„Eine Lehrstunde in Sachen Eishockey“München lässt Krefeld keine Chance

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Nach dem hart umkämpften Sieg gegen die Kölner Haie waren am Sonntag die Krefeld Pinguine zu Gast in München. Die Mannschaft von Franz Fritzmeier rangiert derzeit auf dem letzten Tabellenplatz und auch heute waren die Pinguine nicht in der Lage, mit dem Münchner Offensiveishockey mitzuhalten. Am Ende stand ein ungefährdetes 6:1 (1:0, 4:0, 1:1) für die Red Bulls vor 3380 Zuschauern zu Buche.

Der Anfang mutete zunächst ein wenig zäh an. Torchancen blieben daher auch Mangelware. Einzig eine Meinungsverschiedenheit zwischen Daniel Sparre und Yared Hagos sowie ein Lattentreffer der Gäste sorgten für Aufregung. Die Krefelder Defensive stand zunächst sicher an der eigenen blauen Linie und zwang die Red Bulls zu Distanzschüssen. Das Bollwerk der Niederrheiner hielt jedoch nur 17 Minuten und 38 Sekunden, als Frederic St. Denis einen Musterpass von Joachim Ramoser veredelte.

Einige Zuschauer wurden langsam ungeduldig, aber die, die geduldig blieben, wurden belohnt. Auch wenn das zweite Drittel zumeist das unauffälligste der Red Bulls ist, zeigte die Mannschaft von Don Jackson, dass sie es auch besser kann. Allein in Unterzahl erzielte München diesmal zwei Tore durch Tobias Wörle allerdings unter freundlicher Mithilfe der Krefelder Defensive. „Was nach dem 2:0 kam, war eine Lehrstunde, wie man richtig Eishockey spielt. München hat das perfekt gemacht heute“,  so Krefelds Coach Fritzmeier. Beim zweiten Unterzahltor konnte Wörle ungehindert durch drei Mann spazieren und letztendlich vollenden. Von den Gästen sah man bis dato außer einer Spieldauerstrafe gegen Scott Valentine und eines Torwartwechsels zur Mitte des Spiels herzlich wenig.

Krefeld mühte sich nach Kräften, wirkte über weite Strecken jedoch zu hastig und zu unkoordiniert. Im Zeugnis würde ein Lehrer schreiben: „ Sie haben sich sehr bemüht“. München spielte Katz‘ und Pinguin mit den Gästen. Beinahe jede Offensivaktion führte zum Torerfolg der Red Bulls. Mittlerweile stand es 6:0 für die Hausherrn, die jetzt zwei Gänge zurückschalteten und damit auch die Pinguine wieder am Spiel teilhaben ließen und sogar einen Ehrentreffer für Krefeld zuließen.

Die Red Bulls machten das jetzt geschickt und nahmen bis zum Spielende Zeit von der Uhr. Krefeld bleibt auch nach dem 42. Spieltag die Enttäuschung in der Liga und verliert auch diese Partie gegen München, die jetzt durch die Niederlage von Iserlohn auf Platz zwei sprangen. Entsprechend zufrieden zeigte sich auch Coach Don Jackson: „Ich bin stolz auf das Comeback von Frank Mauer. Er hat heute zwei Super-Tore geschossen und maßgeblich zum Sieg der Mannschaft beigetragen.“ Mauer sagte:  „Nach so einer langen Verletzung ist man natürlich hungrig auf das Spiel und jede Minute Eiszeit. Dass dabei noch zwei Tore heraussprangen ist dann doppelt schön.“

Tore: 1:0 (17:38) Frédéric St. Denis (Joachim Ramoser, Ulrich Maurer), 2:0 (23:17) Tobias Wörle (4-5), 3:0 (25:46) Yannic Seidenberg (Toni Söderholm, Keith Aucoin/5-3), 4:0 (32:16) Frank Mauer (Konrad Abeltshauser), 5:0 (35:36) Tobias Wörle (Konrad Abeltshauser/4-5), 6:0 (41:09) Frank Mauer (Yannic Seidenberg, Jason Jaffray), 6:1 (57:01) Christian Kretschmann (Dominik Meisinger). Strafen: München 8 + 10 (Daniel Sparre), Krefeld 6 + 10 (Yared Hagos) + 5 + Spieldauer (Scott Valentine). Zuschauer: 3380.


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