Düsseldorfer EG gewinnt gegen den „EC Hollywood“Krefeld sorgt in der DEL für Abwechslung

Düsseldorfs Jerome Flaake (vorne) brachte die DEG im leeren ISS-Dome mit 1:0 in Führung.  (Foto: dpa/picture alliance)Düsseldorfs Jerome Flaake (vorne) brachte die DEG im leeren ISS-Dome mit 1:0 in Führung. (Foto: dpa/picture alliance)
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Glen Hanlon verabschiedete sich am Sonntag als Headcoach. Am Dienstag folgten weitere Bekanntmachungen: „Königstransfer“ Kris Foucault spielt nun für Berlin, Kapitän Torsten Ankert macht es Ex-Pinguin Daniel Pietta gleich und wechselt nach Ingolstadt. Wade Bergman sagt Goodbye (wohl innerhalb der DEL) und auch Colin Smith (nach Schweden). Zuvor schon der Teamstreik beim Aufwärmen im Heimspiel gegen Wolfsburg. Immerhin gibt es etwas zu Plaudern im Eishockeygeschäft.

Beim Magenta-Sport-Cup lieferten sich die „neuen“ Pinguine am Dienstagabend das erste Derby in Düsseldorf ohne Zuschauer. Die DEG gewann das Vorbereitungsspiel knapp mit 2:1. Beide Mannschaften zeigten läuferische Klasse, beim Zusammenspiel aber hakte es noch ein wenig.

Die DEG gestaltete das Match mit leichten Vorteilen im ersten Drittel. Düsseldorfs Trainer Harold Kreis stand zum ersten Mal im Turnier direkt an der Bande. Jonas Johansson im Krefelder Kasten sorgte für Ruhe bei den turbulenten Schwarz-Gelben. Seine Verteidigung bewies Zweikampfstärke. Düsseldorfs Routinier Alexander Barta (4.) schoss an den Pfosten.

Im zweiten Abschnitt war Jerome Flaake (25.) dann erfolgreich. Im Powerplay brauchten die Düsseldorfer nur Sekunden. Frei vor dem Tor sah Flaake die Lücke in der linken unteren Ecke. Vinny Saponari (35.) drückte zehn Minuten später den Puck zum 1:1-Ausgleich über die Linie. Die Hauptschiesdrichter Lasse Kopitz und Aleksi Rantala erkannten den Treffer nach ausgiebiger Videostudie an.

Lange egalisierten die Teams sich gegenseitig auf dem Eis. Ein echter Straßenbahnderby-Leckerbissen war es nicht. In der 56. Minute war Maximilian Kammerer völlig frei vor Johansson, weil Krefeld sich hinter das eigene Tor locken ließ. Der Slot blieb unbesetzt – 2:1 für die Hausherren, was gleichzeitig die Entscheidung bedeutete.

Fazit des Abends: Ohne Zuschauer ist Eishockey nicht mal der halbe Spaß. Das Highlight des Spiels findet für die Pinguine momentan außerhalb der Eisfläche statt. Mal schauen, welch Überraschungen es in Krefeld noch geben wird. Der „EC Hollywood“, wie sich der Club selbst in einer Pressemitteilung nennt, lässt die Fortsetzung der Daily Soap mit dem sehr jungen Geschäftsführer Sergej Saveljev (24) sicher nicht aus.

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