Dritter Nordderbysieg für Hamburg – Déjà-vu für Wolfsburg Hamburg - Wolfsburg 5:4

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Personell mussten die Freezers weiter auf Freddy Cabana, Philippe Dupuis und Duvie Westcott verzichten. Bei den Wolfsburgern fehlten Norm Milley. Vincent Mayer und Kilian Keller.

„Tore, Tore, Tore sollen fallen, ruckzuck einfach rein“, schalte es von den Rängen der O2 World in Hamburg. Doch die Wolfsburger Gäste hatten den besseren Start und lagen „ruckzuck“ in Führung. Tyler Haskins und  zwei Minuten später Brent Aubin trafen für die Grizzly Adams. Die Hamburger antworteten mit mehr Druck nach vorne: Caron räumte das Tor für einen sechsten Spieler. Doch die anschließende Wolfsburger Unterzahl ließ Hamburgs Topscorer Kevin Clark zum Abschuss kommen. Die Freude der Gastgeber währte nicht lang als kurz vor der Pause Wolfsburger Brent Aubin zum zweiten Mal traf, per Videoentscheid Recht bekam und es mit 1:3 in die Kabinen ging.

Im zweiten Drittel fanden dann auch die Hamburger ins Spiel und nahmen den Wolfburger Kasten unter Beschuss. Dänen-Stürmer Morten Madsen verkürzte für die Freezers und zehn Sekunden später bekam Kevin Clark die Chance, noch einmal zu punkten – er durfte einen Penalty ausführen, scheiterte aber am Wolfsburger Goalie. Thomas Oppenheimer schaffte dann im Powerplay den Ausgleich zum 3:3. Die Wolfsburger blieben erfolglos und verließen, ohne weitere Tore zu erzielen, das Eis zur zweiten Pause. „Wir waren eigentlich auch im ersten Drittel nicht schlecht, haben aber zwei einfache Tore hergeschenkt“, äußerte sich Freezers-Trainer Serge Aubin zum Spielverlauf, „besonders gefallen hat mir, dass die Jungs danach zusammengerückt sind und das Spiel gemeinsam gedreht haben.“

Das Schlussdrittel dominierten nun weiterhin die Gastgeber. Jerome Flaake brachte den Freezers den Führungstreffer. Zum Ende des Drittels legte Morten Madsen noch mal nach und traf zum zweiten Mal in dieser Partie. „Es fühlt sich gut an, wenn man dem Team helfen kann“, freut sich Doppel-Torschütze Morten Madsen.

In den letzten Spielminuten machten die Grizzly Adams das Spiel noch mal spannend. Wolfsburgs Goalie Sebastian Vogl verließ das Tor für einen sechsten Feldspieler und 81 Sekunden vor Spielende verkürzte Matthew Dzieduszycki für die Gäste zum 4:5. Nach kurzem Bangen und Zittern hieß es  für die 7490 Zuschauer tief durchatmen bei einem Endstand von 5:4 – damit machten die Eisschränke den dritten Nordderbysieg gegen die Grizzly Adams komplett.

Auch der Hamburger Torschütze Jerome Flaake war die Anspannung der letzten Minuten noch anzumerken: „Man ist immer noch aufgeregt nach so einem Spiel, das dauert dann erst mal eine Zeit, bis man wieder zur Ruhe kommt. Man ist halt noch voller Adrenalin und Euphorie.“

Gar nicht einverstanden mit der Gesamtleistung seiner Mannschaft war Pavel Gross, der Trainer der Grizzly Adams Wolfsburg: „Schon die Tatsache, dass man in Hamburg vier Tore macht und dann mit leeren Händen nach Hause fährt, das ist nicht akzeptabel. Das ist nicht die Defensive, die wir kennen – das ist einfach nur Durchschnitt, was wir da gespielt haben. Und durchschnitt ist die kleine Schwester von Scheiße, muss ich ganz ehrlich sagen. Das sind wir so nicht!“

Tore:
0:1 (9:06) Haskins (Likens, Dzieduszycki) – EQ
0:2 (11:22) Aubin –EQ
1:2 (14:24) Clark (G. Festerling, Schubert) – PP1
1:3 (16:14) Aubin (Bina, Voakes) – PP1
2:3 (27:55) Madsen (Mitchell, Schmidt) – EQ
3:3 (37:10) Oppenheimer (Roy, Sertich) – PP1
4:3 (43:23) Flaake (Roy, Clark) – EQ
5:3 (50:18) Madsen (G. Festerling, Mitchell) – EQ
5:4 (58:39) Dzieduszycki (Likens, Haskins) – EQ/sechster Feldspieler

Schiedsrichter: Krawinkel, Oswald; Janssen, Ponomarjow
Strafen: Hamburg 6, Wolfsburg 10
Zuschauer: 7490


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