Eisbären Berlin haben die Chance auf Ausgleich in der SerieRed Bull München kann den zweiten Sieg auswärts holen

Die Eisbären Berlin und der EHC Red Bull München stehen sich am Freitag im zweiten Viertelfinalspiel gegenüber. (Foto: GEPA pictures/City-Press)Die Eisbären Berlin und der EHC Red Bull München stehen sich am Freitag im zweiten Viertelfinalspiel gegenüber. (Foto: GEPA pictures/City-Press)
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Im ersten Spiel empfing der EHC Red Bull München als Zweitplatzierter der DEL-Hauptrunde 2018/19 die Eisbären Berlin, die durch den Pre-Play-off-Erfolg gegen die Straubing Tigers in die Runde der letzten Acht aufgestiegen sind. Münchens Coach Don Jackson behielt mit seiner Mannschaft in einer Partie mit späten Toren die Oberhand und gewann die erste Play-off-Partie 3:2 (0:0, 0:0,2:2, 1:0) nach Verlängerung.

Schon in München präsentierten sich die Berliner gut, auch dank der Rückkehr von Mark Olver und eines starken Kevin Poulin im Tor. Wenn man als Gastgeber ähnlich wie im ersten Spiel zweimal in Führung geht, ist mit dem Heimvorteil und den vielen Eisbärenfans im Rücken einiges möglich. Dazu sollten dann aber auch Spieler wie Justin Shugg in ihrem Aktionsradius deutlich eingeschränkt werden, damit es nicht wie in Spiel eins zum 2:2-Ausgleich und dem 3:2-Siegtreffer in der elften Minute der Verlängerung kommt. Auch die Strafzeiten waren in München ein Thema, von diesen hat man sich laut Eisbären-Manager Stefan Ustorf zu viele geleistet. Reduziert man die Strafen und können die Hausherren an die gezeigte Qualität anknüpfen, dann ist hier ein Ausgleich in der Best-of-Seven-Serie möglich. Florian Kettemer wird auch wieder eine gewaltige Rolle spielen, er kennt sein Ex-Team aus München ja bestens und kann wertvolle Tipps zum aktuellen Deutschen Meister geben.

Aber die Gäste aus der bayerischen Landeshauptstadt haben auch ihre Hausaufgaben gemacht und können vor allem mit der breiten Brust eines Siegers anreisen. Immerhin gab es diese Ansetzung auch in der DEL-Finalrunde 2017/18 und so hat man nicht nur durch das letzte Spiel immer auch eine Portion Respekt im Gepäck. Ende Januar verstärkte der EHC Red Bull München die Berliner Krise, als auswärts mit 6:2 nach dem 4:2-Sieg zu Beginn der Saison gewonnen wurde und man so nahtlos an die Erfolge (4:3 in OT und 3:1 zu Hause) anknüpfen konnte. In der Finalserie im letzten Jahr kämpften beide Mannschaften sechs Spiele lang, bevor es im letztmöglichen siebten Spiel einen 6:3-Heimsieg für den aktuellen Deutschen Meister EHC Red Bull München gab.

Ganz so viele Tore wird es auch gerade nach dem Auftakt mit den ersten beiden Dritteln ohne Treffer nicht geben, aber so ein Spiel kann sich natürlich gerne mal hochschaukeln und vielleicht bieten uns ja beide Teams ein ordentliches Spektakel am Freitagabend? Die Hauptstädter sind immerhin Tabellenerster, wenn auch nur beim Zuschauerranking mit einem Durchschnitt von knapp über 12.000 Fans pro Spiel. Aber mit Danny aus den Birken haben die Gäste eine mutmaßliche Spaßbremse zwischen den Pfosten und mit Clément Jodoin einen Assistenzcoach an der Bande, der wiederum noch vor einigen Monaten Cheftrainer bei den Eisbären in Berlin war. Keine leichte Aufgabe also für sein Gegenüber Stéphane Richer.


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