Düsseldorf schlägt sich selbst

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Die 700 im Sonderzug mitgereisten Ingolstädter Anhänger skandierte freudestrahlend „Auswärtssieg“, während die Spieler der DEG schnell vom Eis schlichen. Die Panther-Stars bedankten sich bei den Fans mit einer Welle für die Unterstützung und den Auswärtscoup im ISS Dome. Denn die Gäste nahmen trotz hoher Überlegenheit der Metro Stars beim 3:1 einen Dreier mit und brachten der DEG die dritte Heimpleite der Saison bei. „Wir haben uns leider selbst geschlagen“, ärgerte sich Manager Lance Nethery nach vielen vergebenen Möglichkeiten. „Wenn man in 125 Minuten nur einen eigenen Treffer erzielt, kann man schwer gewinnen.“

Die Gastgeber versäumten es bereits im ersten Abschnitt eine Führung herauszuschießen. Denn wie schon in den vergangenen Begegnungen fehlte den Metro Stars vor dem gegnerischen Gehäuse die Durchschlagskraft. Stephens, Hedlund, Kantor sowie Wright scheiterten am aufmerksamen Ingolstädter Schlussmann Jimmy Waite. Um Mitteldrittel das gleiche Bild. Die Hausherren feuerten 21 Mal den Puck in Richtung Waite, doch nur Patrick Reimer konnte erfolgreich verwerten. Der Flügelflitzer, dem man im Derby in Köln noch einen Penalty-Treffer geklaut hatte, bugsierte die Scheibe mit der Rückhand über die Linie. „Das Tor war überfällig, aber leider haben wir es versäumt nachzulegen und den entscheidenden zweiten Treffer abzubringen“, meinte der Torschütze.

So kam es wie es kommen musste. Die gefährlichen Gäste nutzten konsequent die Lücken in der Düsseldorfer Abwehr. Brad Tutchek konnte einen Alleingang zunächst nicht an DEG-Keeper Jamie Storr vorbeibringen, doch nur wenige Sekunden später machte es Yannic Seidenberg (Foto by City-Press) besser und erzielte den überraschenden Ausgleich.

Und es kam aus Sicht der Gastgeber noch schlimmer. Ingolstadt nahm den Schwung des 1:1 mit und wurde immer mutiger. Die Folge: Michael Waginger markierte sogar den zweiten Treffer für die Gäste. Ausgerechnet Seidenberg, der bereits beim 3:2-Triumph im Hinspiel mit drei Toren die DEG im Alleingang erschoss, sorgte mit seinem Doppelpack für schreckliche Gesichter an Halloween bei der DEG. „Wir haben heute eine Lehrstunde in Punkto Effektivität erhalten. Ingolstadt hat uns gezeigt, wie man vor dem gegnerischen Tor agieren muss“, lobte DEG-Coach Slavomir Lener die Panther. Sein Gegenüber Ron Kenedy war mit der Leistung zufrieden. „Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gezeigt. Die Jungs waren im ersten Drittel kompakt und haben die richtige Antwort auf den Rückstand gegeben.“


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