Don Jackson bleibt, geht Uwe Krupp?Der 61-Jährige macht weiter, will seinen vierten Titel mit Red Bull. Die Stimmen.

Bierdusche für Don Jackson: Der 61-Jährige hat noch lange nicht genug.  (picture alliance/SvenSimon)Bierdusche für Don Jackson: Der 61-Jährige hat noch lange nicht genug. (picture alliance/SvenSimon)
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Die Begeisterung der Münchner über den Titel-Hattrick war groß. Die Eisbären erkannten die Leistung des Meisters an. Während Erfolgstrainer Don Jackson beim EHC Red Bull weitermachen will, stehen die Zeichen bei Uwe Krupp in der Hauptstadt auf Abschied. Definitiv aufhören wird Bären-Torwart Petri Vehanen. Die Stimmen.     

„Ich bin so stolz auf diese Mannschaft. Wir haben uns reingeworfen und uns belohnt“, sagte Olympia-Held Patrick Hager anschließend. „Es war sehr intensiv. Berlin hat es uns sehr schwer gemacht“, sagte Kapitän Michael Wolf - und musste eine Bierdusche über sich ergehen lassen.

„Der Kampf um die Meisterschaft war ganz anders dieses Jahr. Es waren zum Teil sehr harte Spiele und gerade gegen Berlin waren viele Emotionen dabei. Ich habe selten gegen so eine gute Mannschaft wie Berlin im Finale gespielt.  Ich bin richtig stolz auf mich, die Mannschaft und die auch die ganze Kulisse. Es war die geilste Meisterschaft bis jetzt“, jubelte Münchens Mads Christensen, der auch mit Berlin drei Meisterschaften gewonnen hat.

Eisbären-Kapitän André Rankel erklärte: „Wir haben einfach nicht unser Spiel gemacht. Gerade im ersten Drittel waren wir nicht gut genug.“ Teamkollege Martin Buchwieser ergänzte: „Die Münchner waren einfach gnadenlos in der Chancenverwertung.“

Münchens Trainer Don Jackson sagte nach seinem achten DEL-Titel (fünf davon mit den Eisbären): „Die Disziplin ist einer der größten Faktoren in den Play-offs. Wir haben die richtigen Typen in der Mannschaft. Jeder hat sich reingehängt. Jede Meisterschaft ist anders. Jeder Meisterschaft ist auf ihre Art speziell.  Jeder wusste, was er zu tun hatte. Die Mannschaft hat es geschafft. Die nächsten Tage werden voll mit Terminen und der Meisterfeier. Diese Play-offs waren die größte Herausforderung seit langem. Berlin war sehr gefährlich. Jeder hat zur Meisterschaft beigetragen. Ich bin echt stolz auf die Jungs. “ Der 61-Jährige hat noch lange nicht genug. Noch auf dem Eis kündigte der 61-Jährige an, auch den vierten Titel in Angriff nehmen zu wollen.

Berlins Uwe Krupp (52) verlor dagegen auch seine dritte Finalserie. Mit den Kölner Haien hatte der ehemalige Bundestrainer 2013 gegen Jacksons Eisbären und 2014 gegen den ERC Ingolstadt das Nachsehen. „München ist ein Riese in der Liga. Wir haben ihn zum Wanken gebracht. Aber nicht zu Fall“, sagte er. Über seine Zukunft in der Hauptstadt soll schnellstmöglich beschieden werden. Die Zeichen stehen aber auf Abschied. Nach Informationen von Hockeyweb könnte der neue Arbeitgeber Sparta Prag heißen.

Seine Karriere definitiv beenden wird Eisbären-Torwart Petri Vehanen. „Alles fing Mitte der 80er Jahre an und irgendwann wurde aus meinem Hobby mein Beruf. Jetzt ist es Zeit, das Kapitel zu beenden“, schrieb der 40-Jährige via Twitter. 


Auch Münchens Keith Aucoin absolvierte sein letztes Spiel seiner Karriere: „Das ist sehr emotional. Ich habe bereits in den letzten Sekunden an den Titel gedacht. Aber ich bin im Moment zu müde, um das wirklich zu realisieren. Aber nach drei Titeln aufzuhören ist der perfekte Zeitpunkt. Jetzt werden wir erstmal richtig feiern", so der 39-Jährige im Anschluss an die entscheidende Partie im Olympia-Eisstadion.