Eisbären Berlin im Viertelfinale, Bremerhaven erzwingt Spiel 3Rekord-Overtime in Nürnberg

Nürnbergs Niklas Treutle parierte mehr als 50 Schüsse der Pinguins, musste den entscheidenden von Maxime Fortunus aber passieren lassen. (Philippe Lotz - https://www.facebook.com/photography.weitwinkel)Nürnbergs Niklas Treutle parierte mehr als 50 Schüsse der Pinguins, musste den entscheidenden von Maxime Fortunus aber passieren lassen. (Philippe Lotz - https://www.facebook.com/photography.weitwinkel)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Nürnberg Ice Tigers – Fischtown Pinguins 3:4 (2:0, 0:0, 1:3, 0:0, 0:1) Play Off-Stand: 1:1

Nach dem extrem hektischen Spiel 1 mit einigen Raufereien und dem Ausschluss gegen Bremerhavens Nicolas Jensen blieb die ganz große Emotion in Spiel 2 der Pre-Play Off-Serie des Hauptrunden-Siebten gegen die zehntplatzierten Nürnberger zunächst aus. Ein Doppelschlag im ersten Drittel innerhalb von 40 Sekunden in doppelter und einfacher Überzahl stellen die Weichen scheinbar früh auf Sieg für die Franken. Bremerhaven blieb ungeachtet des Rückstands immer engagiert und gefährlich, ohne die ganz große Torgefahr vor Niklas Treutle entfachen zu können. Und wenn doch, war „Turtle“ zur Stelle und entschärfte alles, was auf sein Tor kam. Zu Beginn des Schlussdrittels schien dann die Entscheidung gefallen: Eine Strafe gegen Nürnberg lief gerade ab, als Chris Brown auf dem linken Flügel loslief und Brandon Segal bediente, der zum dritten Tor für Nürnberg einschoss.

“It’s not over till the Fat Lady sings” – Will Weber bringt Pinguins in die Overtime

Allerdings gaben sich die Pinguins auch nach dem dritten Tor nicht geschlagen: Torschütze Segal wurde kurz nach seinem Treffer gleichsam als Bestrafung bei einem fairen Check ordentlich durch die Luft gewirbelt und prallte unglücklich mit dem Nacken auf das Eis. Es war so etwas wie ein Wachruf für die Gäste aus dem hohen Norden: Brock Hooton und Justin Feser trafen innerhalb von nur 16 Sekunden doppelt für die Pinguins und machten ein Spiel, das Nürnberg über weite Strecken trotzspielerischer Überlegenheit der Pinguins doch weitgehend kontrollierte, wieder spannend. Will Weber traf schließlich zum Ausgleich, als sein Schuss aus halblinker Position wohl von Nürnbergs Tom Gilbert unhaltbar für Treutle abgefälscht wurde. Bremerhavens Chad Nehring musste dann kurz vor Ende des dritten Abschnitts auf die Strafbank, im folgenden Powerplay wurde Leo Pföderl entscheidend daran gehindert, die Scheibe aus einem Meter über die Linie zu drücken. Somit gab es Verlängerung.

Bremerhavens Goalie Pöpperle brachte den allein auf ihn zulaufenden Leo Pföderl etwa zehn Meter vor dem Tor mit einer Verzweiflungstat zu Fall, das Powerplay der Ice Tigers blieb aber wirkungslos. Kurz darauf musste Nürnbergs Philippe Dupuis wegen Spielverzögerung auf die Strafbank, aber Nürnberg machte – wie schon in den vorangegangenen drei Abschnitten – den Raum um das Tor eng und warf sich in die Schüsse der Pinguins. Bremerhavens Mark Zengerle, mit Cut über der Oberlippe, Vollvisier und Ersatztrikot gezeichnet von seinem Einsatz, versprang die Scheibe im letzten Moment bei seinem Torschuss kurz vor Ende der Überzahl. Nürnberg überstand dann mit etwas Glück und einem absolut überragenden Niklas Treutle fast zwei Minuten in doppelter Unterzahl – und ließ direkt im Anschluss ein eigenes Powerplay verpuffen. So ging es in die zweite Verlängerung.

