Die Sorge der Krefeld Pinguine um ihre HeimatKommentar zur Diskussion um den DEL-Standort Krefeld

Die Krefelder Fans sorgen sich um die Zukunft ihrer Pinguine. (Foto: Imago)Die Krefelder Fans sorgen sich um die Zukunft ihrer Pinguine. (Foto: Imago)
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Krefeld, die weltberühmte Samt- und Seidenstadt – eine Attraktion für den gesamten Niederrhein und weit darüber hinaus: so hört  man es  gerne im Rathaus, und so wird es in entsprechenden Hochglanzbroschüren der Stadt auch dargestellt. Betrachten wir aus aktuellem Anlass einen Aspekt, der zur Attraktivität einer Stadt beiträgt: den Sport. Was hat Krefeld auf diesem Feld  zu bieten, das nicht nur die Bewohner des jeweiligen Stadtteils interessiert, in dem der Fußballclub X oder der Handballverein Y zu Hause ist? Die Zeiten eines deutschen Feldhandballmeisters TV Oppum sind längst vorbei, dem Grotenburg-Stadion, in den Jahren bis 1995 für den KFC – damals Bayer Uerdingen – mehrfach ausgebaut, drohte in letzter Zeit nach Medienberichten immer mal wieder der Abriss. Publikumswirksame Sportereignisse – und das soll keine Kritik an Basketballern, Hockeyspielern oder Schach-Bundesligamannschaften sein – fehlen in Krefeld – mit Ausnahme der Erstligapartien des DEL-Clubs Krefeld Pinguine, die rund 130.000 Zuschauer pro Saison in den König-Palast locken. Aber das wird, wenn die Politik weiter schläft, auch bald Geschichte sein, denn in spätestens drei Wochen muss der neue Mietvertrag für den „KöPa“  unterzeichnet sein, und das, obwohl die Pinguine schon vor zehn Monaten einen detaillierten Vertragsentwurf vorgelegt hatten. Doch wegen der Kommunalwahlen geschah ein halbes Jahr lang nichts. Nun überraschte die grüne Aufsichtsratsvorsitzende der Seidenweberhaus-GmbH, Barbara Behr, deren Interesse am Sportgeschehen der Stadt getrost bezweifelt werden darf, mit den Aussagen, der neue Mietvertrag müsse für die Stadt profitabler sein als der alte. So erklärte sie: „Wir sind die Spielstätte. Wie der Verein sich finanziell aufstellt, hat ja mit uns nichts zu tun“ (WDR III Lokalzeit am 15. Januar) – eine  Feststellung, die nicht gerade von Verbundenheit mit der Krefelder Bevölkerung und sicherem Instinkt für die Belange der Allgemeinheit  und  finanziellem Sachverstand zeugt. Entgangen sind der  grünen Finanzpolitikerin, die offenbar die Schließung  der Krefelder Haushaltslöcher im Sinn hat, dabei unter anderem die folgenden Tatsachen:

1. Als der „KöPa“ vor zehn Jahren gebaut wurde, tat man dies, weil Krefeld ein zeitgemäßes Eisstadion brauchte, in dem zur besseren Finanzierung auch andere Ereignisse stattfinden konnten, und nicht, um dort einmal in zehn Jahren ein Handball-Länderspiel auszutragen.

2. Es dürfte nirgendwo eine Sporthalle, ein Museum oder Theater, Badezentrum oder Eisstadion  geben, das keinerlei Belastung für den kommunalen Haushalt darstellt.

3. Es gibt für die Immobilie König-Palast keinen anderen Hauptmieter – ein Dauer-Spielbetrieb von Vereinen aus Nachbarstädten ist reine Illusion.

4. Die Pinguine sind kein Verein, der finanziell auf Rosen gebettet ist. Ihr DEL-Etat ist einer der kleinsten. Mit anderen finanziellen Möglichkeiten wären auch ihre sportlichen Perspektiven besser.

