Die Zugänge der DEG (Folge 2/5): René Kramer: Da gab es nichts zu überlegen

Lesedauer: ca. 2 Minuten

In denen wurde Kramer im Berliner Stadtteil Hohenschönhausen geboren und weil sein fünf Jahre älterer Bruder Eishockey spielte, wollte er ihm natürlich nacheifern. So ließ sich René Kramer bei den Eisbären anmelden, wo er dann fast alle Nachwuchsabteilungen durchlief und in der Saison 2004/05 auch sein Debüt in der DEL feierte. Bis heute trägt der Verteidiger die Hauptstadt im Herzen. „Jedes Jahr in der Sommerpause bin ich dort. Berlin ist einfach meine Heimat.“

Seit 2009 allerdings nicht mehr die sportliche. Im Betrieb, der einen ausbildet, bleibt man eben immer der Lehrling und so entschloss sich René Kramer vor zwei Jahren, die Eisbären zu verlassen. „Der Verein hatte einfach zu viele junge Abwehrspieler und um mich weiter zu entwickeln, brauchte ich dringend mehr Spielpraxis.“ Die bekam er bei den Kassel Huskies, von denen er nach deren Lizenzentzug 2010 zum EHC München wechselte. „Da habe ich 50 der 54 Spiele bestritten und zudem von meinem erfahrenen Verteidigerkollegen Stéphane Julien sehr viel gelernt“, sagte Kramer.

Dennoch war die bayrische Metropole keine Option mehr, als der Anruf aus Düsseldorf kam. Schließlich kann er hier sowohl seinen Berliner Jugendtrainer Jeff Tomlinson ebenso wiedersehen wie seinen Kumpel Derek Dinger, mit dem er seit zehn Jahren dick befreundet ist. „Da gab es nichts zu überlegen“, sagte Kramer und zog mit Freundin Caroline von der Isar an den Rhein. Mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass der Freund guter Steaks in der Altstadt sein ganz persönliches kulinarisches Schlaraffenland vorfindet. „Da gibt es schöne Restaurants, das macht Spaß hier.“

Den hat der 23-Jährige auch im Training, ohne jedoch zu vergessen, dass er noch an sich arbeiten muss. Sowohl in Kassel als auch München stand er bei mehr Gegentoren auf dem Eis als bei erzielten Treffern seines Teams. „Ich kann ein Spiel schon ganz gut lesen, muss aber mehr Konstanz in meine Leistung bringen“, sagte Kramer, der froh ist, dass er dafür bei der DEG mit Marian Bazany ein Abwehrpärchen bildet. „Wir sitzen auch in der Kabine nebeneinander und reden viel. Seine Tipps bringen mich definitiv weiter“, sagte Kramer.

Für den hat sich der Abschied von den Eisbären gelohnt. „Er musste sein, um vorwärts zu kommen und dass der Schritt richtig war, lässt sich ja daran erkennen, dass ich nun wieder bei einem großen Verein gelandet bin“, sagte Kramer und setzte seine Sportkappe wieder auf. Darunter eine beneidenswerte „Volahila“ – vorne lang, hinten lang.

RENÉ KRAMER

Geboren: 24. Oktober 1987 in Berlin

Größe/Gewicht: 1,80m/77kg

Position: Verteidiger

Schusshand: Rechts

Stationen: Eisbären Berlin Juniors (2002-06), Eisbären Berlin (2006-09), Kassel Huskies (2009/10), EHC München (2010/11), Düsseldorfer EG (Vertrag bis 2012)


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