Drei Tage, drei Legenden (1): Georg Franz

Die drei Legenden Mondi Hilger, Georg Franz und Markus Berwanger (von links) beim Benefizspiel der Oldie-Nationalmannschaft in Straubing. (Foto: Markus Altmann)Die drei Legenden Mondi Hilger, Georg Franz und Markus Berwanger (von links) beim Benefizspiel der Oldie-Nationalmannschaft in Straubing. (Foto: Markus Altmann)
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Georg Franz. 135 Mal für Deutschland, 152 DEL-Spiele und über 700 Spiele von der ersten bis zur fünften Liga. In Straubing begann er seine Kariere 1982 und beendete sie dort 2002. Zwischendurch die Stationen Rosenheim, mit denen er 1985 und 1989 zwei seiner drei Deutschen Meisterschaften feierte. Weiter ging es nach München. Dort gab es 1994 mit Hedos den dritten Titel. Später ging es weiter nach Landshut und Sonthofen.

Nach seiner Spielerkariere schlug er die Trainerlaufbahn ein. In Straubing trat er erst den Posten als Nachwuchstrainer an. 2006 wurde er U-18-Nationalmannschaftstrainer. 2007 dann Co-Trainer von Jürgen Rumrich in Straubing. 2007 erfolgte auch die Aufnahme in die deutsche Hall of Fame. 2008 dann der schwere Schicksalsschlag. Bei einem Nachwuchsturnier in Ingolstadt erlitt Franz einen Schlaganfall und musste notoperiert und ins künstliche Koma versetzt werden. Kürzlich stand Georg Franz als Trainer der „Eishockey Oldies Straubing“ wieder hinter der Bande.

Mit seiner unglaublich positiven Ausstrahlung sah man ihm die Freude hinter der Bande sichtlich an. Auch als wir uns nach dem Spiel zum Interview treffen kommt er, zwar hinkend, aber immer noch strahlend und sehr gut gelaunt aus der Kabine.

Herr Franz, die erste Frage muss der Gesundheit gelten. Wie geht es Ihnen?

Es ist okay, es wird immer besser. Ich bin dreimal die Woche in Behandlung und mache Freizeitsport, soweit es geht, und versuche, mich wieder ins Leben zurückzukämpfen.

Sie sind heute hier als Trainer der Oldies, sozusagen in offizieller Funktion, wieder hinter der Bande. Wie waren Ihre Eindrücke und Erlebnisse?

Es war ein tolles Erlebnis. Es waren viele Spieler da, die kenne und mit denen ich früher auch gespielt habe. Das ist wirklich toll und macht riesig Spaß, wenn man die Leute wiedertrifft.

Wie stehen die Chancen, dass Sie wieder einen Trainerjob, vielleicht im Nachwuchsbereich, annehmen?

Da muss man natürlich erst sehen, wie meine Krankheit, bzw. meine Heilung, weiter verläuft. Aber grundsätzlich bin ich nicht dagegen.

Sie sind auch Ehrenmitglied bei den „Eishockey Oldies Straubing e.V.“. Ist das für Sie mit eine der schönsten Auszeichnungen, da sie ja von ehemaligen Mitspieler kommt?

Es ist natürlich schön, dass sie an mich denken, aber es gibt schönere Dinge. Der Sport ist so kurzlebig, da gibt es Wichtigeres im Leben. Wie zum Beispiel das Erlebnis, wenn man Vater wird.

Wie sind Sie, wenn Sie nicht gerade die alten Herren auf Trab halten, mit dem Eishockey verbunden?

Wenn Eishockey 20 Jahre Dein Leben ist, dann kommt man da nicht davon weg. Außerdem spielt mein Sohn ja auch, das verbindet mich sehr mit Eishockey.

Zum Schluss noch eine Frage zum aktuellen Hin und Her zwischen DEL und ESBG. Wie sehen Sie die Entwicklung, dass man sich auch im neuen Kooperationsvertrag nicht auf einen geregelten Auf- und Abstieg einigen konnte?

Ich bin da nicht so tief in der Materie, aber ich denke, dass es für einen deutschen Sport nicht gut ist, wenn es keinen Auf- und Abstieg gibt. Ein Auf- und Abstieg gehört zur deutschen Sportkultur. Ich bin schon dafür, dass man das wieder einführen sollte.


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