Ehelechner: "Endlich bei den Großen"

Penguins wollen EhelechnerPenguins wollen Ehelechner
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Zwei Nationalspieler. Die Spieler des EV Duisburg haben es in die Notizblöcke von Bundestrainer Uwe Krupp geschafft. Toni Bader gewann mit der Nationalmannschaft sogar die B-WM, schaffte den direkten Wiederaufstieg in die Königsklasse. Und nun auch Patrick Ehelechner. Der 21-jährige Torhüter wurde zum Sommerlehrgang des Deutschen Eishockey-Bundes vom 17. bis zum 21. Juli als einer von fünf Goalies in Füssen eingeladen. Die NRZ sprach mit dem jungen „Keeper“ der Füchse.

NRZ: Wie haben Sie von Ihrer Nominierung erfahren. Waren Sie sehr überrascht?

Patrick Ehelechner: Ernst Höfner aus dem Trainerstab des DEB hatte mir schon vor ein paar Tagen gesagt, dass ich dabei bin, vorgestern kam dann die Post mit der Einladung. Es ist eine große Ehre für mich. Ob es eine Überraschung ist, weiß ich nicht. Ich war ja in allen Nachwuchsnationalmannschaften von der U16 bis zur U20 dabei. Daher hatte ich immer gehofft, dass es einmal klappen würde. Es ist in jedem Fall etwas Besonderes für mich – denn jetzt bin ich zum ersten Mal bei den Großen dabei. Während des Lehrgangs werden wir vor allem Fitnesstests auf dem Eis und Krafttraining machen. Vor der Saison dient der Lehrgang auch dazu, Kontakt mit den Spielern und den Trainern zu halten.

NRZ: Es halten sich die Gerüchte, dass Sie noch einmal eine Chance in Nordamerika bekommen. Sie sind ja von den San Jose Sharks gedraftet . . .

Ehelechner: Es gab während der Sommerpause Kontakt, was mich auch freut, aber mehr kann ich dazu nicht sagen. Jedenfalls suchen die Sharks noch Torhüter für ihre Organisation, also auch für das Farmteam in der AHL. Allerdings habe ich einen Vertrag in Duisburg, und ich gehe davon aus, dass ich ihn erfüllen werde. Aber wer weiß schon, was passiert.

NRZ: Nach der Verletzung von Christian Rohde wurde mit Levente Szuper ein weiterer Torhüter verpflichtet. Wie sehen Sie ihre Situation beim EVD und die der Füchse in der Liga?

Ehelechner: Ich erwarte einen gesunden Konkurrenzkampf. So ist das nun einmal im Profisport. Ein Torhüter, der nicht spielen will, ist im falschen Geschäft. Aber letztlich ist es eine Entscheidung des Trainers, wer aufgestellt wird. Wer besser trainiert, der soll auch spielen. Als jüngster der drei Goalies fühle ich mich in der Lauerposition ganz gut. Als Team gehören wir aufgrund des Etats vielleicht noch zu den Underdogs, aber das ist die erste Saison, in der zehn Mannschaften die Play-offs erreichen. Das muss unser Ziel sein – und die Favoriten zu ärgern. Wenn wir mit so viel Herz und Leidenschaft wie zum Ende der vergangenen Saison auftreten, dann schaffen wir das auch. (the / Foto: City-Press)

(Quelle: Neue Ruhr Zeitung)