Ein Arbeitssieg, mehr nicht

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Arbeitssieg nennt man das wohl, was den Pinguinen gegen das Schlusslicht gelang. Positiv aus Krefelder Sicht, dass sich die Schwarz-Gelben immerhin von der bösen 3:8-Schlappe in Iserlohn erholt zeigten.

Den wenigen Zuschauern wurde schon in den ersten Minuten einiges geboten. Nach ganzen vier Sekunden sprach der Unparteiische die erste Strafe gegen den Duisburger Stürmer Igor Alexandrow aus. Doch die Krefelder, deren Bandenchef Jiri Ehrenberger nur fünf Verteidiger und neun Stürmer aufs Eis brachte, waren wohl in Gedanken noch in der Kabine. Außer einer Chance durch den abgefälschten Schuss von Patrick Hager spielte sich überhaupt nichts ab. Ganz anders das abgeschlagene Schlusslicht aus der Nachbarstadt. Nachdem Michail Koschewnikow sich wunderbar durchtankte, dann aber letztlich hängenblieb, war es Adam Courchaine, der Reto Pavoni im Krefelder Kasten mit einem Schlagschuss prüfte, dann seinen Bauerntrick nicht vollenden konnte und erst bei der dritten Chance innerhalb weniger(!) Sekunden erfolgreich war. Auch danach hatte der Füchse-Angreifer noch eine Chance, scheiterte aber an Pavoni. Krefeld nutzte die zweite Powerplay-Situation durch eine kluge Aktion der “Hansons” im schwarz-gelben Dress, Ryan Ramsay und Brian Maloney. Fortan spielten nur noch die Pinguine, die wieder an ihre alte Form und Schwäche knüpften, was im Klartext bedeutet “viele Chancen, wenig Tore”. Zweimal hatte Kapitän Herberts Vasiljevs die Chance, für die Führung zu sorgen, einmal scheiterte der aufgerückte Daniel Kunce an Keeper Robert Müller, und zu schlechter Letzt traf Boris Blank nur den Pfosten.

Das Mitteldrittel bot zunächst wenig Eishockey. Für das Aufwachen der Gastgeber sorgte der gute Füchse-Stürmer Courchaine, der mit einem Direktschuss die erneute Führung erzielte. Die Pinguine glichen aus, als Daniel Pietta irgendwie seinen Schläger dazwischenhielt und Müller somit keine Chance hatte. Erneut waren die Hausherren optisch besser, Blank traf in der 27. Minute wieder den Pfosten, aber Sekunden später zwang Daniel Tkaczuk mit seinem Solo (die Pinguin-Verteidigung war viel zu weit aufgerückt) Pavoni zu einer glänzenden Aktion. Spannend wurde dieser mäßige Abschnitt in der Schlussphase: Ramsay war zweimal Sieger gegen den überragenden Müller, ehe der Ex-Krefelder Raymond DiLauro mit einem katastrophalen Fehler Blank bediente. Dieser ließ sich nicht lange bitten und verlud Müller zum 3:2.

Die letzten 20 Minuten verliefen zähflüssig. Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware, wenngleich Krefeld nach wie vor mehr vom Spiel hatte. Vasiljevs verpasste nach gutem Zuspiel vom heute dezent spielenden Alexander Seliwanow die Vorentscheidung, und Pietta zeigte zuviel Respekt vor Müller, als er mit dem Schuss zu lange zögerte. Was der Nationalkeeper drauf hat, zeigte der gebürtige Rosenheimer im Fuchsbau eindrucksvoll in der 54. Minute. Weder Seliwanow, noch Richard Pavlikovsky oder Dusan Milo kamen trotz guter Möglichkeiten zum Torerfolg. Kunce traf eine Minute später nur Metall, wovon sich.der Schiedsrichter erst durch Videobeschau überzeugen ließ. Mit einem Schuss ins leere Tor war das immer mehr abflauende Match beendet.

Tore: 0:1 (3;06) Courchaine (Liimatainen), 1:1 (10;11) Ramsay (Maloney), 1:2 (23;27) Courchaine (Alexandrow, Koschewnikow), 2:2 (24;57) Pietta (Milo, Pavlikovsky), 3:2 (39;43) Blank, 4:2 (59;59) Loyns. - Zuschauer: 2.861. - Schiedsrichter: Dahle (SCC Berlin). - Strafminuten: Krefeld 12, Duisburg 10.

Foto: City-Press


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