Eisbären Berlin quälen sich zum Penaltysieg über Iserlohn

Eisbären: Der Heimnimbus ist dahinEisbären: Der Heimnimbus ist dahin
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Ein enges Spiel lieferten sich die Eisbären Berlin am 40. DEL-Spieltag in der heimischen o2 World vor 13.200 Zuschauern gegen die Iserlohn Roosters, das die Hauptstädter am Ende glücklich mit 3:2 nach Penaltyschießen (2:1; 0:0; 0:1; 1:0) für sich entscheiden konnten. Zu wenig machten die Eisbären aus ihrer spielerischen Überlegenheit in den regulären sechzig Spielminuten zuvor und verloren so einen Punkt gegen wie immer hart kämpfende Roosters.

Für einen „Hallo-Wach!“-Effekt bei den Eisbären sorgte Iserlohns Robert Hock schon in der 2. Spielminute, als der Puck am Pfosten von Rob Zepp gehüteten Berliner Tor landete. Dieses Signal verfehlte nicht seine Wirkung: denn noch in derselben Spielminute fing Nathan Robinson einen von den Gästen schlampig gespielten Aufbaupass in deren Zone ab, tanzte Roosters-Keeper Sebastian Stefaniszin aus und netzte gekonnt zur Berliner Führung ein. Wenig später leisteten sich auf der Gegenseite jedoch Richie Regehr und Constantin Braun hinter dem eigenen Gehäuse einen dummen Puckverlust. DEL-Topscorer Robert Hock (3. Spielminute) sagte Danke und glich aus. Die spielerisch gefälligeren Berliner nutzen in der 7. Spielminute durch Richie Regehr dann ein Powerplay zur erneuten Führung – 2:1. Danach plätscherte das Spiel eine Weile relativ ereignislos vor sich hin. Erst gegen Ende des Startdrittels nahm die Partie mit Chancen auf beiden Seiten wieder Fahrt auf. Torjäger Michael Wolf hätte für die Sauerländer wiederum ausgleichen oder Nathan Robinson den Vorsprung der Eisbären ausbauen können, doch beide verzogen knapp.

Kein anderes Bild im Mittelabschnitt: die Hausherren hatten als das agilere Team weiter mehr vom Spiel, mussten jedoch stets darauf bedacht sein, weitere Fehler zu vermeiden. Die Iserlohner tauchten zwar seltener vor Rob Zepp auf als die Berliner vor Sebastian Stefaniszin, erzeugten bei ihren Kontern aber immer Gefahr. So scheiterten Bob Wren (31.) und zweimal Robert Hock (31., 38.) jeweils in aussichtsreicher Position. Die Eisbären indes versäumten es, die Gelegenheiten u.a. von Andy Roach (21.), Alexander Weiß und Steve Walker (24.) sowie Stefan Ustorf zu nutzen, um weiter davon zu ziehen. Berlins Verteidiger Frank Hördler sagte in der Pause: „Die Iserlohner zerstören viel und schlagen viel den Puck aus dem eigenen Drittel. Das ist schwer für die Stürmer. Die müssen dadurch viel hinterher laufen.“

Und auch im letzten Drittel änderte sich nichts am Verlauf. Jedoch verlegten sich die Eisbären nun offenbar mehr darauf, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Sie investierten etwas weniger in ihr Spiel nach vorn. Ihre vergebenen Chancen zuvor sollten sich aber rächen, als Hauptschiedsrichter Alfred Hascher kurz aufeinander folgend erst Berlins Andy Roach und dann Frank Hördler auf die Strafbank verbannte. Die Unterzahlsituation schien fast überstanden, da erzielte Chris Schmidt (58.) doch noch den 2:2 Ausgleich für die Sauerländer. Die fünfminütige Verlängerung blieb torlos, weshalb der Sieger der Partie im Penaltyschießen ermittelt werden musste. Den entscheidenden Penalty zum Sieg der Eisbären verwandelte Andy Roach. Erheblichen Anteil am Gewinn des Zusatzpunkt hatte letztlich auch Berlins Torhüter Rob Zepp, der sich im Shoot-out nur noch einmal bezwingen ließ. (mac/nst)   

Eisbären Berlin - Iserlohn Roosters 3:2 n.P. (2:1; 0:0; 0:1)

Tore: 1:0 (01:45) Robinson; 1:1 (02:30) Hock – Wilfort/Beechey; 2:1 (06:12) Regehr – Beaufait/Ustorf PP1; 2:2 (57:30) Schmidt – Wren/Ardelan PP1; 3:2 (Penalty) Roach

Schiedsrichter: Hascher

Strafen: 12/12 + 10 (Wren)

Zuschauer: 13.200

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