5. Seit dem Bau des „KöPa“ verzichtet die Stadt freiwillig darauf, die Benutzung der Eisfläche auch für andere Clubs  möglich und erschwinglich zu machen (Einnahmeverlust mindestens € 40.000 pro Jahr). Der „KöPa“ steht fast immer leer.

Nachdem deutschlandweite Fan-Proteste ‚Pro DEL-Standort Krefeld‘ auch von einigen Krefelder Politikern wahrgenommen worden sind, nachdem sogar der Erz-Rivale Düsseldorf seine Sympathie für die Pinguine in der Presse bekundet, nachdem das Krefelder Fan-Projekt und die Pinguine Supporters eine Unterschriften-Aktion gestartet haben, der sich in drei Tagen schon über 5.000 Menschen angeschlossen haben (https://www.change.org/p/pro-del-standort-krefeld), könnte man hoffen, dass die fast unendliche Geschichte um den Abschluss eines neuen Mietvertrages doch noch zu einem guten Ende kommt; schließlich schätzte Philibert Reuters, der CDU-Fraktionschef im Krefelder Stadtrat, die Chancen auf eine Einigung mit 80:20 ein, Benedikt Winzen, der stellvertretende  SPD-Fraktionschef, sprach von einer realistischen Chance zur Einigung (WDR III, Lokalzeit am 20. Januar). In der gleichen Sendung sagte Wilfried Fabel, Ex-Fraktionschef der Krefelder CDU, der die Schuld an dem Hick-Hack bei den Parteien sieht: „Möglicherweise fehlt es da an dem Rückgrat zu sagen: Wir machen das. Für Krefeld brauchen wir diese Sportart.“  Den Mitgliedern der beiden Mehrheitsfraktionen im Krefelder Stadtrat gab er dann noch mit auf den Weg: „Ich hab‘ das Gefühl, die CDU wartet auf die SPD, und die SPD wartet auf die CDU und umgekehrt. Wenn die Jungs alle mal Hintern in der Hose hätten, dann würden sie das jetzt entscheiden.“

Ob das für die Krefelder Bevölkerung Undenkbare geschieht, dass das „echte Aushängeschild“ der Stadt – die Krefeld Pinguine – unwiederbringlich verschwindet, ob die Stadt auf die von den Pinguinen angebotene Jahresmiete von € 330.000 und die durch den Spielbetrieb generierten Einnahmen im Umfeld des Eishockeys verzichten will und sich somit gleich mehrfach ins eigene (finanzielle) Fleisch schneidet, auch weil dann das Weiterbestehen des „KöPa“ wohl äußerst fraglich würde, bleibt abzuwarten. Die Pinguine haben in den letzten Jahren sicher ihren Anteil zum Anspruch der Stadt, das Oberzentrum am linken Niederrhein zu sein, beigetragen. Ob die Kommunalpolitik da mithalten kann oder parteipolitische Interessen über das Bürgerwohl gestellt werden, bleibt abzuwarten. Nur noch gut 14 Tage sind Zeit – maximal.

Aller guten Dinge sind drei
Brunnhuber, Kohl und Schopper bleiben bei den Straubing Tigers

​Mit den Vertragsverlängerungen von Tim Brunnhuber, Benedikt Kohl und Benedikt Schopper können die Straubing Tigers für die zukünftigen Kaderplanungen bereits früh N...

Der Lette kommt von Dinamo Riga
Torhüter Kristers Gudlevskis wechselt zu den Fischtown Pinguins

Nach dem sportlich schmerzhaften Ausfall von Torwart Thomas Pöpperle reagieren die Fischtown Pinguins und präsentieren mit dem 27 jährigen Letten Kristers Gudlevskis...

Der Angreifer erhält einen Vertrag bis Ende Dezember
Felix Schütz verstärkt die Straubing Tigers

Die Straubing Tigers reagieren auf den verletzungsbedingten Ausfall von Antoine Laganière und verpflichten mit sofortiger Wirkung den langjährigen Nationalstürmer Fe...

3:1 im Derby gegen die Straubing Tigers
Red Bulls München siegen bei Jaffray-Comeback

​Am Spieltag der Derbys in der DEL empfingen die Red Bulls München die Straubing Tigers. Lange wurde unter Fans und Spielern schon auf dieses Topspiel zwischen dem T...

Pinguine verlieren mit 1:4
Einfacher Sieg der Eisbären Berlin in Krefeld

​Am Freitagabend unterlagen die Krefeld Pinguine im DEL-Spiel den Eisbären Berlin mit 1:4 (0:1, 0:2, 1:1). ...

Stürmer verlängert bis Saisonende in Nürnberg
Andreas Eder bleibt bei den Thomas Sabo Ice Tigers

​Andreas Eder bleibt den Thomas Sabo Ice Tigers erhalten. Der 23-jährige Stürmer hat beim Nürnberger DEL-Klub einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Saison untersc...

Beim Auswärtsspiel in Krefeld
Leo Pföderl ist zurück im Eisbären-Kader

Mit Stürmer Leo Pföderl reisen die Eisbären am Freitag zu den Krefeld Pinguinen. In der dortigen Yayla Arena wird um 19:30 Uhr das erste Bully zum nächsten Eisbären-...

Videoaktion zum Mitmachen
DEG sucht „Die Coolste“

Die Düsseldorfer EG sucht bis zum 10. Januar 2020 „Die Coolste“. Das ganze ist eine Videoaktion zum Mitmachen und ein eigener Spieltag!...

Hockeyweb präsentiert die Highlights aus Woche 10!
Die Top 10 der DEL im Video

Tolle Verteidigungsaktionen, wahnsinnige Paraden und natürlich schöne Tore gibt es bei uns wöchentlich in den Top 10 Highlights der DEL zu sehen....

Nach 6:4-Triumph gegen München
Panther auf der Pirsch Richtung Play Off-Plätze

16 Punkte hat der ERC Ingolstadt aus den letzten sieben Spielen geholt, weil die Mannschaft vor allem eines gelernt haben: mit Rückschlägen umzugehen....

Früherer Spieler und Trainer stirbt mit nur 69 Jahren
Trauer um Wilbert Duszenko

​Am Wochenende musste Eishockey-Deutschland die traurige Nachricht zur Kenntnis nehmen, dass mit Wilbert Duszenko ein Mann verstorben ist, der sich über mehr als dre...

Patrick Hager für 700 DEL-Spiele
Arbeitssieg für Red Bulls München gegen Schwenningen

​Die Red Bulls München gegen die Schwenninger Wild Wings: von der aktuellen Tabellensituation her gesehen könnte es im Moment kaum ein Duell mit unterschiedlicheren ...

DEL Hauptrunde

Donnerstag 05.12.2019
Fischtown Pinguins Bremerhaven
- : -
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
Freitag 06.12.2019
Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg
- : -
Straubing Tigers Straubing
Iserlohn Roosters Iserlohn
- : -
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
Krefeld Pinguine Krefeld
- : -
EHC Red Bull München München
Adler Mannheim Mannheim
- : -
ERC Ingolstadt Ingolstadt
Düsseldorfer EG Düsseldorf
- : -
Augsburger Panther Augsburg
Eisbären Berlin Berlin
- : -
Kölner Haie Köln
Sonntag 08.12.2019
ERC Ingolstadt Ingolstadt
- : -
Fischtown Pinguins Bremerhaven
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
- : -
Krefeld Pinguine Krefeld
Augsburger Panther Augsburg
- : -
Iserlohn Roosters Iserlohn
Kölner Haie Köln
- : -
Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg
Straubing Tigers Straubing
- : -
Düsseldorfer EG Düsseldorf
EHC Red Bull München München
- : -
Adler Mannheim Mannheim
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
- : -
Eisbären Berlin Berlin
Jetzt die Hockeyweb-App laden!
lll▷ Mit Top Quoten auf die DEL wetten!
DEL Wetten bei den besten Wettanbietern

Aktuelle Online Eishockey DEL Sportwetten News mit Quoten & Tipps. Den besten Eishockey DEL Wettbonus suchen & finden
Aktuelle Wettangebote für die DEL