Eine kompakte Defensive bringt den Eisbären das 1:0 über IngolstadtBerlin - Ingolstadt 1:0

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Alle vier Begegnungen zuvor in der Hauptrunde hatten die Eisbären gegen die Ingolstädter gewonnen. Die letzte erst am Freitag mit 4:1 auf dem Eis der Oberbayern. Da rechnete die Mehrzahl der 11.400 Zuschauer wohl nicht unbegründet erneut mit einem deutlichen Ergebnis.

Nicht so Berlins Kapitän Andre Rankel: „Wir wussten, dass es diesmal ein enges Spiel werden und der Gegner anders auftreten würde als am Freitag. Und dass Kleinigkeiten entscheiden würden.“

So war es denn auch. Ende des zweiten Drittels waren noch sechs Sekunden in einer Überzahlsituation für die Berliner zu spielen. Topscorer T.J. Mulock fuhr auf das Tor der Gäste zu. Schlenzte die Scheibe durch die Beine eines Abwehrspielers mit so wenig Tempo durch, dass der Abpraller von Timo Pielmeiers Beinpolstern nicht weit kommen würde. Rankel war in dem Moment am Verteidiger vorbei, nahm den Puck auf und verwandelte im zweiten Versuch zum Tor des Abends. Nach dem Hattrick des Nationalspielers am Freitag bereits der vierte Treffer gegen Pielmeier.

Bis dahin hatten beide Mannschaften vor allem Wert auf die eigene Torabsicherung gelegt. Und mit großem Einsatz jeweilige Unterzahlmomente schadlos überstanden. Das taktische Belauern – typisch für Play-off-Duelle – überdeckte den Spielfluss auf beiden Seiten. Wobei die Eisbären insgesamt mehr für die Offensive taten. Die war aber auch deshalb nicht so effektiv wie noch beim 4:1, weil Darin Olver mit seiner Knieverletzung bis zum Saisonende fehlen wird. Und Florian Busch sich an dessen Stelle erst noch im Spielverständnis mit Mark Bell und Barry Tallackson finden muss.

Trotz der Grundeinstellung – Fehler und Risiko vermeiden – verlief die Partie durchaus nicht ereignisarm. Ingolstadt verbuchte durch Thomas Greilinger und Patrick Köppchen immerhin zwei Pfostentreffer. Und schnürte vor der Eisbären-Führung – Rückkehrer Frank Hördler hatte zwei Strafminuten kassiert – die Hausherren förmlich in deren Drittel ein. Dann gab es sogar eine 5:3-Überzahl für die Gäste. Shawn Laonde hatte seinen Befreiungsschlag – Bell brummte für zwei Minuten – zu hoch und weit angesetzt. Der Puck landete hoch über dem ERC-Tor im Netz, was die Schiedsrichter als Spielverzögerung mit zwei Minuten Pause bestraften. In Kanada hätte es dafür lediglich ein Bully gegeben.

Eng wurde es für die Berliner nochmals am Schluss, als sich ERC-Topscorer Derek Hahn bei Julian Talbot einfädelte und so einen Zwei Minuten-Vorteil herausholte. Da gab es die 4:6-Konstellation gegen die Hausherren, da Pielmeier sein Gehäuse verließ. Constantin Braun verfehlte mit seinem Versuch übers ganze Feld nur knapp das 2:0.

Tor:
1:0 (39:54) André Rankel (T.J. Mulock, Constantin Braun/5-4)

Strafen: Berlin 8, Ingolstadt 8
Schiedsrichter: Brill / Brüggemann
Zuschauer: 11.400


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