Drei Matchpucks für Ingolstadt, Wolfsburg und KölnDEL Play-Offs kompakt

Lesedauer: ca. 4 Minuten

Iserlohn Roosters – Hamburg Freezers 0:4 (0.1; 0:1; 0:2) Serienstand:2:2

Von der nächtlichen Ruhestörung von Iserlohner Fans vor ihrem Hotel, von denen sich die Roosters in einer Pressemitteilung ausdrücklich distanzierten, zeigten sich die Hamburger unbeeindruckt und glichen durch ein klares 4:0 in der Serie aus. Die Freezers gingen sofort druckvoll zur Sache und hatten in der 12. Minute Erfolg, als Julian Jakobsen Roosters-Torhüter Erik Ersberg anschoss, von dem der Puck über die Linie sprang. Schnell ging es zu Beginn des Mittelanschnitts, als Philipp Dupuis bereits in der 22. Minute auf 2:0 erhöhte. Zwar erhöhten die Iserlohner nun die Schlagzahl, konnten aber nichts Zählbares verbuchen. Auch in den letzten 20 Minuten agierten die Hausherren offener, dies nutzte Garrett Festerling (53.) für einen weiteren Treffer. Als Hamburgs Thomas Oppenheimer dreieinhalb Minuten vor der Schlusssirene wegen Hohen Stocks mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vorzeitig zum Duschen musste, setzte Roosters-Coach Jari Pasanen alles auf eine Karte und nahm seinen Schlussmann zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. In dieser Sechs gegen Vier Überzahl besorgte Druval Westcott mit einem Treffer ins leere Tor den 4:0 Endstand für die Freezers.

Schiedsrichter: Aumüller, Schütz

Tore: 0:1 (11:20) Jakobsen, 0:2 (21:07) Dupuis (Oppenheimer, Schubert), 0:3 (52:37) Festerling (Flaake), 0:4 (59:40) Westcott (Jakobsen/Empty Net)

Strafen: Roosters: 8 + 10 (Brennan, Kopitz) – Freezers: 15 + Spieldauer (Oppenheimer)

Zuschauer: 4.967

ERC Ingolstadt – Krefeld Pinguine 5:2 (4:0; 1:0; 0:2) Serienstand: 3:1

Während sich beim ERC die Personalsituation langsam entspannt, mussten die Krefelder mit Mark Soares einen weiteren Ausfall verkraften, zudem stand Jerry Kuhn von Beginn an zwischen den Pfosten. Falls Krefelds Trainer Rick Adduono damit neue Impulse setzen wollte, ging diese Absicht nicht auf, denn bereits bei 1:34 gespielter Zeit stand es 2:0 für die Hausherren. Diese Führung besorgten Thomas Greilinger nach gerade einmal 27 Sekunden und Patrick Hager (2.). Davon zeigten sich die Krefelder beeindruckt, vergaben in der Folgezeit selber ihre Chancen, konnten aber Strafen nicht vermeiden. Das wiederum nutzte der ERC und zog durch Thomas Greilinger (9.) in doppelter Überzahl und Jared Ross (10.) ebenfalls im Powerplay auf 4:0 davon. Grund für die Gäste, den Torhüter zu wechseln, von nun an hütete Tomas Duba das Gehäuse der Pinguine. Zwar rückte im Mittelabschnitt zunehmend ERC-Schlussmann Timo Pielmeier in den Fokus des Geschehens, als jedoch Tyler John Bouck (32.) nochmals in Überzahl den Spielstand erhöhte, war eine Vorentscheidung gefallen. Die Gäste gaben sich zwar nicht auf und konnten durch Joshua Meyers (34.) und Istvan Sofron (51.) in Überzahl verkürzen, aber letztlich brachten die Ingolstädter die Partie souverän zu Ende.

