Ein Sieger, zwei VerliererAugsburg - Düsseldorf 3:4 n.P.

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„Ich habe mich nach einem Sieg noch nie so schlecht gefühlt“, gab DEG-Coach Jeff Tomlinson zu. „Einerseits bin ich zwar froh, dass wir das Spiel gewonnen haben, aber andererseits auch sehr enttäuscht darüber, dass wir den sechsten Platz nicht erreichen konnten.“ Auch Larry Mitchell gestand: „Natürlich hätten wir gerne den direkten Einzug in die Play-offs geschafft, allerdings war das vor der Saison nicht unser Ziel. Experten hatten uns wieder auf dem 14. Tabellenrang gesehen, von daher: Kompliment an die Mannschaft“, sieht der AEV-Coach das Ergebnis nicht ganz so negativ.

Panther beginnen stark - DEG legt nach

Mit einem späten Treffer hatten sich die Augsburger am vergangenen Freitag in die beste Position für das letzte noch freie Ticket zur direkten Qualifikation zum Play-off-Viertelfinale gebracht. Zwölf Sekunden vor Schluss war Mario Trabucco in Nürnberg das 4:3 gelungen, und mit diesem Rückenwind legten die Hausherren vor 5.113 Zuschauern im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion druckvoll los. Sean O'Connor gelang schon nach 216 Sekunden in Überzahl das 1:0. Doch die Metro Stars arbeiteten sich in die Begegnung, gewannen immer mehr an Stärke und schockten die Lechstädter dann in der 13. Minute mit einem Unterzahltor von Lynn Loyns.

Keine Lust auf Pre-Play-offs

In der Folge wurde die Auseinandersetzung hitziger - beide Mannschaften wollten Platz sechs. Aber die Grenzen des Erlaubten wurden dabei nicht übertreten. Es entstand eine prickelnde Atmosphäre, in der die DEG in zwei psychologisch guten Momenten zuschlug. Erst gelang Patrick Reimer 14 Sekunden vor der zweiten Pause das 2:1, dann erhöhte Ben Gordon 36 Sekunden nach Wiederbeginn auf 3:1. Das Viertelfinale war nah, doch im Überschwang der Gefühle versagte die Konzentration. Ganze 19 Sekunden später konnte John Zeiler bereits verkürzen und nur weitere 107 Sekunden danach glich Seifert zum 3:3 aus.

Die Verlängerung ging torlos zu Ende, so dass es im letzten Spiel der Punkterunde zum Penaltyschießen kam. Dort sorgte Reimer mit seinem Treffer zwar für den Sieg der Metro Stars, aber der bedeutete nur noch Rang sieben für das Team, das nach dem 3:1 bereits wie der Gewinner aussah – zum Schluss entschied die um 15 Tore schlechtere Tordifferenz gegenüber den Straubingern.

Hähne statt Haie

„Wir wollten den leichten Weg ins Viertelfinale nehmen, doch nun müssen wir den harten gehen“, sagte Jeff Tomlinson. Doch das Ziel hat sich nicht geändert: „Wir wollen in die Play-offs“, weiß der Trainer, der lieber die Kölner Haie als Gegner gesehen hätte – stattdessen muss die DEG jetzt an den Roosters vorbei: „Köln wäre vor allem gut für unsere Kasse gewesen, aber sportlich gesehen spielt Iserlohn ähnlich wie die Haie.“ Und immerhin sei es ja auch ein Derby, erkannte der Headcoach, der seinen Düsseldorfern gegen die Sauerländer ganz gute Chancen ausrechnet.

Larry Mitchell bleibt - gleiche Chancen für jedes Team

Auch Larry Mitchell macht sich keine Sorgen hinsichtlich der anstehenden Pre-Play-offs: „Unsere Möglichkeiten sind genauso groß beziehungsweise klein wie die der anderen Mannschaften auch“, fndet der Cheftrainer, der noch ein weiteres Jahr die Panther trainieren wird. „Wir haben sehr viele Gespräche geführt, aber es war eine hektische Zeit. Doch ich war immer zuversichtlich, dass es noch zu einer Vertragsunterzeichnung kommt,“ erklärte Mitchell, der sich über die weitere Zeit beim AEV freut. „Es ist kein Geheimnis, dass ich gerne hier bin. Ich bin sehr glücklich, dass ich auch nächste Saison in Augsburg Trainer sein darf.“ 

Doch bevor der Coach den Blick auf die kommende Spielzeit wirft, steigt am Mittwoch das erste von maximal drei Spielen, wenn die Panther – erneut vor Heimpublikum – auf die Kölner Haie treffen. Deren Derby-Rivale aus Düsseldorf empfängt zeitgleich die Iserlohn Roosters im Rather Dome.


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