Doug Weight vor Premiere bei den Lions - Was macht Manager Nethery?

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
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Zwei Themen beschäftigen die Lions-Familie in diesen Tagen. Zum einen die Vorfreude auf den ersten Auftritt von NHL-Star Doug Weight am Freitag in Kassel, zum anderen die Ungewissheit, ob Lance Nethery die Lions auch in der nächsten Saison managen wird. Weight, Neuzugang von den St.Louis Blues, ist seit Montag in Frankfurt und glücklich, endlich wieder Eishockey spielen zu können. „Ich freue mich, jetzt hier beim Team zu sein und danke den Frankfurt Lions für die Geduld, die sie ob der ganzen Situation gezeigt haben. Nun ist die Angelegenheit der NHL für diese Saison geklärt, und ich kann mich jetzt hier auf meine Aufgabe mit den Frankfurt Lions konzentrieren", so Weight. Trainer Rich Chernomaz wird den Stürmer bei seinem ersten Auftritt zu Michael Hackert aufstellen. Dazu rückt entweder David Sulkovsky oder Andrej Strakhov. Auf dem Papier scheint die Partie Tabellenerster gegen Tabellenletzter eine klare Angelegenheit für die Lions zu werden. Doch Nethery warnt zurecht: „Kassel steht mit dem Rücken zur Wand. Ihre letzten Ergebnisse waren gut. Sie lassen sich nicht hängen, und werden um jeden Meter Eis kämpfen.“

Neben dem sportlichen Thema laufen nebenbei die Verhandlungen für die neue Saison. In diesem Fach macht derzeit Lions Manager Lance Nethery keiner was vor. Nethery hat es bereits zu diesem Zeitpunkt geschafft, mit nahezu allen Schlüsselspielern der Lions zu verlängern. Es fehlen lediglich noch die Unterschriften der Spieler Magnusson und Bresagk, die die Lions gerne weiter verpflichten würden. Auch Boris Ackers hat sich als zuverlässiger Back-up Goalie hinter Ian Gordon entwickelt, und wird den Lions wohl auch erhalten bleiben. Mit Peter Ratchuk, der eine Option für die Verlängerung seines Vertrages besitzt, diese aber noch nicht gezogen hat, wird Nethery in den nächsten Tagen ins Gespräch gehen. Unklar scheint derzeit lediglich der Verbleib der Spieler Joe Murphy, Sean Pronger, Andrej Strakhov und Chad Bassen.

Auf ein möglichst langes Bleiben hoffen die Hauptverantwortlichen und die Fans der Lions im Falle Lance Nethery. Es ist ja inzwischen kein Geheimnis mehr, dass Nethery ein konkretes Angebot der DEG Metro Stars vorliegen hat. Dazu der kurze Kommentar von Nethery: „Ein Angebot kann man auch ablehnen.“ Derzeit laufen Gespräche mit Alleingesellschafter Gerd Schröder, der auf Anfrage von Bild Frankfurt inzwischen guter Hoffnung ist, mit Nethery einig zu werden. Finanziell scheinen die beiden nicht unterschiedlicher Meinung zu sein, eher wohl beim Thema Perspektiven. Hier könnte ein Thema die neverending Story rund um die neue Arena der Lions werden, die von Schröder seit Jahren angekündigt wird, deren Umsetzung aber nicht so richtig in die Gänge kommt. Vielleicht gelingt es ja dem Manager einmal mehr positiv auf Schröder einzuwirken, dass dieser das Arenaprojekt forciert, und Nethery so seinen Vertrag bei den Lions unterschreibt. Auf jeden Fall sollte die Manager Frage bis zum Beginn der Play-offs geklärt sein. (Frank Meinhardt)