Dimitri Pätzold: Es ist ein KonkurrenzkampfRückkehrer im Tigertor

Dimitri Pätzold kehrte aus Schwenningen nach Straubing zurück. (Foto: Imago)Dimitri Pätzold kehrte aus Schwenningen nach Straubing zurück. (Foto: Imago)
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Dimitri Pätzold war bereits 2010/11 bei den Niederbayern im Tor und war damals die recht klare Nummer eins. Seine Backups waren Jan Guryca und Daniel Huber. Pätzold hatte nach 43 Spielen einen Gegentorschnitt von 2,86 Toren pro Spiel und eine Fangquote von 90,4 Prozent. Zudem war er Nationaltorwart. Vergangene Saison machte er nur 28 Einsätze, in denen er im Schnitt 3,44 Mal hinter sich greifen musste. Seine Fangquote lag bei 90,9 Prozent.

Die Reise des 33-jährigen, der in früheren Zeiten auch fünf Jahre in Nordamerika spielte, führte ihn über zwei Jahre in Hannover und drei Jahre in Schwenningen zurück an alte Wirkungsstätte. Dabei fand er sich von Anfang an wieder zurecht und sagt lachend: „Die Straßen kenne ich noch. Das Stadion habe ich schnell gefunden.“

Er löst bei den Tigers Publikumsliebling Dustin Strahlmeier ab, aber er kennt den talentierten jungen Goalie nicht. „Nein, ich kenne ihn gar nicht.“

Bei den Wild Wings war die Spielverteilung mit Joey MacDonald etwa Hälfte-Hälfte. In Straubing sah das zwischen Matt Climie und Dustin Strahlmeier anders aus. Strahlmeier kam nur auf 15 Einsätze, was aber nach Aussage von Coach Larry Mitchell nur daran lag, dass er Straubing verlassen würde. Denn „unter mir hat er so viele Einsätze wie kaum ein anderer Backup in der Liga bekommen“, betont Mitchell und meint damit seine gesamte Amtszeit in Straubing.

Doch Pätzold sind die alten Statistiken egal. „Soweit ich weiß, ist nichts festgelegt. Es ist ein Konkurrenzkampf. Wir werden schau‘n.“ Der in Kasachstan geborene Goalie ist aber nicht nach Straubing gekommen, um auf der Bank zu sitzen. „Natürlich nicht. Das war in meinem ganzen Leben noch nie mein Anspruch und wird es auch nie sein.“ Zu der Tatsache, dass Climie in der Vorsaison doch eine deutliche Nummer eins war, sagt Pätzold locker: „Das war letztes Jahr. Das ist jetzt eine neue Situation. Ich nehme den Konkurrenzkampf an.“

Die Gründe des Wechsels liegen in anderen Bereichen. „Ich will nicht in die Einzelheiten gehen, aber in Schwenningen hat es hauptsächlich finanziell nicht mehr gepasst. Wir wären uns nicht einig geworden. Ich musste mich umschauen und Straubing ist einer der Vereine, der in der Nähe der Heimat ist und zusätzlich kam das Interesse der Tigers. Ich habe gute Gespräche geführt und dann so entschieden.“ Interessant dabei ist, dass Larry Mitchell bei derselben Veranstaltung gesagt hat, dass man die finanziellen Forderungen von Strahlmeiers Agenten nicht erfüllen konnte. (Siehe Interview mit Larry Mitchell).

Ein Thema bei vielen Spielern war in der Sommerpause auch das Aus der Hamburger. Dazu sagt Pätzold: „Das ist auf jeden Fall schade. Das war eine gute Mannschaft und eine gute Organisation. Ein Super-Stadion in einer Super-Stadt. Das ist ein Verlust für die Liga und vor allem schade für die Hamburger Fans. Das Stadion war ja immer ziemlich gut gefüllt. Aber andersrum hat man zum Glück gleich eine andere Mannschaft gefunden. Aber über Bremerhaven weiß ich nicht viel.  Ich war zum letzten Mal mit der Nationalmannschaft in einem Vorbereitungsspiel dort. Ich weiß, dass das neue Station in Ordnung ist. Ich bin schon neugierig, da hinzufahren.“

Er ist einer von elf niederbayerischen Zugängen. Aber der Weitgereiste kennt den einen oder andern bereits aus seiner Karriere. „Mit einigen habe ich in Nordamerika gespielt, aber nur für kurze Zeit oder nur mal kurz über den Weg gelaufen. So richtig aber nicht.“ Gemeint ist unter anderem Steven Zalewski. Beide waren für die Worcester Sharks aus der Organisation der San Jose Sharks, von denen auch beide gedraftet wurden, tätig. Pätzold im  Jahr 2001 als 107. in der vierten Runden und Zalewski 2004 als 153. in Runde fünf.

Auch an den Goalie geht natürlich die beliebte Vorsaisonfrage nach dem Titelfavoriten. „Tja, die üblichen Verdächtigen“, schmunzelt Pätzold „Die Mannschaften mit den größten Etats, München und Mannheim, werden auch diese Saison wieder die Favoriten sein.“

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