Einfach gespielt, dreifach gepunktet – Lions mit erstem Sieg in 2009

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
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Die Erleichterung stand Trainer Chernomaz nach dem Auswärtssieg in Köln ins Gesicht geschrieben. „Ich bin glücklich, dass wir gewonnen haben. Der Sieg war für die Tabelle und unser Selbstvertrauen unglaublich wichtig. Unser heutiger Weg war einfach spielen, keine dummen Fehler begehen und die Chancen nutzen“, sagte der Kanadier nach dem Spiel. Ebenfalls erleichtert gestand Manager Norris ehrlich ein, dass “Köln nicht so stark war“, und ergänzte: „Trotzdem muss man erst mal gegen sie gewinnen“. Recht deutlich artikulierten die 7.695 Zuschauer in Köln, was sie von den Haien derzeit halten. „Die Nummer drei am Rhein sind wir“ und „wir sind nur ein Punktelieferant“, waren dabei noch die harmlosesten Rufe der Fans. Haie Trainer Meister entschuldigte sich nach der Partie bei den Fans. „So eine schlechte Leistung haben die Fans nicht verdient“.

Den Lions war es egal. Nach dem achten 1:0 Rückstand in Folge drehten Kavanagh und Oppenheimer das Spiel und sicherten so die drei Punkte. Erstmals stand in Köln Neuzugang Bryan Muir auf dem Eis. „Er hat sehr ordentlich gespielt. Ich bin zufrieden mit ihm und überzeugt, dass er noch besser spielen kann, wenn er die Mannschaft besser kennen gelernt hat“, stellte Norris dem robusten Verteidiger ein gutes Zeugnis aus. In Überzahl deutete Muir zudem an, dass er über einen guten Direktschuss verfügt, also genau das, was den Kollegen fehlt. Für den Neuzugang musste erwartungsgemäß Lance Ward auf die Tribüne. Im weiteren Saisonverlauf wird sich sicherlich die Frage aufdrängen, ob es für Ward Sinn macht, seinen Vertrag bis 2010 zu erfüllen, oder es nicht besser ist, bereits im Sommer den Vertrag aufzulösen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Trainer Chernomaz keinen Wert darauf legt mit Spielern, die merklich bei ihm durchgefallen sind weiter zusammen zu arbeiten.

Ein anderer Spieler bietet sich, obwohl lange verletzt, für eine Vertragsverlängerung an: Jamie Wright. Bisher konnte er zwar seine Torjägerqualitäten noch nicht unter Beweis stellen, was in Anbetracht der Tatsache seiner nicht absolvierten Saisonvorbereitung und seiner erneuten Verletzung, als er gerade gesund war, verständlich ist. In den letzten Spielen agierte Wright als Verteidiger, „weil er die nötige Intelligenz dafür besitzt“, so Chernomaz, und zeigte eine gute Leistung. In Köln spielte er erstmals über nahezu die komplette Spielzeit im Sturm und war an vielen guten Torchancen ursächlich beteiligt. Er könnte im weiteren Saisonverlauf den Unterschied ausmachen, vorausgesetzt er bleibt gesund.

Mehr und mehr gesund wird auch Verteidiger Kopitz. „Noch kann ich den Schläger nicht halten. Sobald das aber geht, spiele ich direkt wieder. Auf jeden Fall noch vor der Pause Ende Januar“, sagte Kopitz am Rade der Partie in Köln, bei der Kopitz am Mikrophon des Lions Live Radios mit guten Kommentaren glänzte. Viel Zeit zum Ausruhen bleibt den Hessen nicht. Bereits am Freitag müssen die Lions ins Sauerland zum Verfolger Iserlohn. Das Minimalziel lautet dabei nicht in der regulären Spielzeit zu verlieren. Um den Platz in den Top sechs zu festigen wäre ein Erfolg am Seilersee eminent wichtig. Am Sonntag gastieren die Hamburg Freezers in Frankfurt. Achtung, wegen der TV Übertragung in Premiere beginnt das Spiel bereits um 14.30 Uhr. (Frank Meinhardt)

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