Düsseldorf wieder mit maximaler Spielanzahl

Aufholjagd mit Happy-EndAufholjagd mit Happy-End
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Auch das Halbfinale geht für die DEG Metro

Stars über die maximale Spielanzahl. Nach einer Viertelfinalserie von sieben

Partien bestreiten die Düsseldorfer die vorentscheidende Runde über fünf

Begegnungen und treffen auf die Scorpions am kommenden Dienstag, wenn es um den

Einzug gegen den deutschen Meister Eisbären Berlin ins Finale geht. Dass die

Düsseldorfer an diesem Abend bereits ihr elftes Play-off-Spiel und mit

einschließlich drei Verlängerungen bestritten, war ihnen phasenweise deutlich

anzumerken. Trotzdem rissen sie sich in der ersten Verlängerung noch einmal

zusammen und kamen nach x-maligem Nachstochern durch den Ex-Duisburger Adam Courchaine

zu ihrem vierten Treffer.

Im ersten Drittel ließen die Hausherren

keinen Zweifel daran aufkommen, wer Chef im Ring war. Zwar hatten die

Niedersachsen nach wenigen Sekunden schon die Chance zur Führung, doch ab ihrer

ersten Unterzahl begannen die Düsseldorfer, ihre Überlegenheit auszuspielen. So

war es auch nicht verwunderlich, dass ihnen das 1:0 gelang, als Andy Hedlund

auf der Strafbank schmorte und der phasenweise leicht indisponierte Pätzold

einen Schuss des überragenden Brandon Reid nur abprallen ließ. Im Nachschuss

war Shane Joseph erfolgreich. Der Ausgleich fiel, als Adam Mitchell im zweiten

Versuch die Scheibe im Netz unterbrachte. Doch davon ließen sich die Gastgeber

nicht beeindrucken. Mit einem (haltbaren) Weitschuss gingen die Rot-Gelben wieder

in Führung. Ein erneutes kurzes Aufbäumen der Zach-Schützlinge (Mitchell hatte

schon gejubelt) brachte ihnen nichts ein. Im Gegenteil: Als der Puck vor das

Hannoveraner Tor kam und Pätzold sich auf die andere Ecke konzentrierte, hatte

Adam Courchaine viel Zeit, um Torwart und Verteidiger noch aussteigen zu

lassen. Und wenn gut zwei Minuten später Shane Joseph nach wiederum glänzender

Vorarbeit von Reid für das 4:1 gesorgte hätte, wäre vielleicht das Spiel schon

frühzeitig entschieden gewesen.

So kam Hannover im Mitteldrittel noch

einmal zu seinen Chancen, teils mit, teils ohne „freundliche“ Hilfe von

DEG-Goalie Jamie Storr, der, wie Spötter behaupteten, seinem Hannoveraner

Kollegen nicht nachstehen wollte. Beim Anschlusstreffer parierte er jedoch glänzend

gegen Garrett Festerling, gegen einen abgefälschten Schuss war er aber

machtlos. Der Ausgleich war fällig, als Storr einen an und für sich harmlosen

Rückhandschuss in die kurze Ecke passieren lassen musste. Ein paar Minuten

stand DEG-Kapitän mutterseelenallein vor Pätzold, brachte die Scheibe jedoch

nicht unter. In den letzten zehn Minuten des zweiten Abschnitts war Hannover

zwar drückend überlegen, schaffte es jedoch nicht, aus seiner optischen

Dominanz Kapital zu schlagen.

Der Schlussabschnitt begann mit

hochkarätigen Torchancen auf beiden Seiten. In Überzahl verfehlte

Scorpion-Center und Ex-DEG-Akteur Tore Vikingstad das leere Tor, und auf der

anderen Seite setzte Patrick Reimer nach einem Alleingang die Scheibe neben den

Kasten. Schon zuvor ließen Daniel Kreutzer und Marian Bazany in Unterzahl

Möglichkeiten zur erneuten Führung aus. Auch bei Hedlunds Gewaltschuss, diesmal

im Powerplay, hatte Scorpions-Keeper Dmitrij Pätzold das bessere Ende für sich.

Zweimal hatte Courchaine in der Schlussphase die Chance, für die Entscheidung

zu sorgen, doch beide Male blieb Pätzold Sieger, der seine Fehler aus dem

ersten Drittel mehr als ausbügelte.

Noch eine Bemerkung zu den Unparteiischen:

Auch in diesem Match waren ihre Leistungen in Ordnung. Damit verstärkten sie

das positive Erscheinungsbild, was sie sich in den vergangenen

Play-off-Begegnungen erarbeiteten.

(Werner Nieleck)

Tore: 1:0 (3;58) Joseph (Reid, Holzer),

1:1 (8;16) Mitchell (Vikingstad, S. Goc), 2:1 (11;51) Caldwell (Joseph, Reid),

3:1 (14;22) Courchaine (Reid, P. Reimer), 3:2 (24;15) Hlinka (Festerling,

Lambert), 3:3 (27;22) Blank (Boos), 4:3 (66;40) Courchaine (Reid, Joseph). –

Zuschauer: 8.964. – Strafminuten: Düsseldorf 12, Hannover 14. – Schiedsrichter:

Looker (Neuss), Piechaczek (Ottobrunn).

DEL PlayOffs

Montag 22.04.2019
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EHC Red Bull München München
Mittwoch 24.04.2019
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