Ein Herzschlag-FinaleMünchen setzt sich gegen Köln durch

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Bereits von Beginn an ließen die Red Bulls keinen Zweifel aufkommen, wer diese Partie gewinnen soll. Schon die erste Powerplay-Situation nutzte Münchens Toni Söderholm zur frühen Führung. Die Haie, sichtlich geschockt, hatten größte Probleme, mit dem hohen Tempo der Gastgeber Schritt zu halten. Der nächste Treffer der Red Bulls schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Frank Mauer erledigte diesen postwendend nur wenige Minuten nach dem 1:0. Die Gäste versuchten, durch den Anschlusstreffer von Philipp Gogulla wieder in die Partie zu gelangen. Mads Christensen hatte kurz vor der Drittelpause jedoch etwas dagegen und stellte den alten Abstand wieder her.

Im zweiten Drittel schaltete München mehrere Gänge zurück und gab so den Haien unnötige Räume auf dem Eis sowie ein steigendes Selbstbewusstsein. Dieses nutzte Ryan Jones zum erneuten Anschlusstreffer für die Rheinländer. Das Team von Don Jackson geriet jetzt mehr und mehr ins Schwimmen. Das Spiel nach vorne sowie die Abschlüsse wurden unkonzentrierter: auch eine 5:3-Überzahlsituation blieb ungenutzt. „Wenn sich das mal nicht rächt“, äußerte sich ein Münchner Fan in der Pause.

Es sah zunächst nicht danach aus, ganz im Gegenteil: Dominik Kahun brachte die Red Bulls erneut mit zwei Toren in Führung. Doch München ruhte sich etwas zu sehr auf dieser Führung aus. Andreas Falk und Dragan Umicevic trafen zum Last-Minute-Ausgleich für die Haie. Sollte sich die Mannschaft von „DJ“ Jackson den Sieg noch vom Brot nehmen lassen? Nein, denn im nächsten Atemzug brachte Franky Mauer den Puck erneut im Tor von Gustaf Wesslau unter. Ist das bitter für die Haie, die heute grandios gekämpft haben, und nun doch leer ausgehen. „Uns ist am Ende des Spiels trotz des Tores die Kraft ausgegangen. Trotzdem Gratulation an Don und sein Team. Sie haben die Serie verdient gewonnen“, so Haie-Coach Cory Clouston. „Wir sind Profis und haben schon viel erlebt, aber heute – das war einfach unbeschreiblich. Die Freude folgte auf den Schock. Ich bin wahnsinnig froh und glücklich für die ganze Mannschaft“, so Red-Bulls-Coach Don Jackson.

Die Red Bulls München stehen damit zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte in einem Play-off-Finale um die Deutsche Meisterschaft. „So ein Sieg ist natürlich einzigartig. Ich habe es zuerst gar nicht realisiert, erst als es in der Halle laut wurde“, so Mads Christensen.

„Auch wenn ich ähnliches schon in der letzten Saison mit Mannheim erleben durfte, aber sowas, was heute passiert ist, ist einfach abgefahren“, so Siegtorschütze Frank Mauer.

Tore: 1:0 (3:13) Jason Jaffray (Toni Söderholm/5-4), 2:0 (8:06) Frank Mauer (Dominik Kahun, Mads Christensen), 2:1 (9:36) Philip Gogulla (Shawn Lalonde, Patrick Hager), 3:1 (11:30) Mads Christensen (Jeremy Dehner, Michael Wolf/5-4), 3:2 (22:49) Ryan Jones (Fredrik Eriksson, Patrick Hager/5-4), 4:2 (43:00) Dominik Kahun (Frank Mauer), 4:3 (48:56) Andreas Falk (Dragan Umicevic), 4:4 (59:26) Dragan Umicevic (Ryan Jones, Fredrik Eriksson/5-4), 5:4 (59:37) Frank Mauer (Mads Christensen). Strafen: München 10, Köln 14. Zuschauer: 6142.

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