Die Panther beißen zurückIngolstadt - Krefeld 5:1

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die ersten Minuten vor 3456 Zuschauern gehörten den Hausherren, Travis Turnbull und Thomas Greilinger beschäftigten Tomas Duba im Tor der Pinguine. Erst ein Powerplay in der fünften Minute brachte den KEV auch ins Spiel. Es folgten die wenigen Minuten, in denen der KEV präsent und ebenbürtig war. Wie ein Bulldozer, der über einen zart sprießenden Sprössling fährt, wirkte das 1:0 für Ingolstadt. Einen wohl eher als Pass gedachten Schuss von Eddy Rinke-Leitans fälschte ein heran fliegender Krefelder ins eigene Tor ab (10.). Da mit so viel Tempo unterwegs, rauschte der Puck samt Torhüter und Verteidiger in den Kasten, hebelte diesen aus der Verankerung und veranlasste die Schiedsrichter, nach Krefelder Reklamationen diesen Treffer am Bildschirm zu überprüfen.

Mit der Führung im Rücken drängten die Oberbayern auf den zweiten Treffer, dieser gelang John Laliberte kurz vor der ersten Pause. Schneller Angriff über Derek Hahn und Travis Turnbull und der Topscorer der Panther vollstreckte. Krefeld hatte auch die eine oder andere gute Aktion im Angriff, Timo Pielmeier aber der gewohnt starke Rückhalt für den ERC Ingolstadt.

Im Mittelabschnitt die Gäste mit einem frühen Powerplay, es fehlte aber die Kreativität und das Engagement, aus diesem Vorteil Kapital zu schlagen. Und dann folgte der Panther-Doppelschlag. Öffnender Pass von Laliberte auf Hahn, der fliegt ins gegnerische Drittel und bedient Travis Turnbull, der keine Mühe hat, auf 3:0 zu erhöhen (28.). Anschließend das Bully in der neutralen Zone, Rückpass der Pinguine an die Bande und Tomas Duba wartet auf den Puck. Der nimmt aber einen anderen Weg als gedacht, rutscht Patrick Hager vor den Schläger und es steht nur sieben Sekunden später 4:0. Mit einer Auszeit versucht Krefelds Trainer Rick Adduono das angeschlagene Nervenkostüm seiner Jungs zu beruhigen, die ganzen kleinen Nickligkeiten nehmen die Gäste aber etwas zu sehr zu Herzen. In der körperbetonten, aber fairen Begegnung sind die Panther bissiger und cooler, nicht immer zum Geschmack der Krefelder. Im Schlussdrittel konnten die Gäste lediglich den Ehrentreffer erzielen, Kevin Clark war in Überzahl erfolgreich (51.). Kurz zuvor hatte Patrick Köppchen ebenfalls in Überzahl den fünften Treffer für den ERC in diesem Spiel markiert. So deutlich wie es das Ergebnis widerspiegelt, waren die Verhältnisse auf dem Eis. Krefeld lief meist nur hinterher, konnte das Ruder nie an sich reißen und musste den Ausgleich in dieser Play-off-Serie hinnehmen. Auf das Aufeinandertreffen am kommenden Freitag in Krefeld freut sich Patrick Hager schon: „Wir haben das Potential, auch auswärts zu gewinnen. Die Stimmung in Krefeld wird wieder aggressiv und laut sein, aber das macht uns nichts aus.“

Tore:
1:0 (9:25) Eddy Rinke-Leitans (Tim Hambly, Tyler Bouck)
2:0 (17:34) John Laliberte (Derek Hahn, Patrick Köppchen)
3:0 (27:17) Travis Turnbull (Derek Hahn, John Laliberte)
4:0 (27:24) Patrick Hager (Tyler Bouck, Jared Ross)
5:0 (47:17) Patrick Köppchen (Thomas Greilinger, Derek Hahn) PP1
5:1 (50:44) Kevin Clark (Joshua Meyers, Adam Courchaine) PP1

Strafen:  Ingolstadt 10, Krefeld 10
Schiedsrichter:  Brüggemann/Schukies
Zuschauer: 3456


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