Düsseldorf: Ein Drittel reichte

Aufholjagd mit Happy-EndAufholjagd mit Happy-End
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Düsseldorfer EG hat ein erstes Ausrufezeichen gesetzt und

sich für die Auftaktpleite in Ingolstadt eindrucksvoll rehabilitiert. In

einer Nachholpartie vom 2. Spieltag gewann das Team von Trainer Harold Kreis


am Dienstag Abend vor 4886 Zuschauern im Rather Dome gegen die überforderten

Grizzly Adams Wolfsburg mit 4:0 (4:0/0:0/0:0). "Wir standen schon ein wenig

unter Zugzwang, denn wir wussten, dass wir uns steigern mussten. Das ist uns

dann aber gut gelungen, auch wenn wir zwei Drittel lang nicht mehr getroffen

haben", sagte Kreis, während sein Kollege Anton Krinner nur meinte: "Wer

keine Laufbereitschaft an den Tag legt, der wird Probleme bekommen. Und wir

haben Probleme bekommen."



Schon nach den ersten 20 Minuten war die Begegnung entschieden. Da hatten

die Düsseldorfer ihre Gäste aus der Autostadt nach allen Regeln der

Eishockey-Kunst auseinander genommen. Rob Collins eröffnete in der 5. Minute

mit einem herrlichen Schlenzer in den Winkel den Torreigen. Nur drei Minuten

später, als Wolfsburgs lettischer Verteidiger Arvids Rekis auf der Strafbank

saß, hämmerte Shane Joseph den Puck aus spitzem Winkel unter die Latte und

in der 14. Minute konnte Grizzly-Torhüter Daniar Dshunussow einen Schuss von

Joseph nur abklatschen. Adam Courchaine stand goldrichtig und staubte in

typischer Torjägermanier zum 3:0 ab. Damit war das Spiel gelaufen und der

Arbeitstag für Dshunussow beendet. Entnervt räumte der Schlussmann den Platz

zwischen den Pfosten und gab so Jochen Reimer die Möglichkeit, sich an

seiner ehemaligen Wirkungsstätte zu präsentieren. Das 4:0 durch Josephs

zweites Tor an diesem Tag (20.), das gleichzeitig bereits den Endstand

markierte, konnte aber auch er nicht verhindern.



Zwar war Jochen Reimer danach auch mit dem Glück im Bunde, als sowohl sein

Bruder Patrick, wie auch Collins und Courchaine den Pfosten trafen. Doch

insgesamt können sich die Wolfsburger schon bei ihm bedanken, dass das

Ergebnis keine apokalyptischen Ausmaße annahm. Der Sieg der DEG ging in

dieser einseitigen Partie jedenfalls vollauf in Ordnung. Dass Düsseldorfs

neuer Schlussmann Jean-Sebastien Aubin gleich im zweiten Spiel einen

Shut-out feiern konnte, lag auch daran, dass er in den 60 Minuten lediglich


bei zwei Schüssen von Jason Ulmer und Arvids Rekis wirklich ernsthaft

eingreifen musste.

Thomas Schulz



DEG - Wolfsburg 4:0 (4:0/0:0/0:0)





Aufstellung DEG



Tor: Aubin (Lange)



Abwehr: Harrington, Caldwell - Bazany, Holzer - Holland, Traverse - (Nowak)



Angriff: Joseph, Reid, Courchaine - Patrick Reimer, Collins, Kreutzer -

Kaufmann, MacDonald, Murphy - (Hinterstocker)




Aufstellung Wolfsburg



Tor: Dshunussow (Jochen Reimer)



Abwehr: Rekis, Sloan - Traynor, Wurm - Genze, Fischer - (Martinovic)



Angriff: Magowan, Sarno, Milley - Furchner, Ulmer, Laliberte - Höhenleitner,

Hospelt, Green - Heider, Sulkovsky, Krzestan



Schiedsrichter: Rick Looker (Neuss)




Zuschauer: 4886




Tore: 1:0 (4:02) Collins (Holzer, Bazany), 2:0 (7:47) Joseph (MacDonald,

Holland/5-4), 3:0 (13:05) Courchaine (Joseph, Caldwell), 4:0 (19:23) Joseph

(Courchaine, Reid)



Strafzeiten: DEG 4 - Wolfsburg 14


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