Die Zukunft des deutschen Eishockeys - Visionen, Wünsche, Vorstellungen

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Lesedauer: ca. 3 Minuten

Um den Jahreswechsel kam eine Diskussion um die Zukunft des

deutschen Eishockeys in Gang, die sich um das Unternehmen WM 2010 im eigenen

Lande, die Perspektiven dafür und die nötigen Maßnahmen zur Verbesserung der

Nachwuchsentwicklung in Deutschland dreht.
Die Manager der Adler Mannheim, Markus Kuhl, und der

Eisbären Berlin, Peter John Lee brachten diese mit ihren Äußerungen in der

Presse ins Rollen.

Unser Kolumnist Alexander Brandt nahm sie auf und fragte in

einem seiner „Bandenchecks“ nach den Visionen der Macher im deutschen Eishockey.

Was denken Kuhls und Lees Kollegen an den zwölf anderen DEL-Standorten über

dieses Thema? Das zu erfahren, stellten die Hockeyweb-Redakteure Oliver

Koch und Matthias Eckart einen Katalog von fünf Fragen

zusammen und baten die DEL-Manager um ihr Statement. In einer kurzen Serie

legen wir das Ergebnis dieser Umfrage vor.

Heute: Otto Sykora von den Sinupret Ice Tigers

Sechzehn oder weniger Mannschaften, welche Konstellation

könnte die sportliche Qualität der DEL am ehesten steigern?

14 Mannschaften sind ok. Sollte die Liga erweitert werden,

müsste häufiger am Dienstag gespielt werden. Dies bedeutet einen größeren Kader

und wenig attraktive Dienstagsspiele ( finanziell keine Verbesserung für

unseren Club ). Sportlich könnte dem Publikum keine bessere Spielqualität

geboten werden, da bei 3 Spielen pro Woche die Intensität des Spiel leiden

würde . Bei einer geschlossenen Liga ( wie derzeit ) hätten im Verlauf der

Saison ( ca. ab Mitte ) einige Mannschaften keine Chance auf die Play Offs, was

weniger Spannung bedeutet.

Wie viele Ausländerlizenzen pro DEL-Team betrachten Sie

derzeit als realistisch und wo liegt Ihrer Meinung nach perspektivisch die

Schmerzgrenze?

Die Ausländerregelung in der DEL ist gegenüber anderen

Profiligen ( andere Sportarten ) sehr gut. Man könnte ab sofort die

Ausländerlizenz um 1 auf 10 vermindern, ohne die Liga zu schwächen. Dies wäre

auch für die „ kleinen „ Clubs zu verkraften, ohne ein allzu großes

Leistungsgefälle zwischen „ kleinen „ und „ großen „ Clubs zu provozieren. Was

Perspektiven betrifft, muss man von Jahr zu Jahr denken.

Glauben Sie, dass eine zeitweise Absenkung des sportlichen

Niveaus in der DEL zu Gunsten der Integration junger deutscher Spieler

vermittelbar ist?

Dies wäre nicht der richtige Weg. Das Niveau muss gehalten

werden und die jungen deutschen Spieler müssen nach und nach in die Liga

integriert werden. Junge deutsche Spieler können sich nur in einer guten Liga

entwickeln, wo sie Minimum 260 – 270 Tage im Jahr von sehr gut geschulten

Trainern ausgebildet werden. Die Nationaltrainer haben nur begrenzte

Möglichkeiten, während der kurzen Lehrgänge Einfluß auf die Entwicklung eines

jungen Spielers zu nehmen.

Welche Maßnahmen müssen Ihrer Meinung nach ergriffen, welche

Schwierigkeiten überwunden werden, damit alle DEL-Teams die Entwicklung junger

deutscher Spieler intensivieren? Was wären Ihre Vorschläge dazu?

Zu allererst muss man in der Oberliga und der 2. Liga eine

Lösung finden, die jungen deutschen Spieler ( 17 – 20 Jährige ) zu integrieren.

Das „ Sprungbrett „ für diese Jahrgänge muss überdacht und verbessert werden.

Auch was die Förderlizenzen betrifft, muss die Abwicklung vereinfacht werden (

zuviel Bürokratie )

Welchen Einfluss hat Ihrer Meinung nach das Abschneiden

deutscher Auswahlmannschaften bei WM und vergleichbaren internationalen

Wettbewerben auf das Produkt DEL?

Die Nationalmannschaft ist ein Aushängeschild des deutschen

Eishockey. Das Abschneiden der Nationalmannschaft spiegelt allerdings nicht das

tatsächliche Niveau der DEL wieder.
Die DEL bemüht sich immer, Spieler in bester Verfassung für

die Nationaltrainer bereitzustellen.


Vielen Dank Herr Sykora!

„Die Zukunft des deutschen Eishockeys -

Visionen, Wünsche, Vorstellungen  - Die DEL Manager antworten“ ist eine

Hockeyweb-Serie von Oliver Koch und Matthias Eckart.

Bisher erschienende Artikel:

Stefan Wagner vom ERC Ingolstadt

http://www.hockeyweb.de/artikel.php?r=1&nv=1I0&a=25592

Peter John Lee von den Eisbären Berlin

http://www.hockeyweb.de/artikel.php?r=1&nv=1I0&a=25697

Lance Nethery von der Metro Düsseldorf

http://www.hockeyweb.de/artikel.php?r=1&nv=1I0&a=25750

Bernd Kress von den Frankfurt Lions

http://www.hockeyweb.de/artikel.php?r=1&nv=1I0&a=25827

Rodion Pauels von den Kölner Haien

http://www.hockeyweb.de/artikel.php?r=1&nv=1I0&a=25878

Markus Kuhl von den Adler Mannheim

http://www.hockeyweb.de/artikel.php?r=1&nv=1I0&a=25940

Marco Stichnoth von den Hannover Scorpions

http://www.hockeyweb.de/artikel.php?a=26033


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