Düsseldorf gleicht aus!

Trikotversteigerung bei den PinguinenTrikotversteigerung bei den Pinguinen
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Es hat in der

Verlängerung nicht lange gedauert, bis der Sieger feststand. Verpasste es

Pinguin-Stürmer Daniel Pietta noch in der 62. Spielminute, mit einem Schuss ins

praktisch leere Tor für die Entscheidung zu sorgen, preschte fast im Gegenzug

DEG-Crack Patrick Reimer auf und davon, ließ Patrick Hager und Benedikt

Schopper wie Slalomstangen stehen und zog ab. Zwar hielt Scott Langkow noch den

Schuss, war aber gegen das entschlossene Nachsetzen von DEG-Kapitän Daniel

Kreutzer machtlos. Die vorher noch im siebten Himmel schwebenden Fans, die sich

immer noch  über den späten Ausgleich von

Charlie Stephens freuten, waren mit einem Male still. Die Viertelfinal-Serie zwischen

beiden „Alt“-Rivalen steht nunmehr 1:1.

Den ersten Beifall der

prallvollen Kulisse bekam allerdings ein Ex-Crack. Denn Glasermeister Uwe

Fabig, zu seiner aktiven Zeit kein Kind von Traurigkeit und lange Jahre Kapitän

in Krefeld, bewährte sich diesmal im Reparieren. In Rekordzeit wurde die

Glasscheibe hinter dem Düsseldorfer Tor, die beim Warmschießen zu Bruch ging,

ersetzt. Den zweiten Applaus heimste Pinguin-Kapitän Herberts Vasiljevs ein,

der als bester Außenstürmer der Saison geehrt wurde. Und der lettische

Routinier sorgte auch im Spiel selbst für Begeisterung. Nach einem

wunderschönen Paß von Lynn Loyns zog der Mann mit der Rückennummer 23 in der 4.

Minute ab, traf jedoch nur den Pfosten. 

Es sollte nicht der einzige Metalltreffer der Pinguine gewesen sein.

Besser machte es Jim

Fahey beim 1:0, doch wurde der Schlagschuss des Pinguin-Verteidigers mindestens

noch einmal abgefälscht. Viel spektakulärer war Tor Nummer zwei für die

Gastgeber: Serge Payer, heute auf dem Flügel eingesetzt, schoss über den

Kasten, die Scheibe kam, erneut über dem Gehäuse, wieder zurück und der

schlitzohrige Daniel Pietta schaltete am schnellsten. Wie schon zwei Tage

zuvor, als er fast von der “Eckfahne” Jamie Storr im DEG-Tor

düpierte, war diesmal erneut der Zerberus von der Theodorstraße zweiter Sieger.

Wer weiß, wie das Drittel ausgegangen wäre, wenn Piettas Solo und der

darauffolgende Pass nicht ins Leere ging, sondern wenn ihn ein Mitspieler

verwertet hätte. Und wer weiß, wie das Endresultat gelautet hätte, wenn die

Unparteiischen, die im großen und ganzen eine gute Rolle spielten, das Spiel

nicht zweimal unterbrochen hätten, obwohl DEG-Goalie Storr die Scheibe nicht

unter Kontrolle hatte. Statt dessen kamen die Gäste von der anderen Rheinseite

durch einen vorbildlichen Konter zum Anschluss und wenige Sekunden später durch

einen Schuss von der blauen Linie (DEG-Stürmer Adam Courchaine sprang noch

hoch) sogar zum Ausgleich. Pech für Linienrichter Ponomarjow, der verletzt

ausschied, zum Schlussabschnitt jedoch wieder zurückkehrte.

Pech auch für die

Krefelder, dass die Attacke an deren Kapitän Vasiljevs nicht geahndet wurde.

Der Lette war mit einem Schläger im Gesicht getroffen worden und schlich zur

Mannschaftsbank (Schiedsrichter-Beauftragter Holger Gerstberger nach dem Match:

„Wir haben uns die Situation zweimal auf dem Video angesehen. Vasiljevs

hatte den Schläger von Storr hochgehievt, und dabei kam es zu diesem Vorfall.“).

Die darauffolgende fehlende Feinabstimmung nutzten die Gäste zum

Führungstreffer aus. Evan Kaufman stand völlig allein am langen Pfosten (wo war

Jim Fahey?) und brauchte nur noch den Schläger hinzuhalten. Noch mehr Pech,

dass Pinguin-Stürmer Shay Stephenson bereits 46 Sekunden nach Beginn des

Schlussabschnitts den Pfosten traf und in der 53. Minute dessen Kollege Roland

Verwey diesmal an der Latte scheiterte. Die Partie wurde immer hektischer,

obwohl sich nach wie vor beide Teams um eine faire Spielweise bemühten.

Schließlich langte es doch noch zur von den meisten Fans langersehnten

Verlängerung. In Überzahl (Scott Langkow hatte schon lange seinen Kasten

verlassen) spielte Jean-Francois Fortin zwei ihn abblockende Gegenspieler aus

und passten dann überlegt zu Charlie Stephens. Der Center ließ mit einem

platzierten Schuss seinem Ex-Kollegen Storr keine Chance und sorgte für

überschäumende Freude im KönigPalast. Doch dann… siehe oben.

Tore: 1:0 (28;27) Fahey,

2:0 (29;56) Pietta (Payer), 2:1 (37;06) P. Reimer (Kreutzer), 2:2 (37;53)

Joseph (Harrington, Reid), 2:3 (49;24) Kaufmann (P. Reimer), 3:3 (59;29)

Stephens (Fortin), 3:4 (61;36) Kreutzer. - Zuschauer: 8.029 (ausverkauft). -

Strafminuten: Krefeld 18, Düsseldorf 18. - Schiedsrichter: Schimm

(Waldkraiburg), Reichert (Lindau).


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DEL Hauptrunde

Sonntag 05.02.2023
Eisbären Berlin Berlin
4 : 2
Augsburger Panther Augsburg
Löwen Frankfurt Frankfurt
4 : 3
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
ERC Ingolstadt Ingolstadt
1 : 2
Adler Mannheim Mannheim
EHC Red Bull München München
5 : 2
Fischtown Pinguins Bremerhaven
Düsseldorfer EG Düsseldorf
6 : 2
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
Bietigheim Steelers Bietigheim
6 : 4
Iserlohn Roosters Iserlohn
Sonntag 12.02.2023
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
- : -
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
Iserlohn Roosters Iserlohn
- : -
ERC Ingolstadt Ingolstadt
Augsburger Panther Augsburg
- : -
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
Bietigheim Steelers Bietigheim
- : -
Eisbären Berlin Berlin
Straubing Tigers Straubing
- : -
Adler Mannheim Mannheim
EHC Red Bull München München
- : -
Kölner Haie Köln
Löwen Frankfurt Frankfurt
- : -
Düsseldorfer EG Düsseldorf
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