Ein großer Tag für die EisbärenClaude Giroux und Danny Briere in Berlin

v.l. André Rankel, Claude Giroux, Danny Briere, Peter John Lee und Don Jackson - Foto: Dagmar Kielhornv.l. André Rankel, Claude Giroux, Danny Briere, Peter John Lee und Don Jackson - Foto: Dagmar Kielhorn
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„Wir hatten einen schönen Tag bisher in Berlin. Das Training hat Spaß gemacht. Es war auch toll, die ganzen Spieler kennenzulernen.“, war das Resümee von Briere, Claude Giroux fügte hinzu: „Wir wollten endlich Hockey spielen. Auch deshalb sind wir hier!“

Wenn man die beiden Spieler betrachtet könnte man meinen, dass es sich um zwei Jungs handelt, die ihr Glück in Europa versuchen wollen, um mit Eishockey Geld zu verdienen. Dabei sind sie echte Stars, sehen ihre Zeit die sie während des NHL-Lockouts in Deutschland verbringen eher als Unbezahlbar an. Unbezahlbar im Sinne der Erfahrungen die sie sammeln wollen. Finanziell wären sie für die Eisbären unbezahlbar. Die die beiden verdienen in der NHL Spitzengehälter. Briere 6,5 Millionen Dollar, Giroux 3,75 Millionen Dollar jährlich. Da würde sicher schon die Versicherungssumme das Budget der Eisbären sprengen. Allerdings sind die Spieler weiter in Nordamerika versichert, wie Manager Lee sagte. Was sie nun letztendlich verdienen, wird wohl spekulativ bleiben. Es liegt aber noch innerhalb des Etats. „Wir sind ja immer mit den Ausländerlizenzen sparsam und durch den unverhofften Abgang von Verteidiger Nick Angel wenige Wochen vor Saisonstart war auch noch finanzieller Spielraum da.“, so Lee.

„Einen Verteidiger würden die Eisbären wohl eher brauchen als zwei Stürmer!“, war es oft nach der Verpflichtung von Briere und Giroux zu hören. In der Tat fehlt es den Berlinern nach den Abgängen von Richie Regehr und Nick Angell an Qualität im Powerplay an der blauen Linie. „Ich habe mit den beiden heute nach dem Training über die Defensive gesprochen. Claude (Giroux) fragte mich gleich, ob er auch Powerplay spielen darf. Ich ziehe es in Erwägung!“, sagte ein sichtlich gut aufgelegter Eisbären-Coach Don Jackson, wohl mit der schon oft geäusserten Kritik über die Verteidigung im Hinterkopf. Weiter entgegnete er lächelnd: „Danny (Briere) hat sich unser Spiel in Nürnberg übers Internet auf dem Handy angeschaut. Er hat mir schon Taktik-Ratschläge gegeben!“

In Berlin trifft Claude Giroux sogar auf einen alten Bekannten. „Ich hatte im Alter zwischen 10 und 14 Jahren oft gegen Mark Katic gespielt. Wir waren jeweils immer die besten unseres Teams. Und wenn wir aufeinander trafen, dann hatten wir immer Ärger auf dem Eis miteinander.“, erinnerte sich der 24-Jährige. „Da war das Wiedersehen heute doch recht lustig!“. Danny Briere spielte bereits mit Ex-Eisbär Denis Pederson in Phönix zusammen. Ab Freitag in Berlin wird Eisbären-Kapitän André Rankel die Reihe mit den beiden NHL-Stars komplettieren. Dass die drei sich gut verstehen, zeigte sich Abseits des Medienrummels.

Mit einem „Ich liebe Eisbären.“, versuchte Giroux seine ersten aufgeschnappten deutschen Worte zu einem Satz zusammenzufügen. Rankel stimmte dem zu, gab ihm aber noch weitere, bei den Berlinern geläufige Sätze, mit auf dem Weg. Nicht nur der berühmte Satz des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy: „Ich bin ein Berliner!“, sondern auch die bekannten Worte „Einmal ein Eisbär, immer ein Eisbär!“ werden wohl jetzt öfter angefragt.

Wie lange Giroux und Briere Berliner bleiben, ist nicht abzusehen. Entsprechend läuft nun die Marketingmaschine auf Hochtouren. Nicht nur das die beiden mit Eisbären-Basecap auf dem Pressepodium saßen, auch die Trikots wurden präsentiert und gleich angepasst. Vor allem das Trikot von Giroux könnte ein Verkaufsschlager werden. Schon in der NHL war sein Trikot das populärste und ging wie „warme Semmeln“ über die Ladentische. Ein weiteres Indiz dafür ist sein Konterfei, das auf dem Videospiel „NHL13“ prangert. Scheint so, als hätte jetzt die Marketing- und Merchandisign-Abteilung der Eisbären schlaflose Nächte. Und die beiden NHL-Stars sicher noch viel Spaß in Berlin. Dann werden es „große Wochen“ für die Eisbären.


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