Die Wundertüte von der Schanz DEL-Teamcheck: ERC Ingolstadt

Doug Shedden geht mit seinem ERC Ingolstadt in eine von vielen Unbekannten geprägte Saison. (dpa / picture alliance / Fotostand | Fotostand / Wundrig)Doug Shedden geht mit seinem ERC Ingolstadt in eine von vielen Unbekannten geprägte Saison. (dpa / picture alliance / Fotostand | Fotostand / Wundrig)
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Wenn der ERC Ingolstadt die kommende Spielzeit erfolgreich absolviert hat, wird man vielleicht mit einem Schmunzeln an die neunmonatige Pause zurückdenken, die für den Meister von 2014 äußerst kompliziert war. Wie alle Clubs, mussten auch die Schanzer mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie für den Profisport klarkommen. Es wurde jedoch noch schwieriger: Denn durch das Engagement des neuen Liga-Sponsors Penny zog sich der Team-Sponsor EDEKA zurück.

Zwei neue Goalies und jede Menge unbekannte Namen

Meister-Goalie Timo Pielmeier wollte die generelle Gehaltskürzung nicht akzeptieren und wurde mit sehr deutlichen Worten seitens der Vereinsführung gleichsam vom Hof gejagt, Kollege Jochen Reimer beendete zudem seine Karriere, ebenso Verteidiger Sean Sullivan. Zudem entschied sich Neuzugang Brenden Kichton, in Nordamerika zu bleiben. Trainer Doug Sheddens ausgelaufener Vertrag wurde erst im September verlängert, dazu haben Leistungsträger wie Maury Edwards, Jerry D’Amigo, Mike Collins oder der trickreiche Kris Foucault den Club verlassen. Immerhin gelang es frühzeitig, Top-Scorer Wayne Simpson an den Club zu binden.

Insgesamt mussten sich ein Dutzend Akteure nach der verkürzten Saison ohne Meister neue Arbeitgeber suchen. Die „Neuen“ nun kommen mit durchaus beachtlichen Statistiken aus starken Ligen – in bester Shedden-Manier teils aus Skandinavien – und wenig Deutschland-Erfahrung. Aus Malmö kam der dänische Stürmer Frederik Storm, aus Tampere Goalie Michael Garteig. Im Panther-Tor wird ihm ein Top-Torhüter zur Seite stehen – aus der kanadischen Nachwuchsliga OHL: Nicolas Daws ist 19 Jahre alt und wurde im Januar dieses Jahres Junioren-Weltmeister.

Führungsspieler im Abseits

Verteidiger Mathew Bodie spielte zuletzt ebenfalls in der SHL, Abwehr-Kollege Ben Marshall beim lettischen KHL-Club Dinamo Riga. Stürmer Petrus Palmu wechselt aus Finnland nach Oberbayern. Verteidiger Morgan Ellis stand auch in der KHL auf dem Eis, ist aber in Deutschland kein Unbekannter, da er schon für die Kölner Haie auflief. Der 32-jährige kanadische Verteidiger Brandon DeFazio wechselt von Kometa Brno auf die Schanz.

Bekannte Gesichter sind die Neuzugänge Justin Feser, Samuel Soramies, Emil Quaas und Sturmtank Louis-Marc Aubry, der von den Eisbären Berlin nach Ingolstadt wechselt. Bei Daniel Pietta wäre die Vokabel bekannt wohl eine starke Untertreibung: Er ist eines der Gesichter der DEL, Nationalspieler und Kultfigur in Krefeld, der jedoch im Unfrieden die Pinguine verließ. Er kann und soll eine Führungsrolle im Team übernehmen. Doch Pietta manövrierte sich erstmal ins Abseits, als er sich von Straubings Sena Arcolatse provozieren ließ und für seine „Affen-Geste“ vollkommen zurecht neun Spiele Sperre aufgebrummt bekam.

Die kommende Spielzeit als Charakter-Test

Ein weiterer Umstand spricht nicht gerade für die Panther: Die Saison ist kurz, sehr kurz. Womöglich könnten sie in der Findungsphase der ersten Spieltage bereits wertvollen Boden verlieren. Andererseits wird so jede Partie zu einer Charakterfrage, jedes Spiel zu einem kleinen Finale. Wenn es Trainerfuchs Shedden jedoch gelingt, dass seine Spieler immer die richtige Einstellung an den Tag legen und sich echter Teamgeist bildet, sollte dies angesichts der durchaus vorhandenen Qualität des Kaders mangelndes Mannschaftstraining ausgleichen können.

Es wird in jeder Hinsicht eine besondere Spielzeit für Ingolstadt – erfolgreiches Abschneiden nicht ausgeschlossen. Immerhin haben sie die inoffizielle Panther-Meisterschaft in zwei Testspielen gegen den Lieblingsfeind aus Augsburg gewonnen.



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