Ein Hauch von Historie weht durch die SAP-Arena

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Adler Mannheim gegen Kölner Haie, ewig junges Duell zweier Erzfeinde auf dem Eis, früher ein Garant für emotionale, kampfbetonte und spannende Spiele. Das Match gestern Abend passte ansatzweise in diese Linie und 11.675 Zuschauer bildeten einen würdigen Rahmen dazu. Speziell die manchmal äußerst kreative Fangemeinde auf den Stehplätzen sei hier hervor gehoben, welche die Arena zum Auftakt in ein rot weiß blaues Farbenmeer verwandelte.

Die sich in dieser Saison bisher eher zahnlos präsentierenden Haie kamen mit einem 3:2 Sieg aus dem letzten Spiel nach Mannheim, die Adler hatten ihr Auswärtsspiel ebenfalls gewonnen und beide Mannschaften wollten natürlich mit einem zweiten Sieg das Wochenende abrunden.

Die Adler, die ohne vier Stammkräfte ( Butenschön, Methot, Papineau, Klinge ) antreten mussten, taten sich schwer. Köln trat kompakt, konzentriert und aggressiv auf. Die Adler versuchten sich ins Spiel zu kämpfen, produzierten dabei einige Fehler im Passspiel und Spielaufbau. Einen dieser Fehler nutzten die Haie in der 5. Minute. Lüdemann spielte mit einer sehenswerten Einzelleistung Mannheims Abwehr aus, der allein vor dem Tor stehende

Fauser hatte keine Mühe Lüdemanns Pass zum 1:0 zu verwerten. Die Adler versuchten weiterhin ins Spiel zu finden, schossen viel aufs Tor, jedoch waren die Schüsse qualitativ nicht so, dass sie dem Kölner Torhüter Wade Dubielewicz Probleme bereiteten. Der direkte Zug zum Tor war Mangelware bei den Adlern. Gefährlichkeit ging nur in Überzahl von ihnen aus, jedoch auch hier mit einigen Ungenauigkeiten im Passspiel. Einen solchen ungenauen Pass erwischte Ullmann auf Kölner Seite und eröffnete mit seinem Konter ein Privatduell mit seinem ersten von drei Alleingängen am heutigen Abend gegen Freddy Brathwaite, dass der erneut stark haltende Mannheimer Goalie mit 3:0 für sich entschied.

Auch im zweiten Drittel änderte sich erst einmal nichts an diesem Spiel. Die Haie hatten Mannheim im Griff, erhöhten in der 28. Minute sogar auf 2:0. Ratlosigkeit machte sich breit. In der 36. Minute fasste sich dann Mannheims Neuzugang Michael Glumac, der ein unauffälliges aber sehr effektives Spiel zeigte, ein Herz, zog direkt zum Tor und hob im Fallen den Puck mit der Rückhand unter die Latte zum 1:2. Dieses Tor beflügelte die Adler deutlich, leider nur bis zur Drittelpause. Köln begann druckvoll und erst zwei Strafzeiten gegen Köln brachten die Wende und den Adlern die zweite Luft. Die erste Überzahlmöglichkeit nutzte Periard nach feinem Pass des heute stark aufspielenden Scott King zum 2:2 in der 50. , das 3:2 in der Zweiten erzielte King selbst ( 56. Minute ). In den letzten vier Minuten hatten die sichtlich enttäuschten Kölner nichts mehr zuzusetzen, die Adler hatten das Spiel gedreht und gewonnen.

Zu sagen bleibt,

  • dass Köln in Mannheim deutlich besser spielte, als es ihr Tabellenplatz vermuten lässt.

  • dass Mario Scalzo heute mit seinem unermüdlichen Einsatz die Spielposition eines „Stürmeidigers“ kreiert hat.

  • dass Mannheim wieder eine Mannschaft hat, wenn auch noch mit Licht und Schatten

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DEL Hauptrunde Gruppe

Dienstag 13.04.2021
Augsburger Panther Augsburg
1 : 7
Düsseldorfer EG Düsseldorf
Krefeld Pinguine Krefeld
0 : 1
Adler Mannheim Mannheim
Fischtown Pinguins Bremerhaven
5 : 2
ERC Ingolstadt Ingolstadt
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
5 : 1
EHC Red Bull München München
Iserlohn Roosters Iserlohn
3 : 2
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
Mittwoch 14.04.2021
Eisbären Berlin Berlin
- : -
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
Kölner Haie Köln
- : -
Straubing Tigers Straubing
Donnerstag 15.04.2021
ERC Ingolstadt Ingolstadt
- : -
Iserlohn Roosters Iserlohn
Freitag 16.04.2021
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
- : -
Krefeld Pinguine Krefeld
Eisbären Berlin Berlin
- : -
Adler Mannheim Mannheim
ERC Ingolstadt Ingolstadt
- : -
Fischtown Pinguins Bremerhaven
EHC Red Bull München München
- : -
Iserlohn Roosters Iserlohn
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
- : -
Kölner Haie Köln
Straubing Tigers Straubing
- : -
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
Düsseldorfer EG Düsseldorf
- : -
Augsburger Panther Augsburg