Eisbären: Auf der Suche nach Lösungen fündig geworden?

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Nun,

diese Frage jetzt schon mit einem klaren Ja zu beantworten, wäre wohl verfrüht.

Erste ernsthafte Aufschlüsse über den Erfolg der in diesen Tagen alles andere

als  konfliktfrei erfolgten Situationsanalyse

werden aber bereits die Spiele der Eisbären morgen im heimischen

Wellblechpalast gegen Frankfurt und am Sonntag in Augsburg geben.

„Es

ist schon seltsam“, sagte Coach Pierre Pagé nach dem Donnerstagstraining, „dass

die Kontroverse in der Öffentlichkeit besser zu verkaufen ist als der Erfolg“.

Und kontrovers ging es in Hohenschönhausen nach den jüngsten Aussagen des

Trainers ja nun wirklich zu. Türen knallten und Worte wurden auf hohem

Lautstärkepegel gewechselt. „Ich habe zu vielen Dingen meine Meinung gesagt,

das war vielleicht nicht immer richtig und hat für den Moment wohl auch wenig

geholfen. Doch letztlich ist es ok., wenn Auseinandersetzungen geführt werden,

wenn sie helfen, die Dinge voran zu bringen, das Gelingen der Arbeit im

Mittelpunkt steht. Oft ist es doch so, dass, wo Drei einer Meinung sind, das

mindestens zwei zu viel sind“, fuhr ein aufgeräumt wirkender Pagé fort.

Augenscheinlich hatte (nicht nur) der Coach das Gefühl, dass nach dem zweiten

Meistertitel in Folge die Hängematte im Sportforum zum beliebtesten Möbel

wurde.

Am

Mittwoch Abend nun endlich haben die Verantwortlichen zusammen gesessen und

sich gegenseitig die Dinge vorbehaltlos an den Kopf geknallt, die einem nicht

passen und sicher auch weh taten, bekannten Manager Peter John Lee und Pierre

Pagé unisono. „Wir sind alle sauer, auch die Spieler“, bekräftigte Lee,

„niemand ist der Meinung, dass Platz 11 ausreicht, was auch schlimm wäre. Wir

wissen, dass wir in einer beschissenen Situation stecken und nur wir allein

sind es auch, die etwas dagegen unternehmen können“.

Das

Prinzip dazu heißt, ganz neudeutsch, „Storming – Norming – Performing“. „Beim

Storming geht es eben darum, die Probleme vorbehaltlos auf den Tisch zu

packen“, erklärt Pagé, „beim Norming darum, alles zu sortieren, Aufgaben zu

verteilen und Prioritäten zu setzen. In Phase 3, dem Performing, geht es

schließlich um die Umsetzung. Für uns heißt es nun also, unseren Fans und

Sponsoren zu zeigen, dass wir auch in dieser problematischen Situation wissen

was wir tun und was das Richtige ist. Die Spieler sind in all das einbezogen.

In den letzten viereinhalb Jahren haben wir die Ergebnisse geliefert, die wir

zuvor versprochen haben. Erst am Ende dieser Saison werden wir sehen, ob das

wieder so ist“. Pressesprecher Moritz Hillebrand fügte hinzu: „Die Strukturen

unserer Organisation machen es möglich, dass wir andere Wege gehen können, die

sonst üblichen Mechanismen eben nicht greifen. Es gibt viel gegenseitiges

Vertrauen, begonnen vom Gesellschafter bis hin zu den Fans. Daher sind

personelle Konsequenzen weder bei uns noch bei ihnen ein Thema“.

Mit

Blick auf die bevorstehenden Spiele sagte Pagé: „Wir wollen Eisbären-Hockey

spielen mit Änderungen und Anpassungen, die sich nach dem jeweiligen Gegner

richten; flexibel sein, wie wir es in der Vergangenheit waren. Dem Gegner

Überraschungen bieten zu können, setzt voraus, dass korrekt umgesetzt wird was

wir uns vorgenommen haben. Jeder kennt seine Aufgabe, hat seine Rolle zu

spielen und die festgelegte Strategie zu befolgen“. Bleibt nun also abzuwarten,

ob man in absehbarer Zeit - ganz neudeutsch – sagen kann „It works“.
(mac)


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