Ein Tor für jede blockierte Trikotnummer

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Trotz zuletzt fünf Niederlagen in Serie herrschte eine feierliche Atmosphäre auf den Rängen der Lanxess Arena vor dem Spiel der Kölner Haie gegen die Iserlohn Roosters. Das 1000. Spiel des KEC nahm man zum Anlass, einige herausragende Spieler und Persönlichkeiten (Haie-Legenden Peppi Heiss, Jörg Mayr, Miro Sikora, Ralf Philipp, sowie Robert Müller) zu ehren und deren Nummern unter das hohe Arenadach zu hieven. Diese positive Stimmung sollte sich in den folgenden 60 Minuten nicht gänzlich verlieren.

Auf dem Eis zeigten sich beide Teams weniger verunsichert, als dies der Blick auf die Tabelle erahnen ließe, und es entstand ein ansehnliches Hockeyspiel, in dem die Kölner als erstes jubeln konnten: der Slowake Ivan Ciernik setzte sich an der blauen Linie gut durch und schloss eine 2-auf-1-Situation mit einem platzierten Schlenzer über die Fanghand von Danny aus den Birken zur Führung ab. Nur eineinhalb Minuten später stellte Jimmy Roy nach einem Querpass vor dem Kölner Tor den Einstand wieder her. In der Folge leisteten sich die Iserlohner zu viele Undiszipliniertheiten, die erneut Ciernik aus kurzer Distanz in Form des 2:1 im Powerplay bestrafte.

Im Mittelabschnitt bekamen die Haie die zuvor ausgeglichene Partie zunehmend in den Griff, und wussten die Überlegenheit durch Gerrit Fausers schönen Rückhandtreffer aus kurzer Distanz - nach überlegter Vorarbeit Mirko Lüdemanns - zu nutzen. Nur wenig später markierte der sehr aktive NHL-Neuzugang Matt Pettinger in Überzahl nach einem Abpraller sein erstes Saisontor zum 4:1. Das Momentum schien dann allerdings wieder die Seiten zu wechseln, als Robert Hock in Überzahl hinter der roten Linie Lüdemanns Stock anspielte, von dem die Scheibe den Weg ins Tor fand. Die 4:2 Führung der Kölner nach 40 Minuten war gleichwohl völlig verdient.

Im Schlussabschnitt gestaltete sich das Spiel dann wieder offener, auch Iserlohn kam nun wieder zu besseren Chancen. Der gut aufgelegte Haie-Keeper Adam Dennis wurde schließlich auch überwunden, doch Cam Paddock stand bei Michael Wolfs Schuss im Torraumabseits. Trotz zahlreicher Iserlohner Überzahlsituationen erzielten die mit viel Herz agierenden Kölner das nächste Tor, welches das Spiel endgültig entschied. Kapitän Christoph Ullmann, der zu drei der ersten vier Tore eine Vorlage beisteuerte, markierte nach überlegter Auflage von Philip Gogulla das 5:2. Der erste Heimsieg der Saison und der erste Erfolg seit dem Auftaktsieg in Hamburg für die Haie war in trockenen Tüchern, außerdem wurde die rote Laterne vorübergehend an den IEC abgegeben.

Henning Hartung - www.haimspiel.de

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