EHC Red Bull München siegt im Duell mit Augsburg0:3-Rückstand – Spiel gedreht – Derby gewonnen

Konrad Abeltshauser erzielte den Siegtreffer für den EHC Red Bull München. (Foto: GEPA pictures/EHC Red Bull München/Andreas Gebert)Konrad Abeltshauser erzielte den Siegtreffer für den EHC Red Bull München. (Foto: GEPA pictures/EHC Red Bull München/Andreas Gebert)
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Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams endete mit einem deutlichen Sieg für die Mannschaft von Don Jackson. Dieses Ergebnis wollten die Panther möglichst schon Donnerstag wieder korrigieren. Lange führten die Gäste auch. Nach 62 Minuten und 16 Sekunden gewannen die Red Bulls mit 5:4 (0:3, 2:0, 2:1, 1:0) in der Verlängerung.

Viel sprach im ersten Drittel dafür, das dem so wäre. Von den Red Bulls sah man nämlich in dieser Phase so gut wie gar nichts. Der Spielaufbau war de facto nicht bzw. nur kaum vorhanden, Bewegungen in Richtung Augsburger Tor waren Mangelware. In der Defensive sah es nicht viel besser aus: Checks wurden kaum gesetzt, die Red Bulls standen viel zu weit vom Gegner weg und ließen die Gäste im eigenen Drittel mehr oder weniger gewähren. Die Gäste aus Augsburg hätten durchaus auch höher in Führung liegen können. „Augsburg hat zu dem Zeitpunkt wichtige Tore gemacht. Sie hatten die Möglichkeit, die Scheibe lange im Offensivdrittel zu halten“, so Red-Bulls-Coach Don Jackson.

Im zweiten Drittel ging es zunächst ähnlich weiter: sowohl für die Gäste als auch für die Gastgeber, die immer noch Geschenke verteilten. Erst in der 36. Minute sorgte Philipp Gogulla mit dem 1:3 für ein Erfolgserlebnis zu Gunsten der Red Bulls. Nur zwei Minuten später brachte Yannick Seidenberg die Gastgeber sogar wieder ins Spiel.

Spannung für das dritte Drittel war somit ausreichend vorhanden. Die Red Bulls schienen wieder in die Spur gefunden zu haben. Die Körpersprache und die Spielanlagen waren mit denen aus dem ersten Drittel kaum mehr zu vergleichen. Eine Powerplay-Situation stellte für die Gäste wieder eine zwei-Tore-Führung her, jedoch besonnte sich München jetzt wieder auf ihre Stärken und kamen sogar noch zum Ausgleich, den viele Fans schon nicht mehr für möglich hielten. Die Stimmung in der mit 4780 Zuschauern gut gefüllten Olympia Eishalle war auf dem Siedepunkt, während sich die Gästefans wohl fragten, was mit ihrem Team passiert sein mag, denn jetzt waren es die Red Bulls, die die Initiative ergriffen und den Führungstreffer forcierten. „Wir haben uns nicht abbringen lassen und haben uns nochmal zurückgekämpft“, so Kony Abeltshauser. In der regulären Spielzeit fiel dieser jedoch nicht mehr, sodass es für München beim zweiten Heimspiel in Folge über mehr als 60 Minuten ging. In der Verlängerung schwang sich dann Kony Abeltshauser zum Matchwinner auf und entschied dieses Derby noch zu Gunsten der Red Bulls nach einem 0:3 Rückstand.

Augsburgs Coach Tray Tuomie schien sichtlich enttäuscht: „Das war unterhaltsam für die Zuschauer. Eine 3:0 Führung aus der Hand zu geben, tut sehr weh. Wir haben über 60 Minuten gut gespielt. München hat oft gezeigt, dass sie zurückkommen können und das haben sie wieder gezeigt. Für uns ist jeder Punkt wichtig.“

Red Bulls Coach Don Jackson gab sich durchaus zufrieden: „Das war ein schweres Spiel, aber ich bin stolz auf das Comeback der Mannschaft.“

Siegtorschütze Kony Abeltshauser : „Es gibt noch einiges zum Verbessern, aber auch einiges, was wir gut gemacht haben. Wir sind froh über die zwei Punkte, die wir geholt haben.“

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