Ehelechner lässt Tigers verzweifelnStraubing – Augsburg 1:2 n.P.

Patrick Ehelechner war der Mann des Spiels. (Foto: Heribert Böckl)Patrick Ehelechner war der Mann des Spiels. (Foto: Heribert Böckl)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Diese Meinung spielgelte sich bei allen Beteiligten wider, denn die Tigers waren wenigstens 40 Minuten das bessere Team.  Damit war es ein Spiel, das sich nahtlos in die Spiele der Tigers dieser Saison einreiht. Straubings Dustin Whitecotton meint: „Das war die gleiche Geschichte wie fast die ganze Saison. Wir haben stark gespielt, waren stark in der Defensive, haben nur ein Tor kassiert. Aber trotzdem haben wir nur einen Punkt gemacht. Wir hatten viele Schüsse, auch das Überzahl war gut, aber Ehelechner war heute ganz stark.“

Es war ein Auftakt wie er schneller kaum sein kann, denn beide Teams begannen mit sehr hoher Geschwindigkeit. Die Gäste kamen zwar läuferisch mit, doch die Schüsse kamen zumeist von den Niederbayern. Auch bei einer schwäbischen Überzahl, als man fast die gesamten zwei Minuten im Drittel des Team aus dem Gäuboden spielte, konnte man nur selten zum Abschluss kommen. Die beste Chance für Straubing hatte Jungvater Carsen Germyn, als er etwa auf Höhe der Mittellinie ansetzte und den ein oder anderen Panther rumkurvte. Letztlich aber auch an Ehelechner scheiterte. Augsburgs Keeper sagt: „Wir haben nicht so gut in unser Spiel gefunden. Straubing war die ersten 40 Minuten präsenter als wir. Wir haben aber vor allem in Unterzahl in der Verteidigung einen guten Job gemacht und ich habe versucht, die Mannschaft im Spiel zu halten.“ Das ist Ehelechner mit einer Ausnahmeleistung gelungen.

Das erste Tor in dem stimmungsvollen Derby machten dann aber doch die Hausherren. Torschütze war Karl Stewart, der sein Tor so beschreibt: „Es waren harte Zweikämpfe vor dem Tor, die Scheibe sprang zwischen den Leuten und ich bin dann dazwischen gegangen. Und irgendwie war er dann drin.“ Dieses Irgendwie wollten auch die Schiedsrichter nochmal sehen und ließen sich die Szene auf dem Videorekorder vorspielen. Stewart meint weiter: „Wir hatten einige Chancen heute, aber unser Problem ist tatsächlich das Toreerzielen.“ Sekunden nach der Führung fuhren die Tigers einen 3:1-Konter. Blaine Down beweist Übersicht und passt zurück auf den nachrückenden Calvin Elfring. Nun waren die Tigers gar zu viert. Elfing passt zügig weiter auf den völlig frei stehenden Matt Hussey, doch der einstige Torjäger schob die Scheibe mit der Rückhand am ungesicherten Eck vorbei.

Augsburg hatte durchaus auch seine Chance, doch es waren weit weniger. Eine davon hatte zum Beispiel Chad Bassen, als er kurz nach Beginn den zweiten Drittels ein Unterzahlbreak fahren konnte. Im Schlussabschnitt macht es der Ex-Tiger besser und konnte den Ausgleich markieren. Nach dem Tor hatten die Niederbayern wieder ihre berüchtigten fünf Minuten, in denen man das Spiel auch vorzeitig hätte verlieren können. Whitecotten meint dazu: „Ja, wir hatten nach dem Gegentor ein kleines Tief. Wir waren in unserem Drittel unorganisiert, aber dann haben wir uns wieder gefangen und hatten wieder einige Chancen.“

Auch die Verlängerung war von einem Straubinger Übergewicht geprägt, doch ein ums andere Mal packte Ehelechner eine Parade aus und wurde spätestens jetzt zum besten Spieler auf dem Eis. Auch Straubings Franzose Laurent Meunier meinte leicht ratlos: „Das ist enttäuschend. Ich denke, wir hätten den Sieg verdient gehabt und haben gut gespielt. Wir hatten viele Chancen und waren das bessere Team. Aber ihr Torwart spielte einfach großartig. Ihre Verteidigung war insgesamt  gut.“

Nach dem Spiel hämmerte Loreens „Euphoria“ durch die Kabine der Gäste. Als mit Peter Flache ein anderer Ex-Tiger rauskommt, meint dieser: „Ein wichtiger Sieg.“ Direkt nach dem Spiel fuhren die Fuggerstädter in die Kurve zu den mitgereisten Fans. Flache meint dazu: „Das fühlt sich großartig an.“ Patrick Ehelechner berichtet über die Stimmung: „Das ist immer toll, hier zu spielen. Hier ist die Stimmung immer super, fast wie bei uns in Augsburg. Mich freut es für unser Fans, dass sich die Reise gelohnt hat, die waren heute spitze.“ Nach dem Sieg ist Augsburg schon fast in den Pre-Play-offs. Peter Flache blickt voraus: „Wir wollen jetzt den siebten Platz halten. Wir haben noch ein Derby mit Ingolstadt und spielen gegen Iserlohn, da wollen wir sechs Punkte machen.“ Ehelechner meint: „Es war heute schon wie Play-offs, aber da wollen wir unbedingt hin. Ich glaube, wir haben heute einen großen Schritt in diese Richtung gemacht.“

Die Straubinger versuchen, Positives zu finden, so meinte Whitecotton: „Das gute nach dem Spieltag ist, dass wir immer noch dicht an Platz 10 sind.“ Und Meunier sagt: „Wir müssen eine gute Trainingswoche hinlegen und in Hannover einfach wieder nach vorne Spielen und Druck aufs Tor machen.“

Tore:
1:0 37:22 Karl Stewart (René Röthke, Laurent Meunier)
1:1 47:04 Chad Bassen (J.D. Forrest)
1:2 65:00 Chad Bassen

Strafen: Straubing 10; Augsburg 16
SR: Christian Oswald, Daniel Piechaczek; LR: Christian Höck, Pascal Kretschmer
Zuschauer: 5.119

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DEL Hauptrunde

Mittwoch 11.12.2019
Krefeld Pinguine Krefeld
2 : 3
Fischtown Pinguins Bremerhaven
Donnerstag 12.12.2019
Eisbären Berlin Berlin
- : -
Düsseldorfer EG Düsseldorf
Freitag 13.12.2019
Adler Mannheim Mannheim
- : -
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
ERC Ingolstadt Ingolstadt
- : -
Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg
Augsburger Panther Augsburg
- : -
Kölner Haie Köln
Iserlohn Roosters Iserlohn
- : -
EHC Red Bull München München
Straubing Tigers Straubing
- : -
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
Sonntag 15.12.2019
EHC Red Bull München München
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Adler Mannheim Mannheim
Kölner Haie Köln
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ERC Ingolstadt Ingolstadt
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
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Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg
Fischtown Pinguins Bremerhaven
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Iserlohn Roosters Iserlohn
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
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Eisbären Berlin Berlin
Krefeld Pinguine Krefeld
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