Ein Spaziergang sieht anders ausSchwenningen – Düsseldorf 5:4

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Die Aufstellung der Düsseldorfer EG beim Auswärtsspiel in Schwenningen war in der Tat das letzte Aufgebot. Nachdem nun auch noch Daniel Kreutzer für acht Spiele gesperrt wurde, traten die Gäste mit nur drei Reihen und einem Altersdurchschnitt unter 22 Jahren an. Ganze sechs wichtige Spieler und Leistungsträger fehlten. Düsseldorfer Insider meinten vor dem Spiel: „Alles unter fünf Treffern Differenz ist eine Sensation.“ Doch ein Spaziergang wurde die Partie für die Wild Wings keineswegs. Die Düsseldorfer EG setzte alles daran, Paroli zu bieten und vielleicht noch eine viel größere Sensation zu schaffen. Im ersten Drittel konnten die Hausherren durch zwei schnelle Treffer von Tyler Beechey und Dan Hacker in der zweiten und fünften Minute jedoch zunächst die vorherige Einschätzung bestätigen. Nick Peterson verpasste zudem in der 14. Spielminute das leere Tor. In dieser Phase wirkten die Gäste eher wie ein begossener Pudel. Diese 2:0-Führung war nach dem ersten Spieldrittel dann auch eher schmeichelhaft, wenngleich sich auch die Gäste einige Chancen erspielen konnten.

[AD_MRECT]Mit Beginn des zweiten Drittels kamen die Düsseldorfer dann etwas besser ins Spiel und erspielten sich mehrere gute Möglichkeiten. In der 24. Minute wurden die Bemühungen durch den 1:2-Anschlusstreffer von Niki Mondt belohnt. Die Gäste tankten Selbstvertrauen und trauten sich nun immer mehr zu. Allerdings waren es die Wild Wings, die durch Morten Green den nächsten Treffer verbuchen konnten. Vier Minuten später musste Nick Johnson für die Schwäne auf die Strafbank. Diese numerische Überzahl nutzte dann Daniel Fischbuch zum erneuten Anschlusstreffer.  In der Folge brannte es dann mehrfach lichterloh vor dem Düsseldorfer Kasten. Nicht nur, weil Calovi bei den Gästen auf der Strafbank saß. Einen Treffer konnten die Wild Wings aber erst wieder in der 36. Minute erzielen, als erneut ein Düsseldorfer, Marc-Anthony Zanetti, auf der Strafbank weilte. Doch geschlagen gaben sich die Gäste damit nicht. Erneut in Überzahl stellte Andrew Hotham wieder den knappen Abstand her. Dieses 4:3 war dann auch der Pausenstand.

Im Schlussabschnitt entwickelte sich ein munteres Spiel auf beide Tore. Elias Granath hatte in der 46. Minute das Glück und traf zur 5:3-Führung für die Wild Wings. Nun schien es so, als würde da nichts mehr anbrennen können. Doch als Dominik Draxelberger mit seinem ersten DEL-Treffer wiederum auf ein Tor verkürzte, wurde die Partie nochmal richtig spannend. Die Emotionen kochten hoch, besonders als Johnson einen Schiedsrichter derart anging, dass er dafür eine Disziplinarstrafe erhielt und duschen gehen musste. Düsseldorf probierte es dann noch mit sechs Feldspielern, doch es blieb beim knappen 5:4-Sieg für die Schwenninger Wild Wings. Das letzte Aufgebot der DEG hat sich dabei sehr gut verkauft.