Tore:
1:0  1. Greilinger (Bouck)
2:0  2. Hager (Oblinger, Gawlik)
3:0  9. Greilinger (Laliberté) PP2
4:0  10. Ross (Jeglic, Köppchen) PP
5:0  32. Bouck (Hahn, Périard) PP
5:1  34. Meyers (Driendl)
5:2  51. Sofron (Fischer, Vasiljevs) PP

Strafen:Ingolstadt: 18   Krefeld: 20

Schiedsrichter: Jakublov, Rohatsch

Zuschauer: 4663

 Grizzly Adams Wolfsburg – Thomas Sabo Ice Tigers 5 - 4 OT2 (1:1 / 2:1 / 1:2 / 0:0 / 1:0) Serienstand: 3:1

Kein Ende fanden die Akteure in der heutigen Partie. Erst in der zweiten Verlängerung in der 90. Spielminute fiel der Siegtreffer für die Wolfsburger. Beide Mannschaften gingen von Beginn an hohes Tempo und erspielten sich Chancen. Ramzi Abid (14.) schoss die Grizzlys in Führung, aber Matt Hussey (15.) besorgte postwendend den Ausgleich. Mit einem Doppelschlag zu Beginn des Mittelabschnitts durch Patrick Pohl (26.) in Überzahl und Tyler Haskins (28.) legten die Wolfsburger erneut vor. Zwar kämpften sich die Nürnberger durch Evan Kaufmann (39.) noch vor der zweiten Pause wieder heran, aber Jeffrey Likens (42.) stellte gleich nach Wiederbeginn den alten Abstand wieder her. Die Gäste warfen nun alles nach vorn und konnten sich bei Frederick Eriksson (50.) und Marco Pfleger (57.) bedanken, die mit ihren Treffern das Spiel in die Verlängerung brachten. Diese ging bis zur 90. Minute, dann hatte Norm Milley die beste Übersicht im Gewühl vor dem Tor und erzielte den viel umjubelten Siegtreffer für die Hausherren.

Tore:

 1:0 (13:16) Ramzi Abid (Bassen), 1:1 (14:51) Matt Hussey, 2:1 (25:41) Patrick Pohl (Rosa, Abid | 5 - 4), 3:1 (27:49) Tyler Haskins (Bassen, Kohl), 3:2 (38:32) Evan Kaufmann (Pföderl, James), 4:2 (41:50) Jeff Likens (Danner, Wurm), 4:3 (49:43) Fredrik Eriksson (Reimer, Regier), 4:4 (56:15) Marco Pfleger (Jaspers, Eriksson), 5:4 (89:36) Norm Milley (Furchner)

Strafen: Wolfsburg: 6 Nürnberg: 4

Schiedsrichter: Brill, Piechaczeck

Zuschauer: 3415

Kölner Haie – Adler Mannheim 2:1 (0:0, 2:1, 0:0) Serienstand 3:1

Auch diese Partie war wieder eine enge Angelegenheit. Beide Mannschaften standen defensiv sehr stabil, beide Torhüter zeigten sich auf der Höhe, Tore fielen daher im ersten Drittel nicht. Zu Beginn des Mittelabschnitts zeigten sich die Adler leicht unsortiert, Marcel Ohmann (23.) bestrafte dies mit dem Führungstreffer für die Haie. Die Mannheimer zeigten sich davon wenig geschockt und kamen kurz danach zum Ausgleich. Als Torschütze wurde zwar Kai Hospelt (26.) angegeben, aber sein Schuss wurde von Björn Krupp, unhaltbar für Danny aus den Birken, noch abgefälscht. Aber die Kölner schlugen noch im zweiten Drittel zurück, Christopher Minard (35.) nutzte eine Überzahl, um erneut den Führungstreffer zu erzielen. Der Schlussabschnitt war ein Spiegelbild des Ersten, Tore fielen aufgrund einer kompakten Abwehrleistung beider Teams nicht mehr.

Tore:

1:0  23. Ohmann (Collins)

2:0  27. Hospelt (Fischer, Hecht)

2:1  35. Minard

Strafen: Köln: 8   Mannheim: 6

Schiedsrichter: Bauer, Brüggemann

Zuschauer: 18032


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