersten virtuellen Eishockey Liga
DEL startet eigene eSports Liga: eDEL

Die DEL startet in Kooperation mit der Deutschen Telekom die erste offizielle virtuelle Eishockey Liga: die eDEL. Mit NHL 20 bietet die eDEL auf der Playstation 4 ei...

Der Verteidiger wechselt auf Leihbasis bis Ende des Jahres
Janik Möser schließt sich den Iserlohn Roosters an

Die Adler Mannheim und Janik Möser gehen vorerst getrennte Wege. In beidseitigem Einvernehmen wechselt der 24-jährige Verteidiger auf Leihbasis bis zum 31. Dezember ...

Der 21-jährige Stürmer wechselt von den Eisbären Berlin zum DEG
Düsseldorfer EG verpflichtet Charlie Jahnke fest

Charlie Jahnke spielte bereits seit Ende September auf Leihbasis bei den Rot-Gelben und konnte dabei überzeugen. Jetzt einigten sich beide Seiten auf einen sofortige...

Hockeyweb präsentiert die Highlights aus Woche 8!
Die Top 10 der DEL im Video

Tolle Verteidigungsaktionen, wahnsinnige Paraden und natürlich schöne Tore gibt es bei uns wöchentlich in den Top 10 Highlights der DEL zu sehen....

26-jähriger Kanadier erhält einen Vertrag bis zum Saisonende
Grizzlys Wolfsburg verpflichten Stürmer Lucas Lessio

Die Grizzlys Wolfsburg haben schnell auf das vorzeitige Karriereende von Mike Sislo reagiert und mit Lucas Lessio einen Angreifer mit einem Vertrag bis zum Saisonend...

Der 19-jährige Angreifer wird zehn bis zwölf Wochen verletzt ausfallen
Valentino Klos fehlt den Adler Mannheim mehrere Wochen

Die Adler Mannheim müssen voraussichtlich zehn bis zwölf Wochen auf Angreifer Valentino Klos verzichten. Der 19-jährige Förderlizenzspieler zog sich im Heimspiel geg...

Mannheim verliert 3:6 gegen Krefeld vor heimischer Kulisse
Krefeld stutzt Mannheim die Flügel

Die Krefeld Pinguine gewinnen überraschend in Mannheim. Starke Chancenverwertung ebnen den Sieg beim deutschen Meister, der eklatante Abwehrschwächen offenbarte....

Steffen Tölzer ist neuer Rekordspieler
706 Mal für die Augsburger Panther

​Mit dem Spiel am gestrigen Freitagabend löste Kapitän Steffen Tölzer die Clublegende Duanne Moeser (705 Spiele) als neuen Rekordspieler der Augsburger Panther ab. S...

DEL Hauptrunde

Donnerstag 14.11.2019
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
4 : 1
Düsseldorfer EG Düsseldorf
Freitag 15.11.2019
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
- : -
Kölner Haie Köln
Fischtown Pinguins Bremerhaven
- : -
Eisbären Berlin Berlin
Augsburger Panther Augsburg
- : -
Adler Mannheim Mannheim
Iserlohn Roosters Iserlohn
- : -
ERC Ingolstadt Ingolstadt
Straubing Tigers Straubing
- : -
Krefeld Pinguine Krefeld
EHC Red Bull München München
- : -
Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg
Sonntag 17.11.2019
Eisbären Berlin Berlin
- : -
Iserlohn Roosters Iserlohn
Kölner Haie Köln
- : -
Straubing Tigers Straubing
Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg
- : -
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
Krefeld Pinguine Krefeld
- : -
Augsburger Panther Augsburg
ERC Ingolstadt Ingolstadt
- : -
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
Adler Mannheim Mannheim
- : -
Fischtown Pinguins Bremerhaven
Düsseldorfer EG Düsseldorf
- : -
EHC Red Bull München München
Jetzt die Hockeyweb-App laden!
lll▷ Mit Top Quoten auf die DEL wetten!
DEL Wetten bei den besten Wettanbietern

Aktuelle Online Eishockey DEL Sportwetten News mit Quoten & Tipps. Den besten Eishockey DEL Wettbonus suchen & finden
Aktuelle Wettangebote für die DEL