Dritter Auswärtssieg in Folge für die DEG

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Beide Mannschaften traten enorm ersatzgeschwächt an. Frankfurt musste zudem kurzfristig noch auf Josh Langfeld verzichten, der wegen muskulären Problemen passen musste. Mit dem dünnen Kader war es somit keine Überraschung, dass es kein großes Eishockeyfeuerwerk zu bestaunen gab. Die einzig nennenswerte Chance hatte für die Lions Taylor, der aber an Reimer in Tor der DEG scheiterte. Auf der anderen Seite ereignete sich in der 14.Minute eine kuriose Szene. Düsseldorf war im Angriff, als Lions Stürmer Jeff Heerema zu Boden fiel und liegen blieb. Keiner der drei Unparteiischen unterbrach das Spiel und Reimer erzielte das 1:0 für die Metro Stars. Es folgten Proteste der Lions, die im Vorfeld ein Foul an Heerema gesehen hatten. Heerema blutete und wurde in die Kabine geführt. Daraufhin beratschlagten sich die Schiedsrichter, nahmen das Tor zurück und verhängten gegen Kreutzer eine Spieldauerdisziplinarstrafe wegen hohen Stockes mit Verletzungsfolge. Kreutzer beteuerte in der Drittelpause seine Unschuld. „Sollte Kreutzer wirklich nichts gemacht haben werden wir versuchen die automatische Sperre gegen ihn stornieren zu lassen“, sagte Manager Nethery. Konform war die Regelauslegung von Schiedsrichter Jablukov. „Wenn er nachträglich die Strafe verhängt muss er auch das Tor aberkennen“, bestätigte Schiedsrichterobmann Gerstberger auf Anfrage.

Neben Heerema musste wenig später auch Kunce in die Kabine nachdem er einen Puck an das Kinn bekommen hatte. Beide kamen aber frisch genäht wieder auf das Eis zurück. Die DEG hatte in den fünf Minuten Unterzahl wenige Probleme, da die Lions nicht druckvoll genug und zu ungenau agierten. Torlos ging es ins Mitteldrittel, in das die Lions bissiger kamen. Taylor und Young hatten den Führungstreffer auf dem Schläger, beide scheiterten aber am souverän spielenden Storr Ersatz, Jochen Reimer. Von der DEG ging kaum Gefahr aus und doch gingen sie nach 28 Minuten in Führung. In Überzahl war Hedlund mit einem strammen Schuss erfolgreich, bei dem Gordon allerdings nicht die glücklichste Figur machte. Im weiteren Verlauf des Mitteldrittels hätte allein Metro Stars Angreifer Collins das Spiel vorentscheiden können. Gleich zwei Mal scheiterte Collins aber freistehend an Gordon.

Auch zu Beginn der letzten 20 Minuten gingen die Metro Stars fahrlässig mit ihren Möglichkeiten um. Vier Minuten Überzahl ließen die Gäste ungenutzt verstreichen und luden die Lions durch Nachlässigkeiten zu Konterangriffen ein. Einen dieser schnellen Gegenangriffe nutzte Tobias Wörle nach beherztem Antritt zum Ausgleichstreffer. Dieses Tor gab den Hessen neues Selbstvertrauen und vor allem die zweite Luft. Die DEG agierte nach dem Ausgleich zwar aktiver, das Tor fiel aber auf der anderen Seite. Bei einer unübersichtlichen Situation vor dem DEG Tor war es Gawlik, der die Scheibe über die Torlinie der Metro Stars brachte. Die Freude über den Führungstreffer wehrte nur kurz. Keine zwei Minuten später patzte Lions Verteidiger Ward und Boon glich für die DEG aus. Das Spiel wogte nun hin und her mit dem besseren Ende für die Metro Stars. Einen Querpass von Joseph fälschte Lions Stürmer Hahn unglücklich ins eigene Tor zum 3:2 Endstand für Düsseldorf ab.

Zum Mainova Spieler des Tages wählten die Fans Tobias Wörle

0:1 (27:56) Hedlund 5-4PP; 1:1 (47:54) Wörle 4-5SH; 2:1 (53:20) Gawlik; 2:2 (55:35) Boon; 2:3 (57:21) Joseph

Strafminuten:

Frankfurt: 14 Minuten

Düsseldorf: 11 Minuten + Spieldauerdisziplinarstrafe für Daniel Kreutzer

Zuschauer: 6.300

Schiedsrichter: Georgij Jablukov

(Frank Meinhardt – Foto by City-Press)

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