Dimitri Pätzold erzielt das entscheidende Tor für die Krefeld PinguineDEL kompakt

Interimstrainer Larry Mitchell konnte die Talfahrt des ERC Ingolstadt stoppen. (ISPFD / hockeyweb)Interimstrainer Larry Mitchell konnte die Talfahrt des ERC Ingolstadt stoppen. (ISPFD / hockeyweb)
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ERC Ingolstadt – Adler Mannheim 4:3 (1:3, 2:0, 1:0)

Achter gegen Elfter, Ingolstadt im Kampf um die Pre-Play-offs, Mannheim auf der Jagd nach der direkten Play-off-Qualifikation – und für die Hausherren begann das Spiel perfekt. Der Minutenzeiger der Spieluhr hatte noch keine ganze Umdrehung geschafft, da durfte das Team von „Trainager“ Larry Mitchell das erste Mal jubeln: Kael Mouillierat traf zur frühen Führung für die Schanzer. In Spiel eins unter dem neuen Trainer Bill Stewart zeigten die Adler aber eine Reaktion: Kolarik und Desjardins drehten innerhalb von 122 Sekunden das Spiel zugunsten der Mannheimer und noch im ersten Abschnitt erhöhte erneut Kolarik auf 3:1 für die Kurpfälzer. Es dauerte dann auch bis zur 33. Minute, bis die Panther eine Antwort gaben: Wieder war es Mouillierat, der zum Anschluss für die Schanzer traf. Und dann gibt es den berühmten psychologisch wichtigen Zeitpunkt für ein Tor. Dies erzielte ERC-Stürmer Brett Olson 26 Sekunden vor der zweiten Sirene in Überzahl. Den Schwung nahmen die Oberbayern mit ins Schlussdrittel und gingen durch Berglund wieder in Führung. Drei Strafen gegen Wagner und Mauldin sowie fast zwei Minuten Überzahl durch den Extra-Angreifer der Mannheimer konnten die Panther an diesem Abend nicht aus dem Konzept bringen, die die knappe Führung ins Ziel brachten. Das eine Powerplay-Tor und eine insgesamt bessere Chancenverwertung machten den Unterschied zugunsten der Panther aus.

Düsseldorfer EG – Krefeld Pinguine 1:4 (1:1, 0:1, 0:2)

Sensation im rheinischen Derby am Strich, das die DEG als Zehnter gegen Krefeld verlor, das widerum seine fast schon letzte Chance auf Platz zehn vorerst nutzte. Das allein mag vielleicht überraschen, ist aber noch keine Sensation. Das war hingegen der Torschütze des Empty-Net-Goals: KEV-Keeper Dimitri Pätzold erzielte es gut drei Minuten vor dem Ende, als die DEG beim Stand von 1:3 aus ihrer Sicht alles nach vorne warf. Dabei hatte es so gut angefangen für das Team aus der Landeshauptstadt: Maxi Kammerer traf nach 37 Sekunden zur Führung für die Hausherren. Maximilian Faber glich diese in der 7. Minute aus, Marcel Müller brachte exakt 20 Minuten später die Pinguine in Führung. John Henrion, einer der besten Torjäger der Liga, entschied schließlich ungewollt das Spiel. In der 43. Minute musste er auf die Strafbank, das folgende Powerplay nutzten die Krefelder durch Kurt Davis – erst zu dieser Saison aus Düsseldorf an den Niederrhein gewechselt – zum dritten Treffer. Und dann kam der große Moment für Dimitri Pätzold.

Grizzlys Wolfsburg – Nürnberg Ice Tigers 3:0 (0:0, 2:0, 1:0)

Wolfsburg als Vierter kämpft um das Heimrecht in der Endrunde und gegen die Zweitplatzierten Nürnberger gelang ihnen vor allem wegen ihrer guten Chancenverwertung. In der 28. Minute gingen sie durch zwei schnelle Tore von Mark Voakes und Brent Aubin binnen 30 Sekunden in Führung. Diese hielten sie bis in die Endphase und kamen in der Schlussminute noch zum Empty-Net-Goal: Foucault erzielte es und ließ damit endgültig das Pendel in Richtung der Grizzlys schwingen, die insgesamt disziplinierter spielten.

Augsburger Panther – Iserlohn Roosters 4:2 (1:1, 2:0, 1:1)

Die Augsburger Panther standen mit dem Rücken zur Wand nach sieben Spielen ohne Dreier und zehn Punkten Rückstand auf Platz zehn. Gegen die wiedererstarkten Iserlohn Roosters, die punktgleich mit den Haien auf Platz sechs liegen bei zwei Spielen weniger als die Rheinländer, gewannen die Panther knapp, aber nicht unverdient und belohnten sich für die zuletzt durchaus ansprechenden Spiele. Jaroslav Hafenrichter hatte die Augsburger im ersten Drittel in Führung geschossen. Diese hielt jedoch nur bis zwölf Sekunden vor der ersten Sirene, als Justin Florek in Überzahl ausglich. Trevor Parkes und Simon Sezemsky brachten die Schwaben mit 3:1 in Führung. In der 42. Minute keimte bei den Sauerländern durch das Anschlusstor von Jason Jaspers noch einmal Hoffnung, diese machte jedoch Sezemsky mit seinem zweiten Tor – dieses Mal im Powerplay – an diesem Abend zunichte. Rob Daum nahm dann noch seinen Torwart Sebastian Dahm vom Eis, aber es passierte nichts mehr und die Augsburger brachten den Sieg nach Hause.

Straubing Tigers – Eisbären Berlin 4:3 (1:0, 2:1, 0:2, 0:0, 1:0) n.P.

Letzter gegen Erster hieß es am Pulverturm, und dabei schlugen sich die Niederbayern sehr beachtlich. In der 9. Minute gingen sie durch Loibl in Führung, in der 22. Minute glich Mark Olver aus. Dann erzielten beide Teams jeweils zwei Treffer in kurzer Zeit: Erst brachten Renner und Yeo den Tigers innerhalb von vier Minuten eine Zwei-Tore-Führung, im Schlussdrittel glichen die Berliner binnen 127 Sekunden durch Micki DuPont und Florian Busch aus. Einen Aufreger gab es noch zum Ende der regulären Spielzeit, als Dylan Yeo und Nick Petersen aneinander gerieten und jeweils vier Minuten zuschauen mussten. In der Verlängerung fielen keine Tore, trotz einer Strafe gegen Berlins Topscorer Sean Backman. Jeremy Williams sicherte den Tigers im Shootout schließlich den Extrapunkt.

EHC Red Bull München – Fischtown Pinguins 5:2 (1:1, 2:0, 2:1)

Souverän bezwang München als Dritter der DEL-Tabelle den Neunten aus dem hohen Norden. Zwar brachte Mike Hoeffel die Pinguins in Führung, diese gleich jedoch der umgeschulte Verteidiger Yannic Seidenberg noch im ersten Abschnitt aus. Ein Doppelschlag von Matsumoto und Münchens Topscorer Keith Aucoin binnen 46 Sekunden brachte im Mitteldrittel die Vorentscheidung für den amtierenden Meister. Mads Christensen im Powerplay und erneut Matsumoto viereinhalb Minuten vor dem Ende machten endgültig alles klar. Newburys Treffer für die Pinguins in der Schlussminute hatte nur noch statistischen Wert. München gab mehr Torschüsse ab, war effizienter im Powerplay und gewann mehr Anspiele.

 

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