Drohendes Saison-Aus für Freezers-Stürmer Jerome FlaakeHamburger Verletzungswelle nimmt kein Ende

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Freezers-Kapitän Christoph Schubert, der Jerome Flaake „seinem Papainstinkt“ folgend, wie er selbst sagt, in der Auseinandersetzung zur Hilfe geeilt war, hatte schon auf der Strafbank Platz genommen, als sich das Türchen auch schon wieder hinter ihm schloss – ohne dass sein Teamkollege, wie es angesagt wurde, neben ihm saß.

Später wurde klar, dass sich der Nationalstürmer zu dem Zeitpunkt schon vom Teamarzt in der Kabine durchchecken ließ. „Ich habe sofort gemerkt, dass etwas Schlimmeres passiert ist“, erklärt Flaake sein plötzliches Verschwinden. Eine anschließende Fahrt ins Marienkrankenhaus Hamburg und eine genauere Untersuchung am Montagmorgen brachten die Gewissheit – eine ausgekugelte rechte Schulter und ein Labrumabriss. Damit müssen die Hamburger acht bis zwölf Wochen auf ihn verzichten – und ob die Verletzung ohne operativen Eingriff weiter behandelt werden kann, ist noch ungewiss. So kurz vor den Paly-offs droht ihm nun das frühe Saison-Aus – da ist es nur allzu verständlich, dass der sonst so gut gelaunte Kabinen-DJ der Freezers enttäuscht ist. Doch aufgeben kommt für ihn nicht in Frage: „Ich blicke nach vorn und gebe die Hoffnung nicht auf, dass ich vielleicht doch noch in dieser Spielzeit aufs Eis zurückkehren kann, auch wenn es sehr knapp wird.“

Doch bis dahin gilt es für die Freezers wieder einmal, den Ausfall eines wichtigen Spielers zu kompensieren – eine Aufgabe, der sich die Hanseaten nicht zum erste Mal in dieser Saison stellen müssen. Bei insgesamt 16 langfristigen Ausfällen in der laufenden Saison – Flaake schon mit eingerechnet – scheint es schon fast zur Routine zu werden. Stéphane Richer, Sportdirektor und Co-Trainer, spricht von einem Déjà-vu-Erlebnis: „Ich fühle mich ein bisschen wie in ‚Und täglich grüßt das Murmeltier‘. Mittlerweile kommt es mir so vor, als würde jede Woche ein neuer Spieler mit einer langwierigen Verletzung ausfallen.“ Hatte man sich vergangene Wochen noch über eine Rückkehrerwelle der wieder genesenen Spieler gefreut, so ist Flaakes Verletzungsausfall nun wieder ein herber Rückschlag für die Nordlichter. Neben Jerome Flaake fehlen den Freezers auch weiterhin noch Garrett Festerling mit einem Bruch der linken Hand bis voraussichtlich März. Da bleibt Co-Trainer Richer und dem Rest der Mannschaft nur eines zu wünschen: ein baldiges Erwachen aus der Déjà-vu-Schleife – und den Verletzen gute Besserung.