Ein Motzko in Überzahl - Zu viel für Berlin

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Dabei durften sich beide Mannschaften darin probieren und ausgerechnet die Panther hatten eine traumhafte Quote bei numerischer Überzahl. Gefühlte drei Monate konnte sie diesen Vorteil nicht ausnutzen, doch gegen Berlin gelang ihnen dabei fast alles.

Im ersten Drittel egalisierten sich beide Teams auf dem Eis. Selten gab es wirklich gefährliche Szenen vorm gegnerischen Tor, die beste hatte Steve Walker für die Berliner in Überzahl. In der 8.Minute krachte sein abgefälschter Schuss nur gegen den Außenpfosten.

Auch im Mittelabschnitt zunächst das gleiche Bild, Berlin bei fünf gegen fünf gefälliger und kombinationssicherer. Doch spätestens nach einer gespielten halben Stunde ging es deutlich schneller und zielstrebiger zur Sache, was auch mehr Strafzeiten zur Folge hatte. Die Eisbären zunächst im Vorteil, beste Möglichkeiten konnten aber nicht genutzt werden, ein Ian Gordon und manchmal auch das nötige Glück halfen den Panthern.

Gleich die erste Herausstellung gegen die Gäste konnte Joe Motzko nutzen, Bob Wren passte kurz vor dem Tor von rechts auf links, Rob Zepp nicht schnell genug in der anderen Ecke und aus spitzem Winkel flog der Puck ins Netz. Auch der Ausgleich für die Eisbären im Powerplay, nach Protesten der Zuschauer und Spieler des ERC wurde zunächst noch das Bildmaterial studiert. Der Verdacht auf hohen Stock wurde aber nicht bestätigt und der Treffer zählte. Ingolstadt konnte noch vor der zweiten Pause wieder vorlegen, wieder in Überzahl war Jakub Ficenec erfolgreich.

Das Schlussdrittel begann für den ERC mit einer doppelten Überzahl, Sven Felski und Constantin Braun brummten ihre Strafen ab. Und Joe Motzko sorgte innerhalb von 30 Sekunden dafür, dass beide wieder mitspielen durften. Ungewohnt konsequent und auch erfolgreich zogen die Ingolstädter ihr Powerplay durch, ein Motzko dürfte die kommenden Tage noch häufiger erwähnt werden, wenn es im Training der Eisbären um Abwehrarbeit in Unterzahl geht. Kurz nach dem 4:1 für Ingolstadt ein zwei gegen eins Konter der Hausherren, Petr Fical konnte aber nur regelwidrig gestoppt werden, erneutes Powerplay. Dieses und auch die folgenden blieben aber zum Glück für die Eisbären ohne Folgen.

Berlin hätte vor allem im zweiten Drittel die Weichen auf Sieg stellen können, wenn nur ein oder zwei der guten Chancen genutzt worden wären. So jedoch nutzten die Panther ihre Möglichkeiten und gewannen verdient. Bereits am Freitag ist mit der Düsseldorfer EG die nächste Top 3 Mannschaft in der DEL Tabelle zu Gast. Sollte auch hier ein Heimsieg gelingen, wäre das der nächste kleine Schritt der Panther in eine erfolgreichere Hauptrunde.
(DM)

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