Fortunus erzwingt das Glück für Bremerhaven

Zu deren Beginn leistete sich Ice Tiger Shawn Lalonde zwei Fouls und musste vier Minuten zuschauen, doch wieder überstanden die Gastgeber mit vereinten Kräften und einem bemerkenswert coolen Treutle die Situation, genauso wie nach der dritten Undiszipliniertheit von Lalonde kurz darauf. Zum Ende der zweiten Overtime war Nürnberg dann etwas besser im Spiel und hatte durch Acton, der nur den Pfosten traf, und "Dreifach-Sünder" Lalonde sehr gute Gelegenheiten.

Kurz vor dem Ende der zweiten Overtime traf schließlich Pinguin Maxime Fortunus im achtlängsten Play Off-Spiel der DEL-Historie zum verdienten Siegtreffer für die Gäste, die insbesondere in den beiden Verlängerungen das aktivere Team waren.

Tore:


1:0 Leo Pföderl (Philippe Dupuis, Tim Bender) 8:32 - 5-3


2:0 Shawn Lalonde (Shawn Lalonde, Will Acton) 9:12 – 5-4


3:0 Brandon Segal (Chris Brown, Martin Stajnoch) 43:05


3:1 Brock Hooton (Rylan Schwartz) 44:15


3:2 Justin Feser (Patrick Joseph Alber, Chad Nehring) 44:31


3:3 Will Weber (Dominik Uher) 51:23


3:4 Maxime Fortunus 99:14

Strafen:

Nürnberg 26 + 10 Minuten Mieszkowski, Bremerhaven 14

Zuschauer: 6.803

 

Eisbären Berlin – Straubing Tigers 4:2 (2:0, 1:1, 1:1) Play Off-Stand: 2:0

Bereits nach 95 Sekunden brachte Marcel Noebels die Berliner in Führung, die Jamie MacQueen zwei Minuten vor der ersten Sirene ausbaute. Tigers-Kapitän Sandro Schönberger erzielte nach gut fünf Minuten im Mittelabschnitt den Anschluss für die Niederbayern in einem sehr engen und ausgeglichenen Spiel. Zur Spielmitte traf André Rankel zum dritten Mal für die Hausherren, ehe Berlins Jimmy Sheppard Mitte des Schlussdrittels für die Entscheidung sorgte. Zwar brachte Daschner die Niederbayern kurz darauf noch einmal heran, es sollte aber der letzte Treffer der Tigers bleiben, für die die Saison angesichts der tollen Hauptrunde ein bisschen schnell endete. Berlin trifft nun im Viertelfinale auf

Tore:

1:0 Marcel Noebels (Sean Backman, Frank Hördler) 1:35


2:0 Jamie MacQueen (Colin Smith, Micki DuPont) 17:56


2:1 Sandro Schönberger (Steven Seigo) 24:52


3:1 André Rankel (Florian Kettemer, Jamie MacQueen) 30:36


4:1 Jimmy Sheppard (Sean Backman, Marcel Noebels) 50:21


4:2 Stephan Daschner (Antoine Laganìere) 53:36

Strafen:

Berlin 4, Straubing 4

Zuschauer: 13.708

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DEL Hauptrunde Gruppe

Mittwoch 17.03.2021
Kölner Haie Köln
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Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
Donnerstag 04.03.2021
Fischtown Pinguins Bremerhaven
- : -
Eisbären Berlin Berlin
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
- : -
Krefeld Pinguine Krefeld
Freitag 05.03.2021
EHC Red Bull München München
- : -
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
Augsburger Panther Augsburg
- : -
ERC Ingolstadt Ingolstadt
Samstag 06.03.2021
Straubing Tigers Straubing
- : -
Adler Mannheim Mannheim
Sonntag 07.03.2021
Krefeld Pinguine Krefeld
- : -
Düsseldorfer EG Düsseldorf
Fischtown Pinguins Bremerhaven
- : -
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
Eisbären Berlin Berlin
- : -
Iserlohn Roosters Iserlohn
Montag 08.03.2021
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
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Straubing Tigers Straubing
Adler Mannheim Mannheim
- : -
EHC Red Bull München München