Doug Mason: "Wir sind stocksteif übers Eis gelaufen"

Braucht Mason doch einen Wintermantel?Braucht Mason doch einen Wintermantel?
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Im Jahr 2007 traten die Kölner Haie bisher dreimal in der Deutschen

Eishockey Liga an, jedesmal gingen sie als Verlierer vom Eis. Zuletzt

mussten sie sich gar vor eigenem Publikum dem Tabellenletzten aus

Duisburg geschlagen geben und wurden vom ihrem Trainer Doug Mason hart

kritisiert.
Hockeyweb sprach mit Mason.

Hockeyweb: „Herr

Mason, mit Niederlagen in Hamburg und Ingolstadt muss man immer

rechnen, aber was stimmte nicht im Spiel gegen Duisburg?“

Mason:

„Falls meine Mannschaft die Duisburger wirklich unterschätzt hat, habe

ich dafür kein Verständnis. Jeder weiß, wie ausgeglichen die Liga ist

und dass man gegen jeden Gegner hundert Prozent geben muss. Statt

dessen haben wir ohne Herz und Leidenschaft gespielt, sind steif und

mit durchgedrückten Beinen über das Eis gelaufen. Im Eishockey musst Du

immer bereit sein und in die Knie gehen, damit du sofort schießen

kannst. Ich sage den Spielern immer, sie müssen so tief mit dem Hintern

runter, dass sie nach dem Spiel Toilettenpapier brauchen. Wenn wir so

weiter machen, spielen wir Play-offs, aber nicht lange!“

Hockeyweb:

„Jason Marshall hat bereits im August angekündigt, er werde sich der

Liga anpassen und auf Boxeinlagen verzichten. Fünf Monate später ist er

der unfairste Spieler der Liga und wieder einmal gesperrt. Warum kann

er sein Temperament nicht zügeln?“

Mason: „Ich möchte mir

zunächst noch einmal die Szene anschauen, die zu seiner

Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Duisburg führte. Ich stand drei

Meter daneben und war mir nicht sicher, ob es ein Foul war. Der

Schiedsrichter war vierzig Meter entfernt und schickte Jason direkt vom

Eis, offensichtlich spielt sein Ruf dabei eine gewisse Rolle, die

Schiedsrichter haben ihn auf der schwarzen Liste Aber dafür ist Jason

selbst verantwortlich, er hat sich einfach nicht im Griff. Ich habe oft

mit ihm darüber gesprochen und er hat mir versichert, künftig weniger

emotional zu spielen, aber dann flippt er wieder aus. Eishockey muss

man mit der Begeisterung eines Jungen spielen, aber mit dem

Verantwortungsbewusstsein eines Erwachsenen.“

Hockeyweb:

„Mit Tino Boos und Lasse Kopitz haben zwei Nationalspieler lange vor

Ende der Saison angekündigt, dass sie die Haie verlassen werden. Kann

man von den beiden noch volle Hingabe für die Haie erwarten?“

Mason:

„Ich habe Lasse Kopitz zum neuen Vertrag gratuliert, ihm aber auch

gesagt, dass er jetzt sein Geld bei uns verdient. Tino Boos hat

angekündigt, dass er bis zuletzt alles für die Haie geben wird, das sei

er uns schuldig. Ich bin sicher, dass beide bis zum letzten Tag in Köln

alles für die Mannschaft geben werden.“
 
Alexander Brandt

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