EHC Red Bull München schlägt die DEG nach VerlängerungZwei Punkte zum 20. Geburtstag

Später Jubel beim EHC Red Bull München im Spiel gegen die Düsseldorfer EG. (Foto: GEPA pictures/ Markus Fischer)Später Jubel beim EHC Red Bull München im Spiel gegen die Düsseldorfer EG. (Foto: GEPA pictures/ Markus Fischer)
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Dort trafen sie am 19. Januar 2011 zum ersten Mal auf die damaligen DEG Metro Stars. Sieben Jahre nach dem ersten Aufeinandertreffen standen sich die beiden Teams wieder gegenüber. Seitdem haben die Mannschaften jeweils einmal die Vereinsnamen gewechselt und spektakuläre Momente sowie Augenblicke des Zitterns erlebt. Daraus gingen sowohl München als auch Düsseldorf aber gestärkt hervor. Der aktuelle Meiste gewann mit 5:4 (1:1, 2:3, 1:0, 1:0) nach Verlängerung.

Besonders gestärkt trat am Freitag die Mannschaft von Mike Pellegrims auf, die beinahe durchgehend das Spiel bestimmte. Die Red Bulls liefen im wahrsten Sinne nur hinterher und konnten meist nur auf die Aktionen der DEG reagieren. So war das 1:1 zur ersten Drittelpause schon fast schmeichelhaft. „Düsseldorf hat uns heute Schwächen aufgezeigt, die sonst untypisch sind für uns. Sie haben uns zu vielen Fehlern gezwungen“, so Frank Mauer.

Düsseldorf machte das sehr geschickt und nutzte die zum Teil haarsträubenden Fehler der Gäste, um das Spiel in ihre Bahn zu lenken. Der wohl größte Schwachpunkt der Red Bulls war die Defensive. Halbherzige Pässe folgten auf Verunsicherungen im Aufbauspiel. Die DEG war immer physisch und mental einen Schritt schneller als die Münchner, was sich besonders im Führen von Zweikämpfen sowie der Effektivität ihre Torchancen zeigte. München konnte nur durch wenige individuelle Geniestreiche glänzen, wie beim zwischenzeitlichen Ausgleich durch Aucoin. Nur wenig später schwächten sich die Gastgeber durch eine wiederholte Unbeherrschtheit von Steve Pinizzotto noch zusätzlich. Dieser musste vorzeitig unter die Dusche.

Der Druck der Gastgeber wurde daraufhin noch einmal erhöht, wenn auch ein klarer Gameplan weiterhin nicht zu erkennen war. Düsseldorf war dem Ausbau der Führung deutlich näher als die Red Bulls dem Ausgleich. Wenn sich einmal die Chance für München bot, war Mathias Niederberger im Tor der Gäste stets zu Stelle. Auch Red-Bulls-Coach Don Jackson schien mit zunehmender Spielzeit immer ratloser zu werden. „Wir haben viel zu viele Fehler gemacht heute. Wir wissen, dass wir in Zukunft besser spielen müssen. Düsseldorf hat mit viel Einsatz gespielt und uns das Leben schwer gemacht“, so Jackson.

Umso erstaunlicher, dass sieben Minuten vor Schluss Brooks Macek die Scheibe zum 4:4 doch noch in die Maschen von Niederberger schob. Dieser bescherte den 5640 Zuschauern noch eine Verlängerung. Dort war es erneut Macek, der München noch einen halbwegs versöhnlichen Abend schenkte.

Lange sah es nach einem Sieg der DEG aus. „Wenn man in München vier Tore schießt und trotzdem nur einen Punkt holt, dann ist das sehr frustrierend. Wir hätten mehr mit nach Hause nehmen müssen",“so Gästecoach Mike Pellegrims. München zeigte jedoch, dass sie nach einer zum Teil mäßigen Leistung die Partie noch einmal umbiegen konnten. „Die Mannschaft hat heute wieder einen Weg gefunden, um das Spiel zu gewinnen“, ergänzte Don Jackson.


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