Die Tigers sind bereitAb Mittwoch gilt es

Trainer Dan Ratushny freut sich mit seinen Straubing Tigers auf die Play-offs. (Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de)Trainer Dan Ratushny freut sich mit seinen Straubing Tigers auf die Play-offs. (Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de)
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Das mit Dan Ratushny der richtige Trainer „Trainer des Jahres“ wurde, ist natürlich auch die Meinung von Barry Brust: „Ich kann nicht genug Gutes über ihn sagen. Er hat mich weitergebracht und alle Spieler respektieren ihn. Er ist immer fair und hat immer ein offenes Ohr. Er ist ein Coach, für den du dich reinhängst, für den du kämpfst und für den du alles tust. Er ist sicher einer der Gründe, warum wir da stehen, wo wir stehen.“

Diesen Barry Brust wollen die Fans wieder auf dem Eis sehen. Die Entscheidung, ob Brust oder Guryca spielt, könnte sich jedoch wieder von selbst erledigen, denn ob Barry Brust spielen kann, wird sich erst in den letzten Trainingseinheiten entscheiden. Die Reise nach Wolfsburg macht er aber auf jeden Fall mit. „Jan spielte unglaublich, er hat uns in jedem Spiel die Chance gegeben, zu gewinnen. Er kommt rein und ist bereit. Es ist phantastisch – überragend“, lobt Brust seinen Kollegen Guryca. Beide Torleute haben ohnehin ein gutes Verhältnis und tauschen sich aus „Er ist ein guter Freund von mir, wir reden über verschiedene Sachen und über Dinge, über die Goalies eben reden.“

Zum eigenen Fitnesszustand meint Burst: „Das war eine lange Zeit im Kraftraum. Ich habe mein Training mit dem Coach gemacht, der er hat mich gefordert.“ Jetzt ist seine Zeit im Studio aber fürs erste vorbei und Brust ist seit einiger Zeit wieder im Mannschaftstraining. „Es geht jeden Tag besser. Es macht auch Spaß, wieder auf dem Eis mit den Jungs dabei zu sein.“ Auf noch so eine lange Pause hat der Kanadier aber keine Lust. „Das war eine neue und harte Erfahrung für mich. Es war auch hart zuzusehen. Du sitzt nur da und kannst dem Team nicht helfen. Und dann dieses unglaubliche letzte Spiel, es war zwar am Ende ein tolles Gefühl, aber das Zusehen macht mich nervöser als das Spielen.“

Dass in Straubing zurzeit einiges los ist und dass die Stadt den ersten DEL-Play-offs in der Geschichte entgegenfiebert, merkt auch Barry Brust. Er weiß auch, was es den Straubingern bedeutet: „Klar weiß ich das. Ich war letztes Jahr in einer ähnlichen Situation, das Team war für einige Zeit nicht mehr in den Play-offs.“ Auch das Rundherum erinnert an seine letzte Station in Binghamton. „Es war auch eine kleine Stadt, eine der kleinsten in der AHL. Eine der schönsten Dinge dort war für mich, den Stolz der Fans zu sehen. Ich hoffe, ich kann das hier wiederholen.“ Wo der Keeper im nächsten Jahr spielt, ist jedoch noch offen. „Wir machen uns Gedanken und wollen nach der Saison darüber reden. Hier war einiges neu für mich, aber ich liebe Straubing und liebe es, hier zu sein.“

Die Tigers haben nicht den harten Weg über die erste Play-off-Runde genommen, sondern sind direkt ins Viertelfinale eingezogen. „Die Pause hat uns gut getan. Aber jetzt sind die Jungs alle wieder mit Freude im Training und haben Spaß. Der Fitness-Level ist sicher höher als vor zwei oder drei Wochen“, so der Coach. „Die Mannschaft fiebert dem ersten Play-off-Spiel entgegen und freut sich darauf, dass die Serie losgeht. Auch wenn es sicher eine schwere Serie sein wird, wir sind zuversichtlich. Wir sind bereit!“

Dem Gegner zollt der Trainer des Jahres Respekt. „Wolfsburg ist eine komplette Mannschaft mit guter Offensive und guter Defensive. Außerdem sind sie im Powerplay stark. Wir müssen also diszipliniert und trotzdem aggressiv spielen. Wir werden hart arbeiten müssen, um Torchancen zu bekommen. Gegen Wolfsburg kann man sich nicht auf eine Sache konzentrieren, da muss alles passen.“ Aber die Tigers gehen nicht in die Serie, um dabei gewesen zu sein, sondern um zu gewinnen. „Das gefährlichste, was du machen kannst, ist zu sagen, schön dabei zu sein. Es wird sicher nicht einfach, aber ich glaube, wir können die Serie gewinnen.“

Mit einem Play-off-Bart des Trainers dürften die Fans jedoch nicht rechnen. Während Daniel Sparre schon jetzt mit dichtem Vollbart übers Eis fährt, ist der Coach frisch rasiert und meint lachend: „Nein, ich werde mir keinen wachsen lassen, ich bin kein Spieler.“


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