Drei Punkte zum Jahresausklang für StraubingStraubing : Schwenningen 2:1

Lesedauer: ca. 4 Minuten

Straubing begann so, wie es am Sonntag aufhörte und bestimmte weite Strecken des Eröffnungsabschnittes. Straubings Coach Larry Mitchell meint dazu: „Unser erstes Drittel war sehr gut, wir hatten 16 Schüsse, aber das alte Problem, wir tun uns schwer mit der Chancenverwertung.“ Mehrfach hatten die Tigers drei gegen zwei oder zwei gegen eins Situationen, doch Schwenningens Dimitri Pätzold stand genauso sicher, wie sein Straubinger Gegenüber Dustin Strahlmeier, der den Verletzten Jason Bacashihua vertrat. Auch das niederbayerische Überzahlspiel wird seinem Namen immer mehr gerecht. Die Wild Wings verteidigten das jedoch sehr aggressiv und liefen den scheibenführenden Spieler immer wieder direkt an, was einen Abschluss schwer machte. Da die Scheibe bei den Hausherren aber recht flott lief, kamen sie trotzdem zu einigen guten Versuchen.

Mitchell zum zweiten Abschnitt: „Im zweiten Drittel haben wir nicht gut begonnen und hatten zu viele Scheibenverluste. Normalerweise wird man dafür bestraft, heute glücklicherweise nicht. Die letzten zehn Minuten des Drittels haben wir wieder so gespielt, wie ich mir das vorstelle und ob verdient oder nicht verdient, am Ende haben wir 2:0 geführt.“ Gut fünf Minuten sahen die Hausherren kaum Land. Doch auch allerbeste Chancen von Kyle Greentree, Philipp Schlager oder Berny Keil blieben erfolglos. Nach exakt 26 gespielten Minuten schlug die Minute des Tobias Wörle. Dem Straubinger Stürmer gelang heute sein erster Saisontreffer. Nicht nur ihm vielen sichtbar ganze Felsen vom Herzen, auch auf der Bank wurde er ganz besonders geherzt. Als es dann in der Schwarzwälder Hintermannschaft nicht so rund lief, nutze Harrison Reed die Unsortiertheit und baute den Vorsprung aus. Reed erinnert sich: „Es war ein Schuss von Jared Gomes, denke ich, und ich habe einfach den Stock hingehalten. Ich war nicht sicher, wo er hingeht, aber das war halt so ein Glücksding. wie man es auch mal braucht.“ Auch wenn er sich beim Vorlagengeber irrte, freute er sich. dass die Scheibe irgendwie über die Linie rutschte und lachte: „Es war ein dreckiges Tor, aber das zählt ja auch.“

Kurz nachdem der Schlussabschnitt begann, wurde Linienrichter Robert Hauber von einem Puck an den Kopf niedergesteckt. Für ihn war das Spiel beendet und er wurde mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Straubinger Klinikum gebracht. Eine dort sofort durchgeführte CT wies jedoch keine Auffälligkeiten auf, sodass Hauber am späten Abend noch die Heimreise antreten konnte. Das Spiel selbst wurde nun aber zusehends schwächer. Kaum noch geordneter Spielaufbau auf der einen und viele aber ungezielte Schüsse auf der anderen Seiten und gerade als man dachte, hier passiert nichts mehr, konnten die Gäste doch noch verkürzen. Insgesamt war es das beste Schwenninger Drittel. Goalie Dimitri Pätzold wünschte sich den Einsatz schon früher: „Wenn man das Spiel genau anschaut, glaube ich, dass wir erst am Ende so richtig den nötigen Druck aufgebaut haben, den wir schon eher bringen müssten.“ Auch mit sechs Feldspielern war der Rückstand nicht mehr wett zu machen und die Straubing Tigers punkten zum dritten Mal in Folge und kamen zum ersten Dreier seit dem 28. November. Straubings Mitchell erklärte den Schlussabschnitt: „Im letzten Drittel war es eine sichere Sache für uns. Wir haben viele richtige Entscheidungen mit der Scheibe getroffen und waren beim Backchecken sehr gut.“ Auch Stürmer Jared Gomes ist dieser Meinung: „Wir haben uns etwas zurückgenommen und haben etwas mehr defensiv gespielt.“

Stolz über den Sieg ist sicher nicht nur Jared Gomes, der sich erst kürzlich einen Vertrag bis Saisonende erarbeitet hat. Er sieht den neuen Aufschwung klar beim neuen Coach: „Ich denke, das neue System von unserem neuen Coach kommt uns mehr entgegen und wir fühlen uns damit besser. Heute war es aber wieder eine tolle Mannschaftsleistung. Wir haben wieder viele Chancen gehabt, aber wir hatten halt auch wieder unsere Probleme mit dem verwerten.“ Harrison Reed sieht die Gründe zum Sieg viel einfacher und lacht: „Och, wir haben einfach ein Tor mehr gemacht als der Gegner.“

