Eisbären Berlin erzwingen Spiel sechs3:0-Sieg beim Meister in München

Eisbären-Goalie Kevin Poulin ließ in München keinen Treffer der Red Bulls München zu. (Foto: GEPA pictures/City-Press)Eisbären-Goalie Kevin Poulin ließ in München keinen Treffer der Red Bulls München zu. (Foto: GEPA pictures/City-Press)
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Genauso ausgelassen spielten auch die Eisbären und zwar von der ersten Sekunde an. Die Red Bulls, die auf den verletzten Matt Stajan verzichten mussten, fanden kaum Luft zum Atmen. Im Vergleich zu Spiel vier am Freitag agierte München über weite Strecken viel zu kompliziert und mit zu wenig Zug zum Tor von Kevin Poulin. Beinahe folgerichtig gingen die Gäste auch durch Jamie McQueen in Führung. „Berlin hat härter angefangen und war hungriger als wir“, so John Mitchell.

Die Red Bulls fanden weiterhin kein Rezept, sich durch die Berliner Defensive durchzukämpfen. Berlin machte das sehr geschickt, indem sie die Räume vor dem eigenen Tor eng machen und die Red Bulls mit aggressiven Forechecking zu wenig gefährlichen Distanzschüssen zwangen. Nur selten wurde Poulin im Tor der Eisbären geprüft.

Dann der große Aufreger gegen Ende des zweiten Drittels: Münchens Konrad Abeltshauser blieb regungslos auf dem Eis liegen. In den Fernsehbildern sah es so aus, als würde zuvor Sheppard im Zweikampf sich an Abeltshauser festhalten. Kony Abeltshauser musste gestützt von zwei Betreuern das Eis verlassen. „Das tut natürlich weh, wenn so etwas passiert“, so Mannschaftskollege John Mitchell. Ohne Zweifel eine Herausforderung für die Red Bulls, die für die kommenden Spiele auf einen weiteren Leistungsträger verzichten müssen.

Nach dieser Aktion wurde das ohnehin schon körperliche Spiel noch intensiver und ruppiger. München lief weiterhin ohne erkennbaren Spielwitz gegen die gut sortierten Eisbären an, die elf Minuten vor Schluss durch einen Doppelpack von Austin Ortega ihre Führung sogar noch auf 3:0 ausbauen konnten. Mit dem Doppelpack von Ortega hatten die Eisbären den Red Bulls sichtlich den Zahn gezogen und sich damit ein sechstes Spiel verdient. Die Red Bulls müssen ihr Spiel analysieren und in Berlin anders auftreten.

Stephane Richer zeigte sich zufrieden, trat aber zugleich auf die Euphorie-Bremse: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Sie hat viel Charakter gezeigt. Die Unterzahl war sehr solide. Mit dieser Leistung dürfen wir am Freitag ein Spiel sechs spielen. Am Freitag geht es aber wieder von null los.“

Don Jackson konstatierte: „Wir haben ein bisschen langsamer mit und ohne Scheibe. Im nächsten Spiel wollen wir schärfer sein. Im nächsten Spiel müssen wir einfach schneller spielen. Wir kamen oft einen halben Schritt zu spät. Berlin hat etwas aggressiver gespielt.“


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