Eisbären Berlin: Endlich Spitzenspiel gewonnen

Eisbären: Der Heimnimbus ist dahinEisbären: Der Heimnimbus ist dahin
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Nach zwei Penaltyniederlagen auf eigenem Eis siegten die Eisbären Berlin im Spitzenspiel des gestrigen DEL-Spieltages in der o2 World vor 13.300 Zuschauern gegen die Krefeld Pinguine verdient mit 4:3 (1:1; 0:1; 3:1).

Die Eisbären konnten zwar wieder auf Frank Hördler und Jens Baxmann zurückgreifen, dafür fehlten aber André Rankel (gesperrt) und René Kramer (Schulterverletzung). Von Entspannung in Sachen Personal also keine Spur. Dennoch wollten die Berliner unbedingt gewinnen. Schließlich waren Siege gegen Spitzenteams der Liga zuletzt rar gesät.

Die Eisbären begannen nervös. Die Gäste fanden schneller ihren Rhythmus. Und sie hatten auch die ersten Torchancen. Die größte Chance hatten jedoch die Eisbären. In Unterzahl kann Alexander Weiß ein Break allerdings nicht erfolgreich abschließen. In der 12. Minute nutzten die Gäste dann ein weiteres Powerplay zur Führung. Charlie Stephens überwindet Eisbären-Torsteher Rob Zepp zur 0:1 (12. Spielminute) Führung. Von den Eisbären bis dahin immer noch nicht viel zu sehen. Erst als sich Sven Felski und Krefelds Serge Payer nett „unterhielten“ und dafür auf die Strafbank wanderten, wurden die Bären wach. Nun bekam auch Scott Langkow im Tor der Pinguine zu tun. Als dann Krefelds Dusan Milo auf die Strafbank wanderte, schlugen die Eisbären zu. Mark Beaufait (20.) war im 2. Nachschuss erfolgreich.

„Wir können mit dem 2. Drittel nicht zufrieden sein.“ meinte Eisbärenverteidiger Jens Baxmann in der 2. Pause. Und damit hatte er recht. Denn im Mittelabschnitt lief nicht viel zusammen. Da dies auch bei den Krefeldern der Fall war, passierte auf dem Eis nicht allzu viel. Insofern doch etwas überraschend ging Krefeld nach 25 Minuten in Führung. Verteidiger Dusan Milo traf nach schönem Querpass von Herberts Vasiljews. Das einzig Erwähnenswerte vom Rest des Drittels, war die nun aufkommende unglaubliche Stimmung auf den Rängen. Die Zuschauer sorgten mit einem tollen Wechselgesang für Gänsehautatmosphäre.

Mit noch einer Minute Powerplay für die Gastgeber ging es in das letzte Drittel. Dieses nutzten die Eisbären durch Florian Busch zum 2:2 (41.). Die Berliner suchten nun die Entscheidung. Da auch die Krefelder ab und zu gefährlich vor dem Eisbärentor auftauchten, entwickelte sich eine spannende Partie. Lohn für die Eisbärenbemühungen war das 3:2 durch Mark Beaufait (46.), der die Scheibe ins Tor stocherte. Doch die Pinguine gaben nicht auf. Dann die 52. Minute. Nach einem Schuss von Dusan Milo pfiff Schiedsrichter Alfred Hascher sofort ab und bemühte den Videobeweis. Dieser ergab, dass der Puck zum 3:3 im Tor der Berliner eingeschlagen hatte. Doch die Eisbären ließen sich davon nicht beeindrucken. Der an diesem Abend überragende Mark Beaufait sorgte mit seinem dritten Treffer in diesem Spiel für den 4:3 Endstand (58.). Denn obwohl die Krefelder noch einmal alles versuchten, sollte ihnen der Ausgleich nicht ein weiteres Mal gelingen.

Ein insgesamt verdienter Sieg der Eisbären, die damit Platz 2 in der Tabelle verteidigten. Auch Krefeld Trainer Igor Pavlov erkannte den Sieg der Berliner an. „Beide Teams haben offen gespielt und dabei viele Fehler produziert. Die Eisbären waren einfach besser. Es ist aber keine Schande in Berlin zu verlieren.“ Berlins Coach Don Jackson war froh über die Punkte. „Die Mannschaft ist müde. Wir hatten mit Champions League und Ligaspielen eine hohe Belastung. Ich freue mich sehr für Mark Beaufait. Seine Familie ist da und das hilft ihm. Aber auch Rob Zepp hat heute wieder einen guten Job gemacht. (nst/mac)

Eisbären Berlin – Krefeld Pinguine 4:3 (1:1; 0:1; 3:1)

Tore: 0:1 (11:12) Stephens (Milo, Pavlikowsky) PP1; 1:1 (19:11)  Beaufait (Robinson, Felski) PP1; 1:2  (24:56)  Milo (Blank, Falhey); 2:2 (40:50) Busch (Quint, Walker) PP1; 3:2 (45:08)  Beaufait (Roach); 3:3 (51:31) Milo (Stephens, Vasiljevs); 4:3 (57:17) Beaufait (Robinson, Regehr)

Schiedsrichter: Hascher – Gemeinhardt, Winnekens

Strafen: Eisbären 16 + 10 Robinson (Check von Hinten), Krefeld 20 + 10 Fortin (Check gegen Kopf- oder Nackenbereich)

Zuschauer: 13.300

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