Ein harter Weg für Daniel Kreutzer

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Herzlich umarmte Axel Kammerer am Samstag Abend Daniel Kreutzer. Möchtest Du nicht zu uns kommen? Einen wie Dich können wir hier gut gebrauchen , flachste der Trainer des Eishockey-Klubs EC Bad Tölz. Natürlich wird der Kapitän der Düsseldorfer EG nicht an die Isar wechseln, doch selbst zu Scherzen ist Kreutzer zur Zeit nur bedingt aufgelegt.

Jahrelang war er der unangefochtene Sturmführer der DEG, bis ihn im Sommer 2007 das Pfeiffersche Drüsenfieber heimsuchte. Kreutzer fiel lange aus, verlor an Physis und musste sich ganz langsam wieder heranarbeiten. Für dieses Jahr plante er einen neuen Angriff, freute sich auf die Aufgabe, den ersten Sturm nach den Abgängen von Tore Vikingstad und Klaus Kathan mit zwei neuen Nebenleuten zu führen. Dann kam die Sperre durch den Deutschen Eishockey Bund (DEB) wegen eines formellen Fehlers, den die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) als Meldeverstoß auslegte. Die Sperre ist zwar inzwischen aufgehoben, doch nach vier verpassten Testspielen hat Trainer Harold Kreis nur noch in der dritten Reihe Verwendung für den 28-Jährigen.  Daniel kann nur rechts spielen. Also müsste ich Patrick Reimer herausnehmen, der aber mit Rob Collins ein tolles Tandem bildet. Nein, die Reihe funktioniert und ich sehe keinen Grund, sie zu ändern , so Kreis, der sich beinahe verständnislos zeigt, dass ihm diese Frage überhaupt gestellt wurde.

Nach außen hin wirkt Daniel Kreutzer gelassen. Warum auch nicht? Er ist Pokalsieger geworden, führt eine glückliche Ehe, ist stolzer Papa und besitzt bei der DEG noch einen Vertrag bis 2010.  Aber Kreutzer ist keiner, der sich auf so etwas ausruht, er ist ehrgeizig, hat noch Ziele und wird seinen Platz nicht kampflos räumen. Die jetzige Situation ist sicherlich nicht die, die ich mir vorgestellt habe. Mein Anspruch ist ein anderer, aber momentan hat der Trainer die Argumente auf seiner Seite.

Während Daniel Kreutzer im Spiel beim SC Riessersee an der Seite von Brad Tutschek und Evan Kaufmann, dem er den Treffer zum 4:1 auflegte, stürmte, blieb der Königsangriff mit Adam Courchaine, Rob Collins und Patrick Reimer auch im sechsten Spiel unter Harold Kreis unverändert. Was aber für Reimer kein Ruhekissen bedeutet. Die Saison ist sehr lang, da ist niemand auf ewig gesetzt. Bei schwacher Leistung macht der Trainer keine Kompromisse , erklärt der 25-Jährige, der daher auch Kollege Kreutzer nicht abschreibt: Daniel ist ein Kämpfer und Beisser. Der wird wiederkommen.

Thomas Schulz - Foto by City-Press