Dritter Sieg in Folge für die Frankfurt Lions

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Spiele zwischen den Frankfurt Lions und den Hamburg Freezers sind traditionell nicht sonderlich spektakulär. Auch das heutige Aufeinandertreffen begann äußerst zäh. Hamburg musste gleich auf vier Spieler verletzungsbedingt bzw. wegen Sperre verzichten und beschränkte sich zunächst auf die eigene Torsicherung. Die Lions übernahmen somit die Spielkontrolle und hatten durch Kopitz, Wright und Danner drei gute Torchancen. Der erste Treffer fiel aber überraschenderweise auf der anderen Seite. Mit ihrem ersten gelungenen Angriff erzielte Marcus Sommerfeld das 1:0 für die Freezers. Nur eine Minute später bot sich den Gästen die Chance den zweiten Treffer nachzulegen, aber im eigenen Powerplay agierten die Freezers viel zu nachlässig. So konnte Frankfurts Hahn glänzend Kapitän Young bedienen und Young überwand Pelletier bei diesem penaltyähnlichen Konter in Unterzahl zum Ausgleich. Im 2. Drittel setzte sich das mangelnde Überzahlspiel der Freezers fort. Sechs von acht Minuten agierten sie mit einem Mann mehr auf dem Eis ohne auch nur eine nennenswerte Möglichkeit herauszuspielen. In dieser Phase demonstrierten die Lions, warum sie die 2. beste Mannschaft in Unterzahl sind.

Was in Überzahl nicht gelang, holten die Freezers bei gleicher Anzahl von Spielern auf dem Eis nach. Wilm brachte den Puck in Richtung Lions Tor, wo in Schlussmann Gordon nicht unter Kontrolle bekam. Nutznießer war Aab, der aus kurzer Distanz nur noch einschieben brauchte. Die neuerliche Führung für die Freezers hielt keine 90 Sekunden. In Überzahl fälschte Taylor einen Schuss von Biron zum Ausgleich ab. In der Folge neutralisierten sich beide Teams und kämpften hart aber fair in den Zweikämpfen. Torchancen wurden den 5.700 Zuschauern kaum noch geboten, zu gut verteidigten die Abwehrreihen das eigene Tor und ließen nur was zu bei groben Patzern. So ließen die Freezers Heerema enteilen und der Lions Stürmer markierte seinen sechsten Saisontreffer zur ersten Frankfurter Führung des Abends. Hatten die Lions bisher immer schnell ausgeglichen gelang den Freezers dieses Kunststück ebenfalls.

Knapp zwei Minuten nach dem Rückstand konnte Lions Verteidiger Ward den Torschützen zum 3:3, Aab, nicht entscheidend stören und zog sich den Unmut von Trainer Chernomaz zu. Mit diesem letztendlich leistungsgerechten unentschieden ging es in die Verlängerung, in der die Lions hungriger begannen. Heerema und Wright scheiterten nach wenigen Sekunden an Pelletier. Gegen Ende der Overtime waren es aber dann die Freezers, die dem Extrapunkt näher waren. Nach einem Schuss von Aab ging Hauptschiedsrichter Looker sicherheitshalber zum Videobeweis, entschied aber auf kein Tor und somit ging es in das Penaltyschiessen. Ausgeglichen wie das Spiel war auch das Penaltyschiessen. Nach je zwei Treffern ging es auch hier in die Verlängerung in der letztendlich Frankfurts Taylor der entscheidende Torschütze war und seinem Team den Extrapunkt sicherte.

Zum Mainova Spieler des Tages wählten die Fans Jeff Heerema

0:1 (13:54) Sommerfeld; 1:1 (17:57) Young 4-5SH; 1:2 (34:49) Aab; 2:2 (36:14) Taylor 5-4PP; 3.2 (49:22) Heerema; 3:3 (51:15) Aab; 4:3 Taylor

Strafminuten:

Frankfurt: 8 Minuten

Hamburg: 14 Minuten

Zuschauer: 5.700

Schiedsrichter: Rick Looker

(Frank Meinhardt – Foto by City-Press)


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