Ein Schiri lag doch nicht richtig

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So viel Ärger am Wochenende – und dennoch lagen die Schiedsrichter bei den beiden großen Aufregern in der DEL und in der Oberliga richtig. Zumindest einer von beiden. Denn nach einer erneuten Rückfrage ergabe sich ein Missverständnis, von dem Holger Gerstberger, der Schiedsrichter-Beauftragte der DEL, in unserem ersten Interview ausgegangen ist. "Ich bin bei der Schilderung davon ausgegangen, dass während der angezeigten Strafe ein Spieler der anderen Mannschaft an die Scheibe gelangt ist. Das hatte ich im Gespräch falsch verstanden."

Hockeyweb.de: In Frankfurt zeigte Schiedsrichter Bulanov eine Strafzeit gegen Tobias Wörle an. Sein Teamkollege Thomas Oppenheimer schoss bei der Puckkontrolle, die zum Abpfiff führte, den Puck über die Bande aus dem Spielfeld heraus. Der Schiri erkannte auf weitere zwei Minuten wegen Spielverzögerung. Wie sehen Sie die Situation?

Holger Gerstberger: Leider ist Herrn Bulanov da tatsächlich ein Fehler unterlaufen. Tatsächlich hätte es gegen den Spieler Oppenheimer keine Strafzeit geben dürfen. Das ist in einem Rundschreiben in der Saison 2005/06 so geregelt worden. Wie gesagt, in der Schilderung der Situation gab es ein Missverständnis, so dass ich zunächst von einer anderen Situation ausgegangen bin.

Hockeyweb.de: In Riessersee wurde das Spiel gegen die Hannover Indians in der neunten Minute abgebrochen. Vorher gab es viele Strafzeiten gegen die Niedersachsen – aber eben auch eine zweiminütige Bankstrafe nach der kurzen Rückkehr der Mannschaft auf das Eis.

Holger Gerstberger: Auch hier entsprach diese Entscheidung den Regeln. Geht eine Mannschaft vom Eis, muss sie nach der Aufforderung des Schiedsrichters zurückkehren. Macht sie das nicht, wird das Spiel abgebrochen. Macht sie es, geht es weiter, aber die sich verfehlende Mannschaft erhält zwei Strafminuten wegen Spielverzögerung. Geht die gleiche Mannschaft im gleichen Spiel erneut vom Eis, muss das Spiel abgebrochen werden. (the)