Wild-Wing-Goalie Pätzold meinte zum Schluss: „Im Großen und Ganzen war das ein enges Spiel, wir haben halt den Kürzeren gezogen.“ Sein Coach Dave Chambers erkannte: „Es war ein gutes, enges Spiel mit wenigen Strafzeiten. Unser Problem war, dass wir keine Tore machten, deshalb gab es am Ende die Niederlage.“ Schwenningens Stürmer Simon Danner hat dasselbe Problem erkannt: „Unser größtes Problem ist, dass wir keine Tore schießen und das Quäntchen Glück haben wir auch nicht auf unserer Seite. Wir haben relativ gut gespielt, aber das bringt uns überhaupt nichts. Wir brauchen Punkte, egal wie.“ Doch wenn man schon den Letzten nicht schlagen kann, gegen wen will man gewinnen. Danner meint: „Es kommt ein neues Jahr und neues Glück. Ich weiß nicht, es ist schwer. Ich denke ,ich spreche für alle, wenn ich sage, wir geben nicht auf und irgendwann kommt es wieder. Am liebsten würden wir gleich gegen Mannheim gewinnen.“ Doch auch im Umfeld ist momentan keine Ruhe, Coach Chambers verpasste die letzten beiden Spiele, da er im Weihnachtsurlaub war und Noch-Manager Alexander Jäger ist nur noch eine „Lame Duck“. Danner sagt dazu: „Das ist natürlich keine positive Situation für uns, aber das hat mit dem Eishockey eigentlich nichts zu tun. Jeder weiß, was sein Job ist, von daher sollte das kein Grund sein, warum wir nicht gewinnen.“

Tore 1:0 (27.) Tobias Wörle (Blaine Down, Marcel Brandt), 2:0 (37.) Harrison Reed (Florian Ondruschka, Thomas Gödtel), 2:1 (57.) Dan Hacker (Ryan Caldwell, Philipp Schlager)

Schiedsrichter Gordon Schukies, Florian Zehetleitner; Linienrichter Vladislav Gossmann, Robert Hauber; Strafen Straubing 2, Schwenningen 4; Zuschauer 4.098


💥 Alle Spiele der Eishockeys WM Live auf SPORTDEUTSCHLAND.TV 👉 Mit dem Rabattcode [HOCKEYWEB5] sparst Du 5€ auf den Turnierpass - Jetzt sichern!   🥅
Punktbester Verteidiger der ICE Hockey League
Clayton Kirichenko wechselt zu den Löwen Frankfurt

Die Löwen Frankfurt haben den 28-jährigen kanadischen Verteidiger Clayton Kirichenko vom österreichischen Klub Pioneers Vorarlberg verpflichtet. ...

Abbott Girduckis kommt aus Regensburg
DEL2-Meister wechselt zum ERC Ingolstadt

​Der ERC Ingolstadt verpflichtet Abbott Girduckis von DEL2-Meister Eisbären Regensburg. Der 28-jährige Stürmer, der über einen deutschen Pass verfügt, erhält bei den...

20-jähriger Stürmer wechselt von Meister Eisbären Berlin
Adler Mannheim nehmen Maximilian Heim unter Vertrag

Die Adler Mannheim treiben mit der Verpflichtung des jungen Angreifers Maximilian Heim die Kaderplanungen für die kommende Saison weiter voran....

Zuletzt in der DEL2 für die Kassel Huskies im Einsatz
Rayan Bettahar schließt sich den Fischtown Pinguins Bremerhaven an

Die Fischtown Pinguins Bremerhaven haben mit dem 20-jährigen Abwehrspsieler einen weiteren jungen Akteur für die neue Spielzeit verpflichtet, der in der Vergangenehe...

Scorerqualität und starke Zweikampfwerte
Cody Kunyk wechselt von Frankfurt nach Augsburg

Die Augsburger Panther haben ihren Kader in der Offensive mit der Verpflichtung des 33-jährigen Routiniers Cody Kunik weiter verstärkt....

25-jähriger Stürmer unterzeichnet Zweijahresvertrag
Cedric Schiemenz schließt sich den Löwen Frankfurt an

Cedric Schiemenz hat einen Zwei-Jahres-Vertrag bei den Löwen Frankfurt unterschrieben. Der 25-Jährige kommt von den Iserlohn Roosters und wird den Sturm der Löwen ve...

Erster in England geborener Spieler, der gedraftet wurde
Liam Kirk wechselt zu den Eisbären Berlin

​Die Eisbären Berlin können die Verpflichtung von Liam Kirk bestätigen. Der britische Stürmer wechselt vom HC Litvinov aus der tschechischen Extraliga nach Berlin un...

37-jähriger US-Amerikaner geht in seine vierte Saison mit den Ice Tigers
Nürnberg erzielt Vertragsverlängerung mit Ryan Stoa

Die Nürnberg Ice Tigers haben Stürmer Ryan Stoa für eine weitere Spielzeit gebunden und können somit weiter auf die Torjägerqualitäten des US-Boys zurückgreifen....