Düsseldorf rupft Mannheim vor eigener Kulisse mit 6:2-KantersiegKaltschnäuzige Düsseldorfer gewinnen gegen glücklose Adler

Düsseldorf durfte sechs Treffer in Mannheim bejubeln.  (Hockeyweb / Timo Helfrich)Düsseldorf durfte sechs Treffer in Mannheim bejubeln. (Hockeyweb / Timo Helfrich)
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Nach der späten 1:2-Niederlage vom Dienstag im Topspiel gegen München, wollte Mannheim Wiedergutmachung betreiben und übernahm von Anfang an die Initiative im Heimspiel vor 13.392 Zuschauern gegen die Düsseldorfer EG. Zwar konnten sich die Adler in der Offensive festsetzten, mehr als ein paar Warnschüsse brachten die Gastgeber nicht zustande. In der achten Minute wanderte der Düsseldorfer Nicholas Jensen auf die Strafbank. Eine Großchance sollte jedoch auch in Überzahl für Mannheim nicht herausspringen. Besser machte es Düsseldorf in der 13. Spielminute, als Mannheim den Puck in der Angriffszone vertändelte und Jerome Flaake den Konter im Alleingang zum 1:0 für die DEG verwandelte. Nur eine Minute später das gleiche Bild. Die Adler gaben die Scheibe leichtfertig ab, Düsseldorf fuhr wieder einen Konter und Rihards Bukarts stellte auf 2:0. Adler-Torhüter Johan Gustafsson konnte einem Leid tun, da er bei vier Schüssen zweimal ohne Abwehrchance war. Somit ging es mit einer 2:0-Führung für die Gäste aus Düsseldorf in die erste Pause.
Die DEG durfte bereits nach 75 Sekunden im zweiten Drittel in Überzahl ran, da Tim Stützle wegen Beinstellens in die Kühlbox musste. Düsseldorf spielte sich einige gute Einschussmöglichkeiten heraus, scheiterte jedoch an der hellwachen Abwehr und am gut aufgelegten Gustafsson. Kurz nachdem die Adler wieder komplett waren, musste Marco Nowak (25.) für die Gäste auf die Strafbank. Die Mannheimer hatten bereits den Torjubel auf den Lippen - allerdings wurde der Treffer von Ben Smith nicht anerkannt, da Tommi Huhtala im Zweikampf auf DEG-Goalie Mathias Niederberger geschoben wurde und die Schiedsrichter auf Torhüter-Behinderung entschieden. Im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs waren die Adler zwar bemüht, konnten jedoch die gut gestaffelte Düsseldorfer Abwehr nicht überwinden. „Wir sind in jedes Drittel gut gestartet und haben viel in der Hälfte des Gegners gespielt. Düsseldorf ist eine der stärksten defensiven Mannschaften und sie haben uns wenig Nachschüsse gelassen“, sprach Adler-Trainer Pavel Gross in der Pressekonferenz. Mannheim versuchte auch zu Beginn des Schlussabschnitts den Anschlusstreffer zu erzielen, hatte allerdings an diesem Abend einfach kein Scheibenglück. In der 44. Minute erhöhte auf der anderen Seite erst Alexander Urbom auf 3:0, bevor Reid Gardiner nur 22 Sekunden später das 4:0 markierte. Mannheim nun völlig von der Rolle und ohne Abwehr. Es folgten zwei weitere Treffer durch Jerome Flaake (48.) und Ex-Adler Luke Adam (51.) zum 6:0 für Düsseldorf. Ein Doppelschlag für Mannheim von Tommi Huhtala (52.) und Denis Reul (53.) waren nicht mehr als Ergebniskosmetik. „Ich mache meiner Mannschaft für ihre Einstellung keinen Vorwurf“, sprach Pavel Gross. „Wir haben sechs Mal die Scheibe verloren und Düsseldorf hat vier Tore daraus gemacht.“
Am Ende gewinnen äußerst effektive Düsseldorfer gegen glücklose Mannheimer, bei denen Ideen und Kreativität fehlten, um eine sichere Abwehr und den starken Mathias Niederberger aushebeln zu können. „Es war ein merkwürdiges Spiel. Das einzige, dass Mannheim nicht gelungen ist war ein Tor“, so DEG-Coach Harold Kreis nach dem Spiel. „Wir waren heute außergewöhnlich effizient. Ich lobe meine Mannschaft für ihren bedingungslosen Einsatz und Kampfgeist. Wichtig war, dass wir keine Nachschüsse erlaubt haben“.
Mannheim verliert den zweiten Platz an die Straubing Tigers und Düsseldorf (Platz 5) holt wichtige Punkte im Kampf um die direkte Qualifikation für die Playoffs.


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