Düsseldorfer EG gewinnt das rheinische Derby und gleicht Serie aus3:2 gegen die Kölner Haie

Die Kölner Haie kamen beim Derby in Düsseldorf ins Straucheln.           (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)Die Kölner Haie kamen beim Derby in Düsseldorf ins Straucheln. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Der PSD Bank Dome war ausverkauft, circa 1.000 Karten gingen in die Domstadt. Passend zum Karneval war auch das Düsseldorfer Prinzenpaar im Stadion und wurde auf der Eisfläche gefeiert. Trotz der Rivalität dieser zwei Städte gab es in einer Drittelpause eine sehenswerte Aktion eines KEC-Fanklubs: Beim letzten Derby in Köln wurde einem jungen DEG-Fan der Schal entwendet, eine Fanbeauftragte überreichte dem Jungen einen DEG-Schal, entschuldigte sich und lud ihn sogar ein, das nächste Derby in der Lanxess-Arena sogar im Haie-Fanblock in DEG-Outfit zu verfolgen.

Geschenke wurden im ersten Drittel definitiv nicht verteilt, es ging zur Sache. Die DEL biegt ein in die entscheidende Saisonphase und die zwei Kontrahenten leisteten ihren Beitrag zu einem rasanten Derby. Die erste, hochkarätige Chance der DEG zu Beginn hatte Philip Gogulla gegen sein Ex-Team, der aber knapp am Gehäuse von Mirko Pantkowski (DEG-Vergangenheit) vorbei schoss. Das Spiel war eröffnet. Auch der KEC präsentierte sich hellwach und generierte selber hochklassige Gelegenheiten, die Henrik Haukeland oft zu spektakulären Paraden zwingen sollten. In einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor der Düsseldorfer nutzte ihm aber sein gutes Stellungsspiel einmal nicht: Der Puck konnte nicht geklärt werden, trudelte vor dem Strafraum herum, Haukeland gab ihm mit seinem Schoner die, für die Haie, entscheidende Richtung zu Nicholas Baptiste. Er nahm die Scheibe aus dem Gewühl auf, behielt die Nerven und die Übersicht, umkurvte noch den liegenden Haukeland und vollstreckte zur 1:0-Gästeführung. Die Landeshauptstädter wirkten keineswegs geschockt, bester Beweis war der 1:1-Ausgleichstreffer in Überzahl durch Torschütze Tobias Eder auf Vorlage des DEG-Topscorers Gogulla und Mikko Kousa. Die KEC-Spieler dachten wahrscheinlich auch, wie viele Fans, ausgerechnet in diesem Derby zündeten die Special Teams. Weil es so schön war und die DEG-Tormusik noch einmal erklingen sollte, dachte sich Eder, er müsse seinen Teil dazu beitragen und hatte sichtlich Spaß am 2:1-Führungstreffer für seine Farben und gleichzeitig dem Drittelpausenergebnis.

Durchatmen war im zweiten Drittel keine Option, die Domstädter waren jetzt etwas besser und noch zielstrebiger. Erfolgreicher in der Torerziellung allerdings nicht, denn Haukeland verhinderte einen Treffer gegen Ex-DEG Spieler Maximilian Kammerer fast einen Meter vor seinem Kasten und auch gegen Jonathan Matsumoto im Eins gegen Zwei brachte er noch seinen Schoner an das Spielgerät. Düsseldorf gelang es nicht, sich permanent in der gegnerischen Zone festzusetzen, sonst war Pantkowski zur Stelle oder die vielbeinige KEC-Abwehr erledigte den Rest. Somit blieb Köln noch im Spiel zur Drittelpause.

Das dritte Drittel sollte noch mal alles bieten, was das Eishockey Herz begehrt. Die Intensität wurde erhöht und es krachte jetzt auch mal öfters, der Trash Talk blieb auch nicht aus. Wirklich bösartig war es aber nie. Eine erneute Überzahl der Gastgeber beendete Alexander Ehl mit dem Treffer zum 3:1-Zwischenstand, er verwertete den Rebound aus dem Slot. Zwei Powerplay Treffer im Derby, sicherlich keine schlechte Ausbeute. Zwei Tore Rückstand somit für den KEC, der sich dann bestimmt das erste Aufeinandertreffen im PSD Bank Dome in Erinnerung rief. Damals führte die DEG eigentlich sicher und unmittelbar vor Spielende auch 3:1 und kassierte dann noch tatsächlich in der regularen Spielzeit den Ausgleich und verlor auch in der Verlängerung. Genau so eine Situation, vielleicht sogar noch besser, sollte sich dann ergeben für Köln. Düsseldorf bekam zwei Strafzeiten zugesprochen, musste also im Drei gegen Fünf agieren und obwohl die Formation engmaschig um das eigene Tor postiert war, konnte Nick Bailen die Hartgummischeibe in die Maschen donnern. Dieser 3:2-Anschlusstreffer ließ den PSD Bank Dome beben, die jeweiligen Fanlager gaben jetzt alles. Dann 02:00 auf dem Videowürfel, ein Pfiff eines Schiedsrichters, eine weitere Strafzeit gegen die DEG. Niemand saß jetzt mehr auf den Sitzplätzen, die Stimmung war auf dem Siedepunkt angelangt. Die Haie agierten in diesem Powerplay im Sechs gegen Vier! Es gab Schüsse, Zweikämpfe, Paraden Haukelands' und die Gastgeber schafften es nicht, den Puck präzise auf das leere Tor des KEC zu schießen. Aber auch die Domstädter sollten keinen weiteren Einschlag mehr verzeichnen.  Fünf, vier, drei, zwei, eins: Schlusssirene und Jubelstürme im rot-gelben Fanblock.

Die Landeshauptsädter zogen mit diesem dreifachen Punktgewinn an den Kölnern vorbei in der Tabelle und sind bis zum nächsten Spieltag vorerst die Nummer Eins am Rhein. Auch die Gäste konnten sich erhobenen Hauptes von ihrem zahlreich-erschienen Anhang verabschieden, es gab Anfeuerungsrufe seitens der KEC-Fangemeinschaft. Aktuell befinden sich die zwei rheinischen Rivalen auf Pre-Play-Off Plätzen, daran können sie am nächsten Spieltag etwas ändern.

Die Düsseldorfer EG begibt sich am Sonntag zum Auswärtsspiel zu den Straubing Tigers, die Kölner Haie schließen den Spieltag ab mit einem Heimspiel gegen die Bietigheim Steelers.         


Die geilste Zeit des Jahres! Alle Playoffspiele der PENNY DEL siehst du LIVE nur bei MagentaSport!   🤩📺🏒

💥 Alle Spiele der Eishockeys WM Live auf SPORTDEUTSCHLAND.TV 👉 zum Turnierpass   🥅
Rückkehr nach zehn Jahren
Larry Mitchell ist neuer Sportdirektor der Augsburger Panther

Der 56-jährige Deutschkanadier hat sich - unabhängig davon, in welcher Liga die Augsburger nächste Saison spielen - für eine Rückkehr in die Fuggerstadt entschieden....

Mindestkapazität bei Arenen entfällt – Aufstieg nun für mehr DEL2-Standorte möglich
DEL und DEL2 verlängern Auf- und Abstiegsregelung bis mindestens 2030

​Die Deutsche Eishockey Liga und die Deutsche Eishockey Liga 2 haben in den vergangenen Wochen intensiv die Modifizierung und Verlängerung des bestehenden Vertrags z...

Bremerhaven gewinnt 4:2 gegen Eisbären Berlin
Ross-Mauermann-Show beim Finalauftaktsieg der Fischtown Pinguins

​Seit 2016 spielen die Fischtown Pinguins Bremerhaven in der Deutschen Eishockey-Liga. Seit 2016 spielt Ross Mauermann für die Norddeutschen. Und nun hat der 33-Jähr...

Stürmer kommt aus Nürnberg
Daniel Schmölz wechselt zum ERC Ingolstadt

​Der erste Neuzugang für die Saison 2024/25 steht fest. Daniel Schmölz verstärkt die Offensive des ERC Ingolstadt. Der 32-Jährige wechselt von den Nürnberg Ice Tiger...

Deutscher Nationalspieler kommt aus der Schweiz
Tobias Fohrler wechselt nach Mannheim

​Die Adler Mannheim können einen weiteren Neuzugang für die Saison 2024/25 vermelden. So kehrt Tobias Fohrler nach Deutschland zurück und wird die kommenden drei Jah...

Spieler des Jahres
Nick Mattinen schließt sich den Toronto Maple Leafs an

​Die Straubing Tigers melden den Abgang von Nicolas Mattinen. Der 26-Jährige unterschrieb einen Vertrag beim NHL-Club Toronto Maple Leafs. Nick Mattinen war in der n...

Erster Neuzugang auf dem Import-Sektor
Iserlohn Roosters holen Brayden Burke aus Finnland

​Die Iserlohn Roosters verpflichten zur kommenden DEL-Saison den Stürmer Brayden Burke. Der 27-jährige Linksschütze spielte in der vergangenen Saison bei Rauman Lukk...

Neffe von Paul und Mark Messier kommt aus Augsburg
Luke Esposito wechselt zu den Adlern Mannheim

​Die Adler Mannheim können den ersten Neuzugang für die kommende Spielzeit präsentieren. So wechselt Luke Esposito von Ligakonkurrent Augsburger Panther nach Mannhei...