EHC Red Bull München fehlt nur noch ein Sieg zur erneuten Meisterschaft4:2-Sieg am Freitag bei den Eisbären Berlin

Kampf um jeden Zentimeter Eis im DEL-Finale zwischen den Eisbären Berlin und den Red Bulls München. (Foto: GEPA pictures/City-Press)Kampf um jeden Zentimeter Eis im DEL-Finale zwischen den Eisbären Berlin und den Red Bulls München. (Foto: GEPA pictures/City-Press)
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Ein bisschen unwohl war den Eisbären schon vorm ersten Bully. Aberglaube gehört eben dazu in der Meisterrunde. Nicht Bernd Römer spielte wie gewohnt die Nationalhymne in rockigen Tönen vor dem Spiel. Der hatte einen Auftritt in Dresden. Immerhin sieht der Gitarrist von Karat sich selbst als Glücksbringer für die Berliner. Ersetzt wurde er durch den nicht minder bekannten Kollegen Uwe Hassbecker von Silly. Der hatte vorher mit Original-Sänger Dieter „Maschine“ Birr von den Puhdys das legendäre Eisbären-Lied intoniert. Die Halle kochte. Nicht nur wegen der Außentemperaturen von knapp 30 Grad.

Und so ging es von Beginn an heiß zur Sache. Von beiden Teams. Unter den Augen von Bundestrainer Marco Sturm und seinen olympischen Silberhelden, die am Samstag im Berliner Wellblechpalast (17.45 Uhr/Sport1) gegen Frankreich spielen, setzten die Bären München von Beginn an unter Druck. „Wir wissen, dass wir besser spielen müssen. Und wir werden besser spielen“, hatte EHC-Trainer Uwe Krupp nach der klaren Niederlage in München gefordert. Seine Cracks setzten das in die Tat um. Jamie MacQueen ließ die Halle beben – 1:0 (6.). Doch die Bullen von der Isar zeigten, was sie schon in der ganzen Saison auszeichnet – gnadenlose Effizienz. Aus dem Nichts sorgte Maximilian Kastner für das 1:1 (12.).

Kampf. Wille. Leidenschaft. Die Eisbären wollten den Ausgleich in der Serie. Unbedingt. Nach grandioser Vorarbeit von Nick Petersen, der die gesamte Bullen-Abwehr mit einem Pass kaltstellte, vollende Sean Backman zum 2:1 (27.). Das Hauptstadtteam gab weiter Vollgas, nutzte aber auch die allerbesten Chancen nicht. Vor allem bei Überzahl. Wurde brutal bestraft. Cool. Abgezockt. Clever. Diese Attribute trafen alle auf München zu. Jon Matsumoto (35.) und Yannic Seidenberg (39.) mit einem Hammer knapp hinter der blauen Linie drehten die Partie. Schockstarre im Hexenkessel. Die Bären heißkalt. München eiskalt. So kann man das Spiel kurz und knapp zusammenfassen. Der siebenmalige DEL-Meister warf zwar nochmal alles nach vorne. Doch der Titelverteidiger brachte den Sieg abgebrüht nach Hause, erzielte in der 58. Minute durch Dominik Kahun das 4:2 und hat am Sonntag (14.30 Uhr) Matchpuck zur dritten Meisterschaft in Folge.

Andre Rankel, der Eisbären-Kapitän, sagte nach der Partie: „Wir haben über weite Strecken gut gespielt, die Tore zum richtigen Zeitpunkt nicht gemacht. Vor allem bei Überzahl. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, geben aber nicht auf. Wir können mithalten. Das haben wir gezeigt.“

Berlins Coach Uwe Krupp erklärte: „Wir wollen das Spiel nach Berlin zurückholen. Die Scheibe ist nicht durchgerutscht. Wir hatten genug Chancen, um zu gewinnen. So geht das manchmal.“

Münchens Meistertrainer Don Jackson befand: „Wir hatten zu viel Zeit auf der Strafbarkeit verbracht. Unsere Tore waren hart erarbeitet